Am Donnerstag schob ich den Blogeintrag solange auf bis es zu spät war, freitags fehlte mir der Antrieb und …
Am Samstag hatte ich bereits einen fertigen Blogeintrag geschrieben.
Es trennten mich nur Minuten diesen zu posten!
Beim Durchlesen – vor dem hochladen auf dem Blogportal - war ich mächtig unzufrieden, was ich mit meinen eigenen Worten produziert hatte.
Ein wenig verwundert war ich schon darüber, schreibe ich ja eigentlich recht schnörkellos meine Gedanken nieder.
In diesem Eintrag war mir dann aber doch zu viel unnatürliches Gejammer zu Lesen. Nicht das übliche, das man sich Mal über eine Sache beschwert. Oder sich einfach im Blog herzhaft auslässt, weil man gerade Frust hat. Es war einfach nur – wirklich nur - doofes wehklagen.
Ich hatte mich in diesen Zeilen nicht wiedererkannt. Deshalb fiel dieser
fertige Blogeintrag, Ausnahmsweise, vollständig der Löschtaste zum Opfer.
Am Freitag plante ich mich in ein „UFO" zu verwandeln.
In diesem Fall steht die Abkürzung „UFO" allerdings für „Ultra Faules Objekt". Kaum einen Schritt wollte ich mich von der Couch entfernen. Am liebsten über das gesamte Wochenende … natürlich, kam es anders.
Mein Bruder meinte, man müsse unbedingt, wirklich unbedingt an diesem Freitag losziehen, um Weihnachtsgeschenke zu besorgen. *hust*
Ich war von dieser Absicht keineswegs begeistert. Wir diskutierten. Ich gab klein bei, weil ich auf längere Diskussionen noch weniger Lust hatte, wie auf die Suche nach Weihnachtsgeschenken an diesem Freitag zu gehen.
Meine Einwände, dass ich ja Samstag sowieso in die Stadt müsse, wurden zur Seite gewischt.
Im Wormser Einkaufspark (WEP) suchten wir einen Elektronik Markt auf. Wo wir uns ein wenig über Mobilphones informieren mochten.
Wie zur Weihnachtszeit üblich, waren dort jedoch nicht nur die Elektronik-Markt-Fachverkäufer vor Ort. Sondern auch von den verschiedensten Anbietern zusätzliches Personal. Mit einer einzigen rühmlichen Ausnahme hackten die Verkäufer – vielleicht wie nicht anders zu erwarten – auf den konkurrierenden Markenprodukten verbal herum. – Im Nachhinein muss man eingestehen, dass die Jagd nach Weihnachtsgeschenken (selbst an besagten Freitag) doch ihre Berechtigung (in meinem Gefühlsleben) fand.
Der Nikolaustag wurde im Familienkreis begangen.
Bereits zum Frühstück saßen wir um den elterlichen kerzenleuchtenden Adventskranz – am Küchentisch – beisammen.
Leise dudelte von Vater mp3-Player - der an einen kleinen Lautsprecher angeschlossen ist – stimmungsvolle Weihnachtsmusik.
Mein Papa ist im Gegensatz zu mir, jemand, der kaum Kopfhörer auf den Ohren spazieren trägt. Den MP3-Player mit Lautsprecher mag er, jedoch trotzdem gerne, leistet ihm die Musik darauf, wenn er im Keller werkelt oder vorm Computer sitzt, beste Unterhaltung. … manchmal beschallt erwähntes Musikabspielgerät eben auch die gesamte Familie.
Frühstück bei Lebkuchen und Christstollen in Nikolauswürdiger Atmosphäre, die vertrautesten Gesichter um einen herum, viel besser kann ein Sonntagmorgen, davon bin ich schlichtweg überzeugt, nicht beginnen!
Auch online war ich mit der Atmosphäre insgesamt zufrieden.
Hatte ich erwähnt, dass ich nun, da meine Enttäuschung verdampft war, nach einigen Monaten in den Stammchat zurückgekehrt war?
Vom Adventlichen Gefühl berauscht, sah ich - auf DVD - den Film „Winters Tale" mir an.
Der dem gleichnamigen Roman von „Mark Helprin" aus dem Jahr 1983 zugrunde liegt.
Ein Märchen für Erwachsene über die Liebe und die Wertigkeit des Lebens; so würde ich den Film beschreiben.
Außerdem bietet der Streifen allerhand Romantik, Kitsch, einen wunderbar aufgelegten Cast und eine zu Herzen gehende phantastische Geschichte.
Mir hat das Filmwerk aus dem Jahr 2013 hervorragend gefallen.
„Winters Tale" war zumindest für mich der Ideale Film zum Nikolaustag 2020.
„Guten Abend! – Wer immer ihr auch seid?!"

Und schön das Du wieder hier bist ;)