Wie schnell doch die Tage vergehen. Solange Zeit - zwischen dem letzten und diesen Blog - wollte ich eigentlich nicht verstreichen lassen.
Der Blog - meine Gedankenschublade - möchte ich auch weiterhin nur öffnen, wenn es auch etwas zum hineinlegen gibt. Was ich unbedingt loswerden möchte. Um es hier einzusperren.
Oder um glückliche Details und Geschehnisse hier einzufangen. Mich daran zu erinnern. Sie bei Bedarf – jederzeit - aus dieser Gedankenschublade wieder hervorkramen zu können.
Rassismus, ein Thema das seit George Floyd wieder in aller Munde ist. – Vielleicht wie nie zuvor?
Es wird diskutiert und Informiert. Wichtig, das informieren. Leider laufen da draußen noch immer viel zu viele „Uninformierte" herum.
Wer keine Liebe bekommen hat, kann wohl keine weitergeben, muss sich deswegen an anderen Menschen und ihrem Sein abreagieren?
Gut nur, dass immer mehr Menschen erkennen, was wirklich Sache ist, sich deutlich abwenden und für das richtig einsetzen.
Ich kann mich leider selbst - in der Tat - nicht von jeder Form des Rassismus freisprechen. Wenn bestimmt auch nicht mit Absicht. Ich hatte schon Menschen zu Schul – und Flegelzeiten wegen dummen Verhaltens oder Äußerungen beschimpft.
Einziger Unterschied, mir ging es alleine um seine Taten, was dieser von mir beschimpfte Mensch - in meinen Augen - Falsches verkörperte.Nicht um Hautfarbe, Sprache oder Heimatland.
Anti-Rassismus-Songs schießen wie Pilze aus dem Boden. Darunter so viel Gutes, einleuchtendes und wahrhaftiges für die Gehörgänge.
Dennoch, hoffe ich – bei allem aktuellen - das „Samy Deluxe" Song, „Superheld" noch einmal eine Renaissance erfährt. Das Werk hat bereits einige Jahre auf dem Buckel- … ist jedoch aktuell wie nie. – Wie gemacht für einen Kampagne gegen wild wuchernden Gedankenunrat.
Ich glaube, dass sich jeder in die Geschichte hineinversetzen kann, nachvollziehbar, wie sich die Personen „mit brauner Haut" in diesen Versen fühlen?
Das ganz ohne moralischen Zeigefinger. Dafür mit einem Finger, der ganz tief in die brennende Wunde gelegt wird, hoffentlich damit zum ausführlichen Nachdenken anregt.
Vor einigen Tagen wurde ich in einer Mail gebeten, Bilder auf einen Stick zu Laden und diesen dann bei angegebener Adresse abzuliefern.
Ich warf den Stick blind in den Briefkasten. Hatte ich doch dort schon öfters Fotoaufträge dort ausgetragen..
Erschrak sehr, wie mir plötzlich auffiel, dass da ein anderer Name wie angegeben auf dem Klingelschild zu lesen war.
Nach kurzer Ratlosigkeit, klingelte ich. Mir wurde augenblicklich geöffnet, ich konnte den Stick zurückerbitten.
Die Frau, die mir öffnete, kannte ich von diversen Veranstaltungen bei denen ich mit dem Fotoapparat Bilder eingefangen hatte. Sie erklärte mir, dass sie nun mit ihrem Freund hier wohne. Die Bewohner - ihres jetzigen Zuhauses, die geplanten Empfänger des Fotoauftrages - ein Haus weitergezogen wären. Mit etwas mehr Konzentration und Hingabe für die Abgabe wäre mir die das Bewohnerschild sicher früher in die Augen gestochen. – Lustig, was mir ein fettes Schmunzeln abringt, das man mir die Falsche Empfängeradresse zukommen lassen hatte.
Ich habe momentan weder einen Plan A. Noch einen Plan B. Plan C steht: Glücklichsein, das Leben noch mehr zu lieben wie ohnehin. Ich bin gerade sehr euphorisiert.
