Am Freitag freute ich mich sehr über das Training meiner Sandwichgruppe.
Am Montag sah die Trainingsleistung besagter
Trainingsgruppe wieder ganz anders aus. „L“ und ich konnten es kaum fassen. Da
waren so viele dabei, die keine Lust auf Sport hatten und nur am Zerstören
waren.
Da wurde immer wieder gestoßen und sich in der Reihe vorgedrängelt – obwohl wir sagten: Das gibt’s hier nicht, wir sind doch nicht im Kindergarten.
Da wurden absichtlich Dinge, die zur Übung gehörten,
durch die Gegend geschossen.
Ich setzte gleich mehrere nach draußen und ließ sie dort einige Minuten schmorren. Danach wurde es minimal besser. Aber von dem, was ich gewohnt bin, bin ich gleich mehrere Welten entfernt. Das muss ich mir auch selbst ankreiden. Im Moment klaffen Anspruch und Wirklichkeit etwas auseinander.
Dass ich das Ruder auch in dieser Gruppe herumreiße,
steht für mich nicht infrage. Eher stellt sich die Frage, wie schnell ich sie
zur Einsicht bringe und wieder auf den richtigen Pfad bekomme.
Als ich nachhörte, ob man überhaupt Lust auf Sport habe, sagte man mir: „Weiß ich noch nicht.“
Wie gut, dass es im Anschluss meine Ältesten und die
aus Jahrgängen, die schon deutlich weiter sind, so unendlich viel besser
machten.
Leben probiert? Klein wenig.
Bratwürste probiert? Ganz schön viele.
Ich bin entspannt – am Montagabend hörte ich ein tolles Interview mit Alexandra
Popp. Sie versucht, die Frauen von Dortmund von der 2. in die 1.
Frauenfußball-Bundesliga zu führen.
Was mir besonders gefiel: wie sie über das Lernen
sprach, auch über ihre Fehler als Kapitänin und den Kommerz im Fußball.
Außerdem darüber, dass sie hofft, dass es nicht wie beim Männerfußball wird, wo
die Stadionwurst fast zehn Euro kostet. Professionalität gerne – jedoch nicht
um jeden Preis und zulasten der Spielerinnen oder Zuschauer.
Teile des Blogs schrieb ich bereits am Montagabend. Ich war dann aber zu müde, um ihn hochzuladen. Jetzt bin ich genau zehn Minuten davon entfernt, ins Training mit meinen Jüngsten aufzubrechen. Wo hoffentlich viele bunte Luftballons und ich als Trainer bei meinen Trainingsfamilien Anklang finden.
Passt auf euch auf, wer immer ihr auch seid!?
