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„Vom Ordnung halten in Dokumenten, Online- & Phantasiewelten“

John Baker Sander
24. April 2020(bearbeitet)
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In meinem Onlineverhalten mache ich gegenwärtig keine Fortschritte.
Das macht mich ein bisschen nachdenklich.
Da ich offenbar noch immer glaube, dem ein oder anderen allein im Chat zurückzulassen ist keine gute Idee.
Wie komme ich nur auf einen solchen Blödsinn?
Ich verabschiedete mich aus dem Gespräch erst nach 21 Uhr.

Jedoch zwei Stunden früher hätte das auch keinen gestört.
Da es nur – mit Ausnahme weniger Sätze – ein Zeitabhängen war.
Der wirkliche interessante Gruppenteil fand deutlich vorher statt.
Da ging es auch munter hin und her. Ich bin zu blöde, nach diesem Teil der Unterhaltung mich zu verabschieden.
Ist es erstmal 21 Uhr, lohnt es sich nicht mehr in ein TV-Programm einzusteigen. Zum Bildchen bearbeiten am Abend fehlt mir dann auch zugegeben aktuell der Wille.
Dementsprechend bleibts dann meist bei einem Podcast und K. am Smartphone und irgendeinem Computerspezifischen Problemchen oder beim Nachschlagen im Netz von Irgendwelchen Dingen.

Mit K. habe ich einen speziellen Rhythmus entwickelt.
Egal wo wir aufeinandertreffen, es geht nunmehr immer zwischen uns vertraut zu?
Ist wohl auch der ausschlaggebende Grund, warum mir immer wieder Fragen einfallen, die sie dann – wahrscheinlich oftmals mit einem Augenrollen - mit Engelsgeduld beantwortet.
Obwohl ich noch nicht weiß, wie sie das gemacht hat, das wir im Gegensatz zu unserer Anfangszeit – in der wir Kontakt hatten – plötzlich fast ausschließlich über mich palavern?

Außerdem sorgt sie dafür, dass ich ab und an mein sicheres Gedanken- Luftschloss verlasse. Ich mir auch Mal wieder um weltliche Dinge, wie was kostet ein Thermomix, geh ich rechtzeitig ins Bett (?) etc. Gedanken mache.
Sonst würde ich im Zeitalter von Corona nur noch in meiner quietschbunten Smartie-Phantasiewelt gedanklich hausen.

Was ich wirklich mag an dieser Freundschaft, wir lassen sie nicht stillstehen. Lassen nicht zu, dass sie sich auswächst. Wenn wir schnattern, schnattern wir, wenn nicht – dann eben nicht.
Ich mag es sehr, dass sie ein ebenso kreativer, wie wachsamer Geist ist. Das sie darüber hinaus und Ideen kommt, wie zum Beispiel morgens noch vor der Arbeit - für Menschen die ihr am Herzen liegen - Schokobrötchen zu backen.
Gut das einer von uns, mit einem solch großen Herzen für seine Mitmenschen ausgestattet ist. Mich ab und an daran erinnert, das geben Seeliger ist wie nehmen
?

Ich ärgere mich, dass ich es nicht schaffe in einem seit Jahren von mir liebevoll geführtes Word Dokument Ordnung zu bekommen.
Bis zur Hälfte ist das Ganze wunderbar stimmig; so wie es sein sollte. Mit Absätzen, Seitenränder, Schrift, etc.
Egal was ich mache, das verflixte Dokument lässt sich nicht korrigieren!
Es ist zum Haare raufen, dass ich es trotz allerlei Hilfe aus dem World Wide Web nicht hinbekomme.

So sehr, dass ich ein Zusatzdokument zu Absicherung angelegt habe.
In der Hoffnung die gewünschte Ordnung zumindest dort wieder hineinzubringen. Doch auch das klappt noch nicht so recht.
Ich bin verwundert wie ruhig ich währenddessen – mit einem Interview-Podcast auf den Ohren - am Werkeln bin und verschiedenste Optionen auslote.



Voller Vorfreude hatte ich vernommen das Dan Brown ein neues Buch in diesem Jahr veröffentlicht Meine Enttäuschung war nach der Recherche groß, dass es kein Roman mit der Kultfigur Robert Langdon sein wird, sondern (lediglich) ein Kinderbuch.


Es ist Freitag, das bedeutet: „Hoch die Hände! (Endlich) Wochenende!"



Kommentare (3)

Jenny
24. Apr. 2020, 06:41
Hi John,es ist schön,wenn man jemanden gefunden hat,mit dem man alles bequatschen kann,kennt ihr Euch eigentlich persönlich,oder ist es eine Inetbekanntschaft ? In meinem Chatleben habe ich etliche Menschen getroffen,die mir am Herzen lagen,bei den meisten ist der Kontakt jedoch eingeschlafen,ich habe allerdings nie jemanden zu Nahe an mich rangelassen,sprich Telefonnummer oder ähnliches,mal meine Mailadi,aber mehr auch nicht,dazu ist das Chatleben halt zu schnelllebig.Das Gute daran ist,wenn man auch User aus den Augen verliert,man trifft immer wieder auf Neue. :D
Fizzy Lemon
24. Apr. 2020, 08:07
Es ist ja auch schön, wenn sich nach einer gewissen Zeit eine Freundschaft bildet. Natürlich nur mit wenigen Personen. Dafür sind das dann aber Personen, die einem wichtig sind und für die man bereit ist viel zu tun. Deren Interesse an einem ehrlich und nicht geheuchelt ist. Die sich freuen von einem zu lesen/hören und ihn nicht dulden müssen, nur weil er gerade auch da ist. Leute, an die man denkt, wenn man etwas bestimmtes sieht oder hört und ihnen das dann zeigt - auch in der Hoffnung, ihnen damit eine kleine Freude zu machen.

Umso schlimmer haut es dann rein, wenn du merkst, dass diese "Freundschaft" nur einseitig ist und du nach Gebrauch entsorgt wirst. Freilich verlange ich nichts für meine Mühe um die Freundschaft, aber wenn dieses Engagement nicht dazu dient, so ein Band zu knüpfen und zu festigen, dann kann man daran zweifeln. Dann stellt man sich die Frage, ob das alles Sinn macht... und ob man vom anderen überhaupt als Mensch gesehen wird oder doch nur als Programm, das arbeitet solange man die Kiste am laufen hat. Hat man keine Lust mehr, schaltet man aus und vergisst.

(Seit gestern ist meine Lust auch gen Null gesunken)
Hasal
25. Apr. 2020, 09:52
Ich schreibe mich mit einigen auch fast regelmässig und mit anderen eher selten. Obwohl ich diese Personen alle sehr mag. Klar irgendwann geht auch mal solche Bekanntschaften kaputt mit der Zeit, was dann auch sehr weh tun kann
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