Kaum den Alltag â wenn auch sehr viel frĂŒher wie erwartet â entronnen, beschlossen Vater und ich den elterlichen Weihnachtsbaum heimzuholen.
Wir machten den AnhÀnger startklar.
ĂberprĂŒften den AnhĂ€nger gewissenhaft auf seine Tauglichkeit. Nur Minuten spĂ€ter waren wir unterwegs.
Der TĂŒchtige WeihnachtsbaumverkĂ€ufer nahm uns gleich ins Visier und bot uns seine Hilfe an. Vater und ich beschlossen uns erstmal umzusehen.
Wir liefen mehrmals an allen ausgestellten BÀumen auf und ab. Die in drei Preiskategorien unterteilt waren. WeihnachtsbÀume bis zu 15 Euro. WeihnachtsbÀume von 15 bis 40 Euro und in der dritten Kategorie kosteten die BÀume ab 40 Euro aufwÀrts.
Wir machten das BĂ€umchen fĂŒr das elterliche Wohnzimmer â im Gegensatz zu den vergangenen Jahren â schnell aus. Wahrscheinlich auch deshalb, da rasch immer mehr Kunden auf der Suche nach dem schönsten Weihnachtsbaum eintrafen.
Dennoch waren wir von unserer Auswahl sehr angetan. Stellten ĂŒberrascht fest, dass der ausgesuchte Baum, mit knapp ĂŒber dreiĂig Euro, sogar fĂŒr uns Billiger wie im Vorjahr kam.
Der VerkÀufer nahm uns den Baum ab. Netzte ihn ein.
Vater, der auch leicht mit dem WeihnachtsbaumverkĂ€ufer ins GesprĂ€ch kam, sprach mit ihm ĂŒber das diesjĂ€hrige WeihnachtsgeschĂ€ft. Der BaumhĂ€ndler erzĂ€hlte uns, gestern, am verkaufsoffenen Sonntag, hĂ€tte man knapp vierhundert BĂ€ume ausgepackt und rund einhundertsechzig BĂ€ume verkauft.
Danach wĂ€re er â der VerkĂ€ufer â platt gewesen. âNichts ging mehr" war der Original Wortlaut.
Auch fĂŒr heute, einen Montag, könnte man mit dem laufenden GeschĂ€ft einfach nur hochzufrieden sein.
Zuhause wurde der Baum fĂŒr den Einzug ins Haus vorbereitet.
Ich wunderte mich wie reibungslos das klappte. Baum aus dem Netz lösen, Baum in den StĂ€nder, hier und da etwas die Ăstchen stutzen. An mir ist auch weiterhin kein Handwerker verloren gegangen.
Am Mittag verbrachte ich Zeit am Computer.
Mir war es im Zimmer viel zu still. Also suchte ich nach etwas Ablenkung und wurde auf einem bekannten Videoportal fĂŒndig. Dort fand ich das Hörspiel: âSherlock Holmes â der Todesvirus". ⊠bin selbst etwas verwundert ĂŒber die Auswahl, ziehe ich doch gerader in der Weihnachtzeit, eher friedlicheres vor.
Ich fand es amĂŒsant, geradezu Kek, dass der deutsche Wissenschaftler in dem Hörspiel âDroste" ; und dann noch in Verbindung mit einem Virus; benannt wurde.
Sonntagabend plante ich mir einen Film auf DVD anzusehen.
Stattdessen lief eine Rosamunde Pilcher Verfilmung im Fernseher, der ich mehr zuhörte wie zusah, weil meine Blicke und Nase â wĂ€hrend ich auf der Couch lag und vor mich hindöste - am flackernden Licht und dem ausströmenden Geruch einer Vanilleduftkerze fasziniert hĂ€ngeblieben.
âGuten Abend! â Wer immer ihr auch seid?!"
