Ritter Freundchen von der Freundlichen Gestalt,war ein beliebter Herrscher in seinem Reich Legonien,das er mit lockerer Hand regierte.Die Menschen,die dort lebten ehrten und achteten ihn,sein Reich war ein schönes Reich,mit dunklen tiefen Wäldern,goldenen Feldern und klare saubere Flüsse durchquerten sein Land.Als Ritter Freundchen mal wieder an seiner reich gedeckten Tafel saß und sich Fasan,Hirsch und Hasenbraten schmecken ließ,das er alles mit einem kühlen Becher voll mit Apfelfanta Wein hinunter spülte,spürte er das ihm einfach was fehlte,so schön und friedlich sein Reich auch war,ihm fehlte einfach eine Frau.Sein Leibarzt war sehr um seine Gesundheit besorgt,drohte er doch,durch seine Fresssucht bald aus allen Nähten zu platzen,deshalb riet auch er ihm dringend dazu,sich zu vermählen.
Ritter Freundchen hatte da auch schon eine holde Maid im Auge,aus dem benachbarten Biberland,die schöne Lady Catalea von Biberpelz,sie hatte es ihm schon länger angetan.Also rief er seinen Knappen,er möge ihm doch rasch seine Rüstung,sein Schild,sowie sein Schwert bringen.Stöhnend schleppt der arme Knecht den ganzen Haufen Blech herbei und Ritter Freundchen zwängte sich unter großen Mühen in seine Rüstung.Ich werde nun eine zeit lang fort sein,sagte er...man helfe mir aufs Pferd.Schnell brachte man eine Leiter herbei,stellte sie ans Pferd und Ritter Freundchen kletterte so hinauf.Dann gab er dem Klepper die Sporen und das arme Tier trabte langsam davon.
In Lemonien hörte auch Ritter Zitronius der Gelbe vom Vorhaben seines Konkurrenten,den auch er wollte die schöne Catalea zum Weibe.Zitronius der Gelbe war ein kriegerischer Mann mit langen wilden Haaren auf seinem Kopf die ihm wirr ins Gesicht hingen,dazu trug er einen langen zottigen Bart.Sein Gesicht hatte eine merkwürdig gelbe Farbe,was ihm seinen Namen einbrachte.Wahrscheinlich war seine Leber längst hinüber,trank er doch übermäßig viel und gerne einen Humpen Bier.Auch er machte sich auf nach Biberland,um sich Ritter Freundchen von der Freundlichen Gestalt zu stellen.
Catalea von Biberpelz empfing beide sehr herzlich und lud am Abend zu einem großen Ritterschmaus ein,wo beide sich hoffnungslos betranken,bis sie vom Stuhle fielen.Sie wollten am nächsten Morgen bei einem Zweikampf um Cataleas Herz kämpfen.Die Arena war bis auf den letzten Platz besetzt,beiden Rittern brummt noch vom gestrigen Gelage ordentlich der Schädel,doch sie waren entschlossen,den Kampf aufzunehmen,wenn es sein musste bis aufs Messer.Zironius,der Gelbe bestieg als erster sein Ross,dann hievte sich auch Ritter Freundchen auf seinen Gaul,der schon in der Mitte stark durch hing.Jeder nahme eine Lanze,dann ritten beide aufeinander zu,Freundchen Pferd trabte gemütlich,während das Pferd von Zitronius auf ihn zu preschte.Die beiden Lanzen krachten einander und Ritter Freundchen flog im hohen Bogen in den Sand.Krachen blieb er am Boden liegen,diese Chance nutzte der Gelbe,er sprang vom Pferd und zog sein mächtiges Schwert und holte zu einem Schlag aus,Catalea hielt sich die Hand vor ihren Augen,sie wollte sich das nicht ansehen,doch Ritter Freundchen,trat ihm gegen das Bein und er kam dabei zu Fall,jetzt stand Freundchen auf und ergriff seinen Morgenstern und schlug damit auf Zitronius ein,der gerade noch sein Schild hoch reißen konnte und so krachte der Morgenstern auf das Schild und zerbeulte dieses gewaltig.Der Kampf ging hin und her,beide gaben ihr letztes und konnten sich kaum noch auf den Beinen halten,da spürte Ritter Freundlich plötzlich ein Rumpeln im Gedärm,das viele Essen gestern und dann noch der Wein,er konnte nicht anders und ließ einen fahren,sodass die ganze Rüstung bebte.Zitronius der Gelbe bekam die Duftwolke als erster mit,der Gestank war so grauenvoll,das es ihn die Beine weg riss,er taumelte,verdrehte die Augen und fiel zu Boden.Ritter Freundchen schaute verdutzt und regte siegreich die Arme in die Höhe.Das Volk jubelte ihm zu und Catalea warf ihm ihr Halstuch zu,als Zeichen seines Sieges.
Schon zwei Tage später fand in Biberland die schönste Hochzeit statt,die man bis dahin nie gesehen hatte,sie vereinigten ihre beiden Länder,bekamen zehn Kinder und lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage.Ritter Zitronius der Gelbe ritt alleine davon und wart von nun an nie mehr gesehen.Wenn er nicht gestorben ist,so lebt er wohl noch heute.

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