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1939 - Teil 4

Jenny
5. März 2019(bearbeitet)
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​Der Flur ihres neuen Zuhause sah alt und herunter gekommen aus,der Putz bröckelte von den Wänden und es roch auch nicht gerade toll,wie sollte da erst die Wohnung aussehen,dachte Jessica.Doch als ihr Vater die Türe aufschloss,war sie recht überrascht,die Räume sahen ordentlich aus und durch die Fenster schien überall die Sonne.Naja,sagte sie sich im stillen,es hätte uns auch schlimmer treffen können.

Jennifer machte sich zum tanzen fertig,nur noch die Schuhe an und dann konnte es los gehn.Bleib nicht so lange hörte sie noch ihre Mutter sagen,dann war sie auch schon auf dem Weg zum Ausgang,rasant gings die Treppe hinab und dann nichts wie los zum geheimen Treffpunkt ihrer Swingfreunde.Das Haus in denen man sich traf lag am Ende einer Seitenstrasse,von der kaum jemand Notiz nahm,was allen Beteiligten nur recht war.Jennifer klopfte dreimal gegen die Türe und ein kleiner Spalt öffnete sich,zwei Augen schauten hindurch und sogleich wurde ihr geöffnet.Dennis ihr bester Freund war auch schon da und hatte eine Menge Swingplatten dabei,die er auf nicht legalem Wege sich besorgt hatte.Endlich gings los,Glenn Miller,Count Basie,Benny Goodman und alle die Anderen swingten,bis die Bude wackelte,hier in dieser kleinen Stube konnten sich alles das hören,was leider sonst verboten war und sie in größte Schwierigkeiten hätte bringen können,würden sie dabei erwischt werden.

So,sagte Jessicas Vater,wir bringen unseren Kram nach oben und dann gehts rüber zu Beavers,wir sind zum Begrüßungsessen eingeladen.Schnell hatte man sein bisschen Hab und Gut in die Wohnung gebracht,dann gings auch schon nach nebenan,wo die Freunde von Jessis Vater wohnten.Als sie klopften öffnete ein junges Mädchen mit lockigen Haaren die Türe und erschrak so gleich.Sie lief in die Wohnung und holte ihren Vater,der alle recht herzlich begrüßte.Jeesica ging auf das Mädchen zu und warf ihr einen bösen Blick zu.Gib mir sofort meine Kette wieder oder Du bekommst mächtig Ärger.Selina,so hieß das Mädchen zögerte keinen Augenblick und holte die Kette hervor und gab sie ihr mit gesenktem Kopf zurück.Für Jessica war der Fall damit erledigt,sie hatte nie wieder ein Wort über diese Geschichte verloren.So ging der erste Abend im neuen zuhause doch noch glücklich zu Ende.

Als die Party im vollem Gang war,hämmerte es plötzlich laut an der Türe,Mist die Braunen sagte einer in Panik,los macht das ihr raus kommt.Jennifer rannte nach hinten,dort befand sich ein zweiter Ausgang,sie hörte noch lautes Schreien und Gepolter hinter sich,dreht sich aber nicht um,sondern lief so schnell sie konnte nach Hause.Immer wieder blickte sie sich Angstvoll um,doch sie hatte Glück niemand war ihr gefolgt.Schnell rannte sie die Treppen nach oben hoch und begab sich in ihr Zimmer.Sie lag noch lange wach und musste an ihre Freunde denken,was war mit ihnen geschehen,wie mag es ihnen ergangen sein.Am nächsten Morgen traf sie Dennis und war froh,das er wohl auch heil davon gekommen war,doch leider erzählte er ihr,sind alle seine Platten zerstört worden und der Treffpunkt sei auch dich gemacht worden,die schönen Stunden mit ihren musikalischen Helden waren nun wohl vorbei.



Kommentare (5)

Freundchen
06. März 2019, 10:15
Sehr schön und mitfühlend geschrieben! Dein Stil gefällt mir bei der Geschichte außerordentlich gut. Man fühlt sich wirklich in diese Zeit zurückversetzt. Das bringst du super rüber. Freue mich auf den nächsten Teil. Wie viele Teile sind denn geplant? :)
Jenny
06. März 2019, 12:33
Danke für Dein Kommi :D,ich kann Dir gar nicht genau sagen,wie viele Teile es noch geben wird,da ich erst dann schreibe,wenn ich wieder eine Idee habe,wie es weiter geht,aber es werden wohl noch etliche Teile folgen. :)
Fizzy Lemon
06. März 2019, 12:55
Ja, ich gebe Freundchen recht und hoffe ebenfalls auf viele weitere Teile - nicht nur von dieser Geschichte;)
Hasal
06. März 2019, 17:47
Oh und wieder eine super Geschichte entstanden. Finde Deine Art so zu schreiben, echt super. Bitte lasse noch etliche Teile Dir einfallen :D
John Baker Sander
12. März 2019, 05:43
Man fiebert mit Jennifer mit. Der Schrecken in deiner Geschichte liegt darin, das du nicht alles genau beschreibst, was die Braunen so treiben. Das beflügelt die Phantasie. Ich hoffe sehr, das man noch mehr von der Gefühl- und Gedankenwelt von Jennifer mitbekommt. Das sie einfach geflohen ist und ihr Heil in der Flucht suchte, wer will es ihr verdenken? Auch das du den Faden mit der gestohlenen Kette wieder aufgegriffen und aufgelöst hast, hat mir besonders gut gefallen.Die Sorgen und Zweifel um ihre Freunde hast du toll dargestellt, man kann richtig mitfühlen.

Hoffentlich hast du schon bald Muse weiter zu schreiben?
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