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„Das Leben ist manchmal wie ein Weinhandel“

John Baker Sander
5. November 2026(bearbeitet)
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Ich trage einen Kopfhörer, obwohl gar keine Fußballübertragung im Radio läuft. Wohlfühleffekt. – Am Abend trug ich den Kopfhörer, um das Spiel der Dortmunder in der CL gegen Betis zu hören. 2:1 für den BVB.

Nein, ich bin nicht bei den Lieblingsvereinen umgeschwenkt, doch wenn ein deutscher Club international um einen Pokal spielt, drücke ich diesem fest die Daumen. Außerdem sehe ich ja insgesamt hin und wieder gerne mal ein Fußballspiel bzw. höre es mir an.


Der kleine Heizofen, den ich möglicherweise etwas überbeansprucht habe, rauscht gleichmäßig vor sich hin und wärmt mich.


Ich war zufrieden mit der Wochenmitte.
Der Alltag nervte nicht.


Onkel „F“ suchte mit Papa für das Gericht irgendwelche Unterlagen für das Erbe von Mamas verstorbener Cousine.

Sie, Mamas Cousine, war wohl viel geheimnisvoller, als wir alle dachten.
Es stellte sich nun heraus, dass sie unter anderem mit einer anderen Frau einen Weinhandel betrieb. – Was keiner aus der Familie wusste.


Onkel „F“ – Mamas Bruder – war auch bei uns am Mittagstisch. Zusammen verzehrten wir Königsberger Klopse und Nudeln. – Onkel „F“ und ich können miteinander über Sport- und weitere Zeitungsthemen reden, doch so richtig warm sind wir bis zum heutigen Tage nie miteinander geworden. – Trotzdem schätzen wir uns.


Mit Papa verlachte ich die Champions-League-Zusammenfassungen.

Wir lachten nicht über die Sendung, sondern mehr über die von mir ausgesprochenen Wörter im Dialekt. Papa nennt meine Aussprache „Klingonisch“ – was ich verstehen kann. Vermische ich doch hin und wieder, meist unabsichtlich, Wörter aus der Mundart meiner Umgebung.

Mit Vater zu feixen, ist unglaublich wichtig für mich.



Auf was ich mich an diesem Donnerstag mit am meisten freue:

Nachdem der Alltag erledigt ist, im „Adami“ zu sitzen und irgendwelche Gedankenfäden wieder aufzunehmen oder neuen freien Lauf zu lassen.


Eine Botschaft, die ich mehr und mehr lerne, selbst gegenüber Menschen, die ich nicht ganz so gerne mag: Lieben ist so viel besser, als in welcher Form auch immer zu hassen. Schlussendlich bleibt´s dabei: Das Beste, was man machen kann, ist leben und leben lassen.




Passt auf euch auf, wer immer ihr auch seid!?


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