Die Luftballons für meine jüngste Truppe blies ich
auf. 20 Stück an der Zahl. Da die Schulbetreuung mit Schülern im Hallenfoyer
Hausaufgaben machte, ließ ich die elektrische Pumpe im Geräteraum stehen. Dafür
diente ich selbst als Blasebalg.
Zum Einsatz kamen die Luftballons nicht. Die Übung, die damit geplant war, fiel aus, da ich mich – weil die Zeit rannte – für ein Spiel statt einer Übung zum Schluss der Stunde entschied.
Trotzdem wurden die Ballons verteilt. Einige sogar
noch an Kids aus der Übungsstunde danach.
In meinem Stammchat ging es munter hin und her. Es
wurde gefrotzelt, und man freute sich füreinander, dass es ein Fest war.
Tatsächlich schafften wir es – die anderen User und ich –den Chat durch geschriebene
Worte am Laufen zu halten. Zumindest war das so, bis ich mich zum Abendessen
trollte.
Was an diesem Chat gut ist: Wir springen uns selten
gegenseitig an die Gurgel, und es gibt keine Gemeinheiten, die darauf abzielen,
einer Person absichtlich wehzutun. Lobenswert! Andererseits: Sonst wäre ich
schon lange weg. Ich plane aber, dort noch längere Zeit zu verweilen.
Ich bearbeitete Bilder und sah mit Vater das
Pokalspiel zwischen Dortmund und Bremen im TV an. Die erste Hälfte war etwas
eintönig. Die zweite hingegen war ein schöner Pokalkampf.
Als das 3:2 für Dortmund fiel, sprach Vater aus, was
ich im selben Moment dachte: Warum ist die Werder-Mauer beim Freistoß nicht
hochgesprungen? Vater und ich beäugten die Wiederholung des Freistoßes mehrmals
kritisch, verstehen es aber bisher nicht. Was ging wohl in den Köpfen der
Spieler vor? Vier oder fünf Menschen sprangen nicht hoch – und das
gleichzeitig. …
So ist der Sport eben manchmal auch: Man verliert in der 92. Minute, kurz vor der Verlängerung.
Mama bestand darauf, dass am Abend gekocht wurde.
Vater und ich fragten sie, ob es denn
nicht auch Brot täte. Mama meinte aber: „Sie und auch ihre Familie bräuchten
was Warmes.“ Vater war Chefkoch.
Wir aßen Hähnchenschnitzel und Reis. Dazu gab es Sauce
und einen knackigen Feldsalat. Ich mochte es.
Vater kämpfte mit der Heizung, die sich über Nacht
nicht aufgeladen hatte.
In meinem Zimmer habe ich noch keine Heizung
angestellt und habe das auch in den nächsten Tagen nicht vor. Wofür auch? Ich
sitze ja ohnehin die meiste Zeit zu Hause: in der Küche, im Wohnzimmer und wohl
mehrheitlich vor Papas Computer.
Schon wieder Wochenmitte. Die Zeit rast.
An diesem Dienstag war gefühlt nichts los, und doch
hatte er etliche kleine Momente.
Alltag, den man eben nicht alle Tage hat.
Passt auf euch auf, wer immer ihr auch seid!?
