Endlich Urlaub stöhnte Herr Freundlich,das habe ich mir aber sowas von verdient,sagte er zu sich selbst,wenn nicht Ich,wer denn.Er hatte sich aber auch wirklich die Erholung verdient,klingelten ihm doch schon die Ohren vom geplärre der Oberschwester Schnuffi.Ihr konnte er es wirklich nicht recht machen.
Er schloß sein Büro ab und stiefelte frohen Mutes zu seinem Rad,alle die ihm begegneten,wünschten ihm gute Erholung.Zuhause angekommen überlegte,wo es denn nun hin gehen sollte...ans Meer,oder doch lieber in die Berge,oder vielleicht sogar mal ins Ausland,war er doch noch nie aus Deutschland heraus gekommen,aber nein dachte er,die fremden Sprachen,das Essen,dann doch lieber im eigenen Land.Letzten Endes entschied er sich fürs Meer,in der Hoffnung,das vielleicht eines von Hildes vier Blagen zu weit raus schwimmt und für immer verschwindet.Dann rief er die ganze Bande zusammen und verkündete stolz seinen Beschluss.War das ein Hurra,als die Blagen hörten,das es ans Meer ging und auch sein Hildchen fiel ihm freudig um den Hals.
Dann war es endlich soweit,der Tag der Abreise war gekommen,Herr Freundlich checkte nochmal seinen alten VW Käfer und verstaute die ganzen Koffer,was nicht gerade wenig waren.Er packte alles ordentlich auf den Dachgepäckträger,zwängte seine Familie in den Wagen und brauste davon.Nach 20 Minuten fahrt schrie Hildchen plötzlich auf...Herbert...wir haben Herbert vergessen.Herr Freundlich fiel der Kitt aus seiner Hornbrille,das darf doch nicht wahr sein,wegen dieser lahmen Töle den ganzen Weg wieder zurück,doch was blieb ihm anders übrig,die Blagen heulten in einer Tour,ohne Herbert wollten sie nicht ans Meer.
Nach dem man Herbert nun auch noch in den Wagen gequätscht hatte ging es endlich los,Herr Freundlich legte eine Kassette von den Flippers ein und trällerte fröhlich jedes ihrer Lieder mit.Nach gefühlten 10 Minuten musste er anhalten,da eines von Hildchens Blagen mal musste,das wiederholte sich dann vier mal bis sie die erste Raststätte erreichten,wo dann alle nochmal aufs Klo gingen und sich erst einmal stärkten nach dieser anstrengenden Fahrt.Als alle fertig waren,fuhr er fröhlich weiter,bis Hildchen plötzlich bemerkte,das Fridolin,ihr jüngster,gar nicht im Wagen saß.Also machte Herr Freundlich wieder kehrt und sammelten den heulenden Fridolin an der Raststätte wieder ein.Wenn jetzt noch irgendetwas passiert,dachte sie Herr Freundlich,werde ich zum Killer.Doch wie durch ein Wunder konnte er die Fahrt ohne weitere Vorkommnisse beenden,als der Morgen herein brach,näherten sie sich ihrem Ziel,dort drüben ist unsere Fähre sagte er freude strahlend zu den Bälgern,die noch halb am schlafen waren,sie bringt uns auf unsere Ferieninsel.Herr Freundlich drückte ordentlich auf die Tube,da er spät dran war und die Fähre pünktlich ablegte,gleich sind wir da,lachte er,doch Hilde schrie plötzlich...Pass doch auf Du Vollhorst,die Fähre sticht doch schon in See,das schaffen wir nicht mehr...Ach was,das wäre doch gelacht,wenn ich das nicht packe...Das waren die letzten Worte,an die er sich erinnern konnte,als er wach wurde lag er im Krankenhausbett und seine Kollegen,einschliesslich Schwester Schnuffi standen um ihn herum.Hättest du auch gleich sagen können,das du deinen Urlaub,bei uns in der Klinik verbringen willst,sagte Fidelius und alle lachten sich halb schlapp.
