Offenbar hat sich unverhofft mein Gehirn wieder dauerhaft zugeschaltet. Zumindest der Teil der für Aufmerksamkeit zuständig ist. - Zumindest sieht es in diesen Tagen relativ stark danach aus.
Ich kann wieder intensiv stundenlang Musik am Stück hören. Mehrere Filme ohne Unterbrechung oder Ablenkung konzentriert verfolgen.
Hat nur von Oktober 2014 bis ins Jahr 2020 gedauert.
Seltsamerweise hatte ich das Problem beim Bücherlesen nie. Das funktionierte eigentlich immer.
Naja, sofern ich nicht dabei, weil ich unbewusst die Nacht zum Tage machte, manchmal im Bus (oder sonst irgendwo?) dabei vor Müdigkeit eingeschlafen bin.
Am Abend sah ich den Film: „Can a Song save your life?"
Mit Keira Knightley und Marc Rufallo. Im Gegensatz zum Regisseur, John Carney, der sich nach Dreharbeiten nicht nett über Frau Knightleys Schauspielkünste äußerte, mochte ich ihre Performance gerne.
Ich mochte viele der Filmcharaktere und die sympathische Geschichte. Das, der von mir verehrte, James Corden eine Nebenrolle einnahm, gab dem Seherlebnis eine zusätzliche Würze.
Was ich lange nicht erlebt habe, dass eine Filmfigur einsieht, dass sie sich in Liebesdingen wie ein Arschloch benommen hat.
Dazu einige Songs, bei denen ich Rhythmisch mitwippen muss, schon war ich mehr als zufrieden.
Ich sollte mich schämen auch nur irgendetwas Gutes in der Corona-Krise zu sehen! Trotzdem tue ich es.
Bleiben mir doch einige Geburtstage in Verwandtschaftskreisen erspart. Was mich im Gegensatz zu anderen Familienmitgliedern erheitert.
Ich liebe dem Großteil meiner Verwandtschaft sehr. Aber nun einmal nicht alle stattfindende Geburtstagsfeste im Kalenderjahr. Bei denen zu jederzeit von Herzzerreißend und liebevoll bis unpersönlich und mausgrau mit allem zu rechnen ist.
Am Abend unterhielt ich mich mit einer Freundin über das Thema Altersunterschied bei Freundschaften. Ich weiß nicht mehr genau wie wir auf dieses Thema kamen? War aber erleichtert, dass wir Beide der Meinung sind, dass, dass wohl bei gereiften Freundschaften (beide über 40 Jahre), der Altersunterschied keine größere Rolle spielen sollte. – Dabei ist mir aufgefallen das ich bisher nie – mit selbstgegenüber - den Begriff Freundschaft ausschweifend definierte. Warum auch immer?
Ich habe bisher immer meinem Gefühl und meiner Nase – auf der ich ab und an mal heftig dafür gelandet bin – vertraut! Ich mag die Person oder eben nicht!
Andere Kriterien waren daher für mich nie ausschlaggebend. Vielleicht weil ich insgesamt ein zu vorsichtiger Mensch bin?
Ist Freundschaft mehr wie ein bloßes Gefühl von Vertrautheit und Zuneigung? Oder Bedarf es gar nicht mehr?
Am Sonntag lief die letzte Ausgabe der Legendären „Lindenstraße" über die Mattscheiben der Republik. Ich habe es dummerweise verpasst.
Werde jedoch zumindest dieses eine Folge schnellstmöglich nachholen. Denn irgendwie hat die „Lindenstraße" eine Zeitlang – wenn auch nicht in den letzten Jahren – meine Sonntage unterhaltsam mitbegleitet. Ich bin gespannt, wie man das Ende in Folge 1758 gestaltete?
