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„Über die Dienstagsmauer gehüpft“

John Baker Sander
28. Oktober 2026(bearbeitet)
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Die Luftballons für meine jüngste Truppe blies ich auf. 20 Stück an der Zahl. Da die Schulbetreuung mit Schülern im Hallenfoyer Hausaufgaben machte, ließ ich die elektrische Pumpe im Geräteraum stehen. Dafür diente ich selbst als Blasebalg.

Zum Einsatz kamen die Luftballons nicht. Die Übung, die damit geplant war, fiel aus, da ich mich – weil die Zeit rannte – für ein Spiel statt einer Übung zum Schluss der Stunde entschied.


Trotzdem wurden die Ballons verteilt. Einige sogar noch an Kids aus der Übungsstunde danach.



In meinem Stammchat ging es munter hin und her. Es wurde gefrotzelt, und man freute sich füreinander, dass es ein Fest war. Tatsächlich schafften wir es – die anderen User und ich –den Chat durch geschriebene Worte am Laufen zu halten. Zumindest war das so, bis ich mich zum Abendessen trollte.

Was an diesem Chat gut ist: Wir springen uns selten gegenseitig an die Gurgel, und es gibt keine Gemeinheiten, die darauf abzielen, einer Person absichtlich wehzutun. Lobenswert! Andererseits: Sonst wäre ich schon lange weg. Ich plane aber, dort noch längere Zeit zu verweilen.



Ich bearbeitete Bilder und sah mit Vater das Pokalspiel zwischen Dortmund und Bremen im TV an. Die erste Hälfte war etwas eintönig. Die zweite hingegen war ein schöner Pokalkampf.

Als das 3:2 für Dortmund fiel, sprach Vater aus, was ich im selben Moment dachte: Warum ist die Werder-Mauer beim Freistoß nicht hochgesprungen? Vater und ich beäugten die Wiederholung des Freistoßes mehrmals kritisch, verstehen es aber bisher nicht. Was ging wohl in den Köpfen der Spieler vor? Vier oder fünf Menschen sprangen nicht hoch – und das gleichzeitig. …

So ist der Sport eben manchmal auch: Man verliert in der 92. Minute, kurz vor der Verlängerung.


Mama bestand darauf, dass am Abend gekocht wurde. 
Vater und ich fragten sie, ob es denn nicht auch Brot täte. Mama meinte aber: „Sie und auch ihre Familie bräuchten was Warmes.“ Vater war Chefkoch.

Wir aßen Hähnchenschnitzel und Reis. Dazu gab es Sauce und einen knackigen Feldsalat. Ich mochte es.




Vater kämpfte mit der Heizung, die sich über Nacht nicht aufgeladen hatte.

In meinem Zimmer habe ich noch keine Heizung angestellt und habe das auch in den nächsten Tagen nicht vor. Wofür auch? Ich sitze ja ohnehin die meiste Zeit zu Hause: in der Küche, im Wohnzimmer und wohl mehrheitlich vor Papas Computer.




Schon wieder Wochenmitte. Die Zeit rast.


An diesem Dienstag war gefühlt nichts los, und doch hatte er etliche kleine Momente.


Alltag, den man eben nicht alle Tage hat.




Passt auf euch auf, wer immer ihr auch seid!?


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