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„La Rue de la sud“

John Baker Sander
7. Juli 2020(bearbeitet)
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Wie hunderte Male vorher, kramte ich gierig in den Kartons mit gebrauchten Büchern vor der der kleinen Lotto-Annahmestelle.
Die nur wenige hunderte Schritte vom Lutherdenkmal, entfernt, beheimatet ist. Die Lotto Annahmestelle wirkt zwischen der „Bäckerei Schall" und dem „City Markt" wie eingepfercht. Mitten in der Wormser Innenstadt.
Nicht immer, aber immer wieder finde ich da kleine Geschichtsperlen, die mir Freude machen und stundenlanges Lesevergnügen bereiten. Das für ausgesprochen wenig Geld. Diesmal war es der Roman „Marina" von Luis Carlos Zafón. Passender hat selten ein Buch in meinen Besitz gewechselt. Gerade da der Schriftsteller erst am 19. Juni 2020 verstarb und nachdem er wieder überraschend in meinem Blickfeld aufgetaucht ist, mochte ich sowieso einen Roman von ihm Lesen.

Eine Dreiviertelstunde hielt ich das Buch in den Händen – das sich so gut darin anfühlte - war nicht fähig es im Rucksack zu verstauen.
Ich suchte mir ein Plätzchen im Park und war nach Kapitel drei bereits von diesem Plot und die keineswegs eindimensionalen Charakteren verzaubert. Allerdings bin ich mir noch nicht sicher, ob nicht möglicherweise Barcelona – mit seinen beschriebenen Herrlichkeiten, Ecken und Kanten - nach der Beschreibung durch Carlos Ruiz Zafón allen Figuren und dem Handlungsbogens bei weitem die Schau stiehlt?


Apropos Stadt mit Herrlichkeiten, Ecken und Kanten.
Meine Phantasie geht mit mir durch.
Ist wohl dem geschuldet, dass ich in diesem Jahr bereits zu viele Französische Autoren las?
Ich bekomme den Begriff „La Rue de la sud" nicht mehr aus dem Kopf".
Was ich auch tue, meine Kopfstimme sagt: „Du wanderst gerade die la Rue de la sud entlang".
Für mich ist die „La Rue de la sud", wenn man vom Wormser Busbahnhof in die Innenstadt wechselt, dort Besorgungen erledigt und dann im Heyls-Park oder im Adenauerring landet.
Ich mag einfach diesen Begriff. „La Rue de la sud", schrecklich gerne. Leider habe ich so gar keine Ahnung von der Französischen Sprache.
Gebe ich den Begriff „La Rue de la sud" in den Französisch-Deutsch- Übersetzer ein, kommt da so etwas wie „Süd-Straße" als Ergebnis heraus. Das macht natürlich keinen großen Sinn. Fühlt sich für mich aber grandios an.

Mal gespannt was die Wochenmitte für mich bereithält auf der (Wormser) „La Rue de la sud" oder wo auch immer?


Gute Nacht! – Wer immer ihr auch seid?
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Kommentare (4)

Jenny
07. Juli 2020, 23:59
Hm,den Namen muss ich mir merken,wenn ich wieder bei meiner Story 1939 zurück in Paris bin,klingt echt toll :D...Danke für die Anregung.
Fizzy Lemon
08. Juli 2020, 07:25
"La Rue de la sud" heißt nichts anderes als "Straße nach Süden". Aber wer ist Luis Carlos Zafon??^^

Ich stöbere gerne in den öffentlichen Bücherschränken herum. Das Projekt wird von der Stadt getragen. An bestimmten öffentlichen Stellen, bspw. Rathausfoyer o.ä. steht ein Schrank, wo man gerne ein Buch, das einem gefällt mitnehmen kann. Idealerweise bringt man gleich ein ausgelesenes Buch mit und lässt das für andere begierige Leser da. Weil sich einige die Bibliotheksgebühr, die seit einigen Jahren erhoben wurde, schlicht nicht mehr leisten können, ist für sie so ein Angebot eine gute Alternative, die auch dankend angenommen wird. Natürlich auch von anderen gut bedient wird. Die Auswahl hält sich zwar in Grenzen, aber die eine oder andere Überraschung hält das immer parat.
Marcus
08. Juli 2020, 08:50
Mein lieber John...ich beschäftige mich schon wieder mit deinem Aussehen :D...Ich glaube ich habe da eine kleine Passage
vergessen zu erwähnen ;).Nun sehe ich dich in einem Künstlerviertel in Paris auf den Stufen vom Sacré-Cœur sitzen und
in deinem Buch lesen.Ich sehe dich da im karierten Pullover,inKorksandalen und auf deinem Brillenbügel kauend, die Zeilen
zu inhalieren.Du bist für mich wirklich interessant..ich kann dir nicht mal sagen was es ist aber irgendwas hast du :D!!!!!!
Es ist nichts negatives John ;) wollte ich noch dazu sagen :D
Hasal
08. Juli 2020, 11:23
Hi John, ich finde es gut , dass Du gerne auch mal lesen tust und Du in dem Laden schon manch schönes Buch ergatterst hast. Mir sagt der Schriftsteller leider nichts , aber es freut mich , dass Du das richtige Buch gefunden hast. Dir auch gleich einen Platz auf einer Parkbank gesichert hast, wo Du ein paar Minuten auch drin lesen konntest.;)
Worms scheint eine sehr schöne Stadt zu sein , nach Deinen Berichten zu urteilen. :)
Ich mag lieber die kleineren Orte, als diese Großstädte.;)
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