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„Wie ein Affe im Schnee“

John Baker Sander
3. Dezember 2020(bearbeitet)
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​Ich hörte eine wahre Begebenheit, die es mir angetan hatte und mich den gesamten Tag nicht mehr losließ.

Es war einmal ein Schimpanse, der hieß „Petermann".
Der lebte im Kölner Zoo.
Dieser Affe wurde von seiner ersten Pflegerin vermenschlicht. Sosehr, dass er sogar bei dieser Pflegerin im Bett schlief.
Im wahrsten Sinne des Wortes handelte es sich bei „Petermann" um einen Menschenaffen.

„Petermann" war über Jahre hinweg eine Art Maskottchen für den Kölner Karneval.
Während der Karnevalszeit hatte der Schimpanse viele Auftritte. Wurde oftmals in die jeweilige Uniform des Ansässigen Karnevalclub - wo er auftreten musste – gesteckt, in der, der Schimpanse dann zahlreiche Kunststücke vorführte.

Mit der Geschlechtsreife wurde „Petermann" Aggressiver.
Man hielt es für unmöglich ihn aufgrund seiner Vermenschlichung wieder in einer Gruppe Schimpansen zu sozialisieren.
„Petermann" musste aufgrund seiner Aggressivität alleine in einem Käfig leben.

Am 10. Oktober 1985, schloss ein Tierpfleger nicht richtig die Käfig-Tür ab. „Petermann" gelang mit der Schimpansin „Susi" die Flucht.

Wie „Susi", die Flucht gelang?
Dazu konnte ich bisher nichts recherchieren. Es hieß ja, „Petermann" hätte alleine im Käfig gelebt.

Die zwei Flüchtigen Tiere schlugen einen Pfleger nieder. Drangen Gemeinsam in die Futterküche des Zoos ein.
Wo die Schimpansen den Zoodirektor „Gunther Nogge" mit Bissen in den Kopf und in das Gesicht Lebensgefährlich verletzten.
Einem anderen Pfleger gelang es, „Petermann und Susi" kurzzeitig zu beruhigen, doch während er sie in ihre Käfige zurückbringen wollte, rissen sich die Affen los und setzten ihre Flucht fort.

„Petermann wurde noch auf dem Gelände des Zoos von der Polizei erschossen".
Schimpansin „Susi" setzte ihre Flucht fort, man fand sie im Keller eines Wohnhauses. Indem ihr das gleiche schreckliche Schicksal wie „Petermann" widerfuhr.

„Gunther Nogge", der den Angriff überlebte, erklärte später, beim Angriff der Schimpansen hatte keine Tötungsabsicht bestanden.


Aufgrund dieses traurigen Vorfalls, überdachte und reformierte man die traditionelle Art der Primatenhaltung im Kölner Zoo!
Sämtliche Zoos und Tierparks schlossen sich, umgehend, diesen Reformen zur Förderung des natürliche Sozialverhaltens der Tiere an!


Montag auf Dienstagnacht schlief ich nicht allzu viel.
Zu sehr faszinierten mich die fallenden Schneeflocken über Stunden hinweg. Schneeflocken, denen ich seelenvoll – bei offenen Rollladen – bei ihrem Schwebeflug auf die Erde zusah.

Es fiel eine überschaubare Schneemenge.
Sicher nicht, dass sie für Winteraktivitäten, nicht einmal zum Schlittenfahren, ausgereicht hätte. Dennoch genug, dass die Schneemenge die naheliegende Welt in eine Puderzuckerweiße Traumwelt einhüllte.
Was für ein phantastischer Anblick. Der minutenlang mein Herz wärmte.

Sekunden später, brachte mich die soeben noch bewunderte Schneelandschaft zum leisen vor mich her fluchen.
Wurde mir doch klar, dass ich nun gleich aus dem warmen ins kalte stiefeln dürfte, um Gehweg, Bürgersteig und Grundstück von der faszinierenden Schneepracht zu befreien. Schließlich muss ich ja meiner Räumpflicht nachkommen; dann lieber früher wie später!

Die Kälte hatte zumindest den Vorteil, dass ich rasch putzmunter war.
Draußen mit Schneeschieber und Besen ausgerüstet, wirkte der Schnee gleich wieder viel erträglicher.

Das anstrengende Schneeschieben und kehren tat mir gut. Es gab nur, die klare Luft, Schnee und mich. Als Extra-Bonus wurde mir schnell warm. Viel zu schnell. Was für meine derzeit mangelnd vorhandene Kondition und Kraft spricht.

Bis sich weitere Menschen aus der Nachbarschaft zu mir auf die Straße verirrten, war ich bereits fast fertig, was mir alles andere als unrecht war. Erstens war ich, so früh morgens, noch scheu wie ein Reh im Schnee. Zweitens hatte ich - an diesem Dienstagmorgen - null Bock, mich in ein längeres Gespräch verwickeln zu lassen. Zumal ich, auch noch gut, rund ums Haus zu schaufeln und kehren hatte.

Frühstück, heißer Kaba und herzhafte Lebkuchen!
Es gibt kaum etwas Besseres nach einem stundelangen Einsatz im Schnee.
Vor allem, wenn man es nicht selbst zubereiten muss, sondern man von Eltern gesichtet wird, die einen zu einer ordentlichen Stärkung bitten. Egal wie alt ich bin, ich kann das durchaus in vollen Zügen genießen!
?




„Guten Morgen! – Wer immer ihr auch seid?!"
​



Kommentare (3)

Jenny
03. Dez. 2020, 11:42
Endlich mal wieder was von Dir zu lesen :D,hast Du es gut,hätte auch gerne Schnee :(,ist hier leider nicht in Sicht.Das mit den Affen ist tragisch,man sollte die Tiere so lassen wie sie sind und nicht versuchen,Menschen aus ihnen zu machen,was dabei heraus kommt,sieht man ja.:(
Marcus
03. Dez. 2020, 14:56
Schön mal wieder was von dir zu lesen John :(blush)
Hasal
03. Dez. 2020, 16:51
Hi John, ich kann auch nur sagen ,, Endlich wieder''. Du siehst, es wurden von einigen richtig vermisst.
Ja, Tieren sollte man in ihrem Lebensraum leben lassen, nie versuchen , solche Tiere um zu erziehen oder vermenschlichen, es kommt nie was Gutes dabei raus. es sind und bleiben wilde Tiere;).
John , auch hier lag gut Schnee, ich mag den aber gar nicht , auch kein Frost oder so. Ich habe da einfach zu viel Angst hin zu fallen:(.
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