Den gesamten vergangenen Abend brummte ich schon den „Billy Joel" Klassiker „For the longest Time" vor mich hin. … ich konnte mich dem Song absolut nicht entziehen. … Ich habe sogar eine Erinnerung, wann ich dieses Lied zum ersten Mal richtig wahrgenommen hatte. Nämlich zwischen 1994-1996 in der Harald Schmitt Show.
Wenn auch damals von einer A-Cappella-Gruppe gesungen und nicht vom Original Interpreten. Aber den Song mochte ich so sehr, dass nur Stunden vergingen bis ich eine Billy-Joel-Best-Best-Off-CD mein eigen nennen konnte.
Ich lief die (Wormser) La Rue de la sud entlang. Landete im Heyls-Park. Ließ mich im hinteren Teil des Parks auf einer Bank nieder. Da die Bänke auf denen ich normalerweise sitze mit einem „Frisch gestrichen-Schild" dekoriert worden waren.
In meiner Nähe – auf einer anderen Bank – saß eine Frau, die ich auf Ende 50 schätzen würde. Auffällig, die kleine runde Lehrerinnen-Brille, der graue streng - mit einer unübersehbaren riesigen gelben Haarklammer - nach hinten befestigte Haarschopf.
Sie strickte, ich kommentierte mit dem Smartphone andere Blogbeiträge.
„HUUCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCCH"! – Schallte es hörbar erstaunt von der nächstliegenden Bank. Die Frau stand mit einem Satz vor mir, erklärte: „Da hat doch glatt ein Vogel was fallen lassen, direkt auf mich?" – Die Feine Wortwahl könnte meine Lehrerinnentheorie unterstützen?
„Würden sie mal schauen, ob da noch was auf der Schulter ist, fragte sie mich höflich"? – Ich schaute. Rieb der Frau, mit einem von ihr vorher überreichten Tempo den unübersehbaren Vogelcode von dem Schulterbereich des Pullovers.
Sie bedankte sich: „Vielen Dank, da setze ich mich wohl zukünftig nicht mehr hin." – Ich von der Situation überrascht bekam noch ein: „Besser ist es", heraus. 3-Sekunden später war die Frau nach einem freundlichen „Tschüss" weg.
Was ich eigentlich schon einige Tage aus meiner Gedankenwelt mitteilen mochte, doch immer wieder aufgrund anderer, vermeidlich, dringenderer Gedanken aufschob, ist das was sich da ereignete während des DFB-Pokalfinale der Frauen in Köln.
Genau gesagt, was die ARD sich da leistete.
Es spielten die Bundesligamannschaften der SGS Essen und des VFL Wolfsburg gegeneinander. Natürlich wie zu Corona Zeiten üblich ohne Publikum. Die Wolfsburgerinnen gewannen nach einem irren Fußballspiel 4:2 (3:3, 3:3, 1:2) im Elfmeterschießen.
Doch kaum war das Spiel abgepfiffen verabschiedete sich die ARD aus der Übertragung. Mit der Begründung die Sendezeit wäre um. Die Übertragung hätte durch das Elferschießen länger wie angedacht gedauert. Die kompletten Emotionen und Siegerehrung der Damen fehlten. – Für mich als Leidenschaftlicher Sportzuseher gehören nun einmal Gefühle mit dazu.
Die ARD hätte sicher von der Vorberichterstattung des Männerpokalspiels 10-15 Minuten abgeben können? Ganz sicher!
Ich kann mir nicht vorstellen, dass man sich das beim Pokalfinale der Männer erlaubt hätte, die Siegerehrung wegzulassen?
Was ich ab Samstagabend tun möchte? Einfach nur einige Cola-light-Dosen zischen, etwas Lesen und viele Filme schauen.
Guten Morgen! – Wer immer ihr auch seid?!

Ja ARD ist da glaub stur, RTL verschiebt dann schon mal Anfangszeiten des folgenden Programmes. Ich finde es schade, denn die Siegerehrung gehören zum Spiel mit dazu.