Ganz in der Nähe ist gut,schimpfte Dennis,mir tun schon vom laufen die Quanten weh.Mit der entfernung hatte sich Lemon wohl ein wenig verschätzt,der Bahndamm lag doch weiter entfernt,als er glaubte.Nach einer Weile zu Fuß erreichten sie ihn dann aber endlich,alle ließen sich erschöpft nieder,nur Lemon stieg hinauf um zu sehen,was sich an der nahegelegen Bahnstation tat.Als er oben war,sah er was er vermutet hatte,es wimmelte von Soldaten und Gestapo Leuten dort,die den Zug förmlich auseinander nahmen.Mitten im Gewühl stand eine Frau mit schwarzen Haaren und scheuchte die Männer ganz schön hin und her.Das ist doch Bianca,sagte John,der nun ebenfalls,den Bahndamm erklommen hatte.Ja,das ist sie,antwortete Lemon.Sie ist auf der Suche nach uns und wird nicht eher ruhen,bis sie uns hat.Mittlerweile waren auch Dennis,Jessi und Jenny oben angelangt und sahen,was sich dort unten abspielte.Lemon machte den Vorschlag,das sobald der Zug sich ihnen näherte,er auf springt,die Waggontüre öffnet und jeden in den Waggon zieht.Der Plan wurde angenommen und so wartete man darauf,das die Lok sich in Bewegung setzte.
Bianca war ausser sich vor Wut,das man niemanden gefunden hatte,sie war so sehr überzeugt davon,das man sie dort finden würde.Herr Leutnant,nehmen sie ein paar Männer und die Spürhunde mit und suchen sie die Gegend um den Bahndamm ab.Zu Befehl sagte er zackig,suchte ein paar Männer zusammen und machte sich daran,den Befehl aus zu führen.Verdammt,hörte man Dennis sagen,die kommen mit Köter auf uns zu,die riechen uns doch drei Meilen gegen den Wind.Jenny konnte es sich nicht verkneifen und meinte...und dich gleich als ersten,weil sie deinen Angstschweiß riechen.Er schaute sie nur strafend an.Die Gruppe Soldaten kam ihnen gefährlich näher,die Hunde bellten und zogen kräftig an den Leinen,da setzte sich schnauffend die Lok in Bewegung und rollte auf den Bahndamm zu.Macht euch bereit,rief Lemon,gleich gehts los.Als der Zug auf ihre Höhe war,sprang er auf und hüpfte bekonnt auf den Waggon,öffnete die Türe und zog einen nach dem anderen hinein.Das war knapp,denn die Gruppe mit den Spürhunden erreichte nun ebenfalls den Damm.
Erleichtert ließen sich alle auf den mit Stroh ausgelegten Waggon nieder,das war knapp,sagte Dennis,ich sah mich schon im Geiste als Hundefutter.Obwohl die Lage ernst war mussten alle lachen,nur Jessi saß betrübt in der Ecke und sagte kein Wort.John hockte sich zu ihr und nahm sie in den Arm,zu sehr litt sie unter den Verlust von Selina.Lemon grübbelte schon darüber nach,was sie als nächstes tun sollten,denn eines war sicher,gerettet sind sie noch lange nicht.
Bianca war ebenfalls auf den Bahndamm angelangt und tobte wie eine Furie,als der Leutnant ihr meldete das sie wohl hier auf den Zug gelauert haben.Verdammt diese Mistbande hat uns ausgetrickst,halten sie den Zug so schnell wie möglich an und bringen sie mir dieses Pack...tot oder lebendig.
Als der Zug eine Weile gefahren ist,stand Lemon plötzlich auf und sagte zu allen...los,wir müssen raus,da hinten kommt gleich ein Fluss,auf dem bewegen wir uns dann weiter fort.Alle sahen ihn verdutzt an,sie waren erschöpft und wäre gerne noch geblieben,aber bisher hatte Lemon seine Sache verdammt gut gemacht und er wird schon wissen,was er tut,also folgten sie ihm.In einer Kurve,als die Lok langsam fuhr,sprangen sie alle nach einander wieder aus dem Zug.Nicht weit von dieser Stelle befand sich der Fluß,von dem Lemon geredet hatte,sie legten eine kurze Strecke zu Fuß zurück,als sie am Ufer einen Lastkahn erblickten.Lemon und John betraten das Boot und der Rest der Gruppe wartete sicher hinter einem Gebüsch.Nach einer Weile erschien John an Deck und winkte ihnen zu,sie mögen doch auch an Bord kommen.Schnell sprangen sie aus ihrem Versteck und gingen ebenfalls an Bord.Dort saß Lemon bereits mit dem Kapitän,ein netter älterer Herr,der die Gruppe herzlich begrüßte.Er war froh ein paar helfende Hände an Bord zu haben.So ihr Landratten sagte er lachend,denn mal Leinen los und ab geht die Fahrt ins nächste Abenteuer.
