Ausgeschlafen. Das war vielleicht das produktivste was ich an diesem Sonntag, 5. Juni 2020 leistete. Ich habe wunderbar den Tag mit Podcasts, meinen Gedanken und ein wenig chatten vergammelt.
Stimmt, abends hatte ich noch eine Runde den Putzlappen - über den Schreibtisch auf dem der PC steht - geschwungen. Aber nicht, weil ich gerade so einen Bock darauf hatte, sondern lediglich, weil es sein wirklich sein musste.– Der Herr - der hier Blogeinträge schreibt - war auch schon mal ordentlicher.
Wieviel Lust steckt in mir derzeit Perry Rhodan zu lesen?
Schon mehrmals hatte ich das Blogkommentieren dem Lesen im Bus vorgezogen. Dabei machten mir die ersten gelesenen Seiten durchaus Laune, dennoch finde ich immer wieder eine Ausrede nicht zu diesem Buch zu greifen. – Vielleicht ziehe ich nun einen anderen Roman hervor und nehme dann einen ordentlichen neuen Anlauf?
Selten konnte ich mich - für andere Menschen - so sehr freuen wie in diesen Corona-Zeiten. Nicht, dass es mir je (wirklich) egal war, wer da aus meinen Familien, Bekannten und Familienkreis glücklich ist und war.
Mein Gefühlsleben spielt derzeit Amok. Ich freue mich pausenlos für irgendjemanden.
Was so weit geht, dass ich es schon arg gut finde, wenn jemand mir völlig unbekanntes hektisch in seinen Taschen nach der Busfahrkarte kramt und den Fahrschein dann doch noch in letzter Sekunde findet. Ich bin dann - Gefühlt - genauso erleichtert wie der Suchende.
Carlos Ruiz Zafón ist vor einigen Tagen verstorben. Ich erfuhr im Chat davon und war doch sehr überrascht von dieser unschönen Nachricht. Meiner Meinung war der Autor nämlich in seinen besten Jahren.
Carlos Ruiz Zafon wurde leider nur 55 Jahre alt. Ich mochte das Buch: „Im Schatten des Windes", unglaublich gerne. In dem Zafón seine Leser in ein Geheimnisvolles Barcelona entführte. Wie könnte mir je der „Friedhof der vergessenen Bücher" entfallen? – Ein großes Leseabenteuer.
Leider hatte ich bisher nur zwei oder drei seiner Bücher gelesen. Denn irgendwie ist Carlos Ruiz Zafón doch über die Jahre komplett aus meinem Blickfeld verschwunden. Aber was nicht ist kann ja noch werden.
Der verstorbene Schriftsteller ist für eines meiner Lieblingszitate mitverantwortlich:
„Jedes einzelne Buch hat eine Seele. Die Seele dessen, der es geschrieben hat und die Seele derer, die es gelesen und erlebt und von ihm geträumt haben."
- Carlos Ruiz Zafón, "Der Schatten des Windes"
Gute Nacht! – Wer immer ihr auch seid?
