Ich mag mich gar nicht leiden, dass ich eine gewisse Schadensfreude in mir trage, dass man mich gebeten hat, in den Chat zurückzukehren.
„Man würde sich freuen", ließ man mir über einen anderen Kontaktweg ausrichten, „wenn ich wieder im Chatroom auftauchten würde".
Ich freue mich aufrichtig darüber, dass ich nicht vergessen bin.
Wenn auch – viel zu sehr - nach dem Prinzip: „Bähhhhhhhh, seht ihr, so doof bin ich doch gar nicht"!
Naja, an dieser Menschlichen Schwäche muss ich dringend arbeiten. Schadenfreude, sei es nur ein wenig, halte ich für keinen feinen Charakterzug.
Keiner zumindest, der in welcher Art auch immer zu mir gehören sollte, schon gar nicht in dem Alter, das ich mittlerweile erreicht habe.
Ich surfte am Nachmittag durchs Internet. Nur aus Zeitvertreib.
Las dabei erst von Goethe und dann von Hanna Kimura´s Selbstmord.
Eine 22jährige, junge Frau. In Japan für ihre herausragenden Wrestling-Fähigkeiten beliebt und auch als Realitystar im japanischen Fernsehen bekannt war.
Warum sich die junge Frau umbrachte?
Zu 99% vermeidlich wegen Cybermobbing. Böse Kommentare, die sie wohl zum Nervenzusammenbruch, dann zur Kurzschlusshandlung, sich das Leben zu nehmen, brachten.
Traurig, wenn es „Affen" schaffen. Jemanden soweit zu bringen, dass man das wertvollste was man besitzt, sein eigenes Leben, auszulöschen.
Ich verfasse gerne auch einmal einen kritischen Kommentar, noch viel lieber und öfters, nette und lobenswerte. Daran hatte ich schon immer richtig Freude.
Mir ist bewusst - dass hinter dem Beitragsschreiber ein Mensch mit Herz & Seele (hoffentlich!) und kein Gefühlskalter Roboter zu finden ist.
Vielleicht denkt sogar der ein oder andere, der ständig Wortmüll im Netz liegen lässt, darüber nach, dass Kritik immer erlaubt sein muss,
wohl aber auch beim Kommentieren letztendlich die Weisheit gilt: „Der Ton macht die Musik"?
Laut der Presse, war der letzte Instagram Post den Hanna Kimura kurz vor der Tat veröffentlichte (aus dem japanischen ins Englische übersetzt):
"Good-bye. I love you, have fun and live a long time. I'm sorry".
— Hana Kimura, Instagram
Ich werde mich bemühen in Zukunft noch mehr andere Sichtweisen – nicht nur im Netz - gelten zu lassen.
Werde mich noch mehr anstrengen, dass eine Kritik, auch nur wirklich als solche „gutgemeinte Kritik", erkennbar und zu verstehen ist.
Mit 22 Jahren ist Hanna Kimura aus dem Leben geschieden! – Da fehlen mindestens 80 Jahre gelebtes Leben! – Einfach nur unfassbar traurig.

Ja, es tut einen leid, wenn eine 22 Jährige durch Cybermobbing , Ihr Leben zu früh beendet. Aber die Menschen die diesen Mobbing machen , sind in meinen Augen echt krank. Aber die Technik macht es denen ja auch echt leicht.:(.
Ich denke manches Mal, ohne diese Technik von heute , würde es ganz anders laufen. Wir hatten auch nicht die Technik und aus uns ist auch was Gescheites geworden. Die heutige Zeit besteht meist nur aus Stress und Druck und dadurch auch viel psychische und psychologische Menschen, leider. Aber dadrüber macht sich heute kaum noch jemand Gedanken. Was ich sehr schade finde.:(