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1939 - Teil 3

Jenny
17. Februar 2019(bearbeitet)
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Endlich rief Jennifer freudig aus und hielt lachend den langersehnten Brief aus Amerika in der Hand.Sie rannte an ihren Eltern vorbei direkt in ihr Zimmer,öffnete hastig den Brief,ohne allerdings die Marke zu beschädigen,denn Dennis,ein guter Freund von ihr,sammelte Marken aus allen Ländern,die er bekommen konnte.Begierig las sie,wie die Überfahrt war und was sie dort alles schon erlebt hatte.Sie beneidete Esther darum und träumte davon selbst einmal dort zu sein,wo alles größer und schöner war.

Jessicas Vater bat den Rest der Familie im Bahnhof auf ihn zu warten,er wolle los,um einen Freund zu treffen,der sich um ihre Unterkunft kümmern wollte.Während ihre Mutter sich erstmal setzte,hielt es Jessi nicht lange auf ihrem Platz und schaute sich erst einmal um,die Bahnhofshalle war erfüllt mit Leben,alles rannte und wuselte durcheinander,ein wirrwarr aus Stimmen und Geräuschen umgab sie,als sie plötzlich von einem Mädchen angerempelt wurde. Sorry rief sie und war auch schon wieder im Menschenpulk verschwunden.Plötzlich bemerkte Jessi,das ihre Kette fehlte und wusste gleich wer sie gestohlen hatte,schnell rannte sie los und sah,das das fremde Mädchen dabei war den Bahnhof zu verlassen.Halt,du Diebin,rief sie ihr nach,sie drehte sich um,lachte laut und verschwand,so plötzlich,wie sie erschienen war.Hinter ihr her laufen,wäre fatal,dachte sich Jessi,hier kenne ich mich nicht aus und würde sicherlich keinen Erfolg haben,sie zu fangen,also trabte sich mit hängendem Kopf zurück zu ihrer Mutter.So hatte sie sich ihre Ankunft in New York nicht vorgestellt.

Beim Abendessen erzählte Jennifer ihren Eltern alles haarklein,was Esther ihr geschrieben hatte,stellt euch vor,sie hat Benny Goodman gesehn,das ist unglaublich,strahlte sie.Ihre Eltern lachten und freuten sich,das Esther und ihre Familie gut in Amerika angekommen waren.Ich muss gleich rüber zu Dennis,ihm seine Marke geben...Halt,Halt,sagte ihre Mutter,das hat Zeit bis Morgen,die Marke läuft ihm nicht weg,Du junges Fräulein gehst jetzt erstmal ins Bett,es wird Zeit.Murrend gab sie nach und begab sich ins Bett,schnell fiel sie in einen tiefen Schlaf und träumte davon,wie sie mit Esther zu Benny Goodman gingen und wie wild dazu tanzten.

Jessicas Vater kam endlich wieder und bat seine Familie mit ihm zu kommen,daussen vor dem Bahnhof wartete schon sein alter Freund mit einem Lastwagen,schnell wurde ihr ganzes Hab und Gut verladen und man fuhr in eine neue Zukunft. Nur Jessi war traurig,weil ihre Kette mit dem Bild ihrer Großeltern gestohlen wurde,sie schaute traurig aus dem Fenster und plötzlich gingen ihre Augen weit auf,als sie am Savoy Ballroom vorbei fuhren und all die Plätze sah,wo ihre Helden spielten,sie konnte kaum erwarten selbst dort rein zu gehn und die Musik live mit zuerleben.Doch zuerst hieß das Ziel,ihr neues zuhause.Da wären wir,sagte ihr Vater.Das Haus war grau und alt,Kinder spielten auf der Strasse und aus den Fenster drangen laute Stimmen.Quer über der Strasse waren Wäscheleinen gespannt,wo die frische Wäsche im Wind flatterte. Jessi schaute sich um und sagte zu sich selber...naja,machen wir das Beste draus.So,Leute sagte Jessicas Vater lasst uns die Wohnung anschauen,hier beginnt jetzt unser neues Leben.





Kommentare (9)

Freundchen
19. Feb. 2019, 13:29
Schön, dass du auch hier die Geschichte fortsetzt. Der "Dennis" ist mir sehr sympathisch ^^
Freue mich auf die Fortsetzung :)
Jenny
19. Feb. 2019, 13:37
:D Danke für Dein Kommi,dachte schon,das liest hier niemand ;).
Freundchen
19. Feb. 2019, 14:05
Deine Geschichten lese ich immer ;)
Hasal
20. Feb. 2019, 09:35
Hi Schnuffi, danke für den weiteren Teil Deiner Geschichte. Ich lese Sie immer gerne:D
John Baker Sander
21. Feb. 2019, 00:06
Wie du die Brücke von Deutschland, die Reise und schließlich die Ankunft in die USA geschildert hast, gefällt mir sehr gut. - Jedoch weitaus besser gefällt mir deine leichte Erzählweise - das du immer wieder Dinge, wie zum Beispiel die Musik, die du selbst magst, mit hineinfließen lässt. Ich würde es sehr begrüßen, wenn du vielleicht noch mehr "Musik" in die Geschichte einbaust? - Du scheinst, zumindest was Jazz angeht, dich dort Zuhause zu fühlen?
Zu deiner leichten aber bestimmten Erzählweise fällt mir im Moment nur der Vergleich zu Erich Kästner ein. Urdeutsch - aber alles andere als gewöhnlich. - Dann ist das noch etwas darin, was ich aber noch nicht deuten kann, mir aber gefällt.
Auch verdient es lob mit: hier beginnt jetzt unser neues Leben. Die Leser neugierig zurückzulassen. ... bin sehr gespannt, wie du in Teil 4 mit deiner Geschichte fortfährst.

Ich finde du machst gerade Riesen-Fortschritte beim schreiben!
Jenny
21. Feb. 2019, 16:49
Lieber John,danke für Dein mega tolles Kommi,fühle mich ja beinahe geehrt,werde mich bemühen in dem Stil weiter zu schreiben,was die Musik betrifft,da hatte ich vor später weiter ins Detail zu gehn :D
Hasal
06. März 2019, 17:43
Hi Jenny, was müssen meine Augen wieder sehen :D. Toll geschrieben , bitte weiter so. Ich lesen Deine Geschichten gerne .:D
Marcus
22. März 2019, 12:08
Hi jenny,ich weiß nicht genau ob es mir zusteht oder ob ich hier richtig bin..aber ich muss mich mal meinen Vorschreibern anschließen
und finde du schreibst wirklich toll.Auch ich bin nun sehr gespannt wie es in deiner Geschichte weitergeht! Freue mich schon auf die Fortsetzung :D


Fizzy Lemon
22. März 2019, 12:14
Natürlich bist Du hier richtig.;)
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