Seit dem Tag wo ich erfahren habe, wusste ich das ich nie wieder ein Leben ohne Einschränkungen haben werde. Tag für Tag habe ich gekämpft doch auf einmal kam der nächste Schlag.
Ein Tag war ich zur Untersuchung beim Arzt und musste erfahren das ich nie wieder in meinen alten Beruf arbeiten darf. Grund war da die linke Hüfte zu arg angegriffen sei. Ohne eine Operation wird es nie wieder was werden. Langsam sunk ich im Stuhl zusammen. Tränen schossen mir in die Augen. Auch alternative Fahrermöglichkeiten darf ich nicht mehr. Von Tag zu Tag wurde es schwerer für mich normal zu gehen. Schmerzen und Ungeduld machten sich bei mir in meiner Seele breit. Was soll ich denn nur noch tun??
Es kam so wie es kommen musste, Treppen konnte ich nicht mehr steigen, ohne Krücken kann ich nicht mehr gehen. Oh Gott was kommt noch auf mich zu? Durch die Ganzen Verschlechterungen waren Wir gezwungen umzuziehen. Dies geschah auch so. An dem Tag kam ich mir so Unnütz vor, als würde ich mich tunlichst ausruhen. So war es aber nicht gewesen das einzige was ich konnte war fahren....das viel mir auch von Tag zu Tag immer schwerer. In tiefen inneren Verfluchte ich denjenigen der Mir und meiner Familie das angetan hatte. Je mehr der Zorn und die Wut wuchs im inneren kam der Tag der Gerechtigkeit. Ich sah Ihn ins Gesicht während ich auf Krücken ins Gerichtssaal ging. Der Richter, Staatsanwaltschaft blieb die Sprache weg. Eigentlich war der Termin für 2 Std. aber leider hatte es sich hinausgezogen zu 5 Std. Erst da hat er sich bei allen Beteiligten entschuldigt was ich Ihm nicht abnahm. Aber so hatte es sein Anwalt geraten. Er hatte es in Kauf genommen zu 4-Fachen fahrlässigen Körperverletzung im Straßenverkehr und Verstoß des Straßenverkehrsordnung verurteilt zu werden.
Mein Leben ist nicht mehr das was es mal vorher war. Es wird auch nicht mehr so werden. Ich suchte den damaligen Arzt aus dem Krankenhaus auf und besprach mit ihm alles weitere. Er ließ mich röntgen und sagte richtig trocken zu mir: " Tja Frau S. Hmmmm also so wie Ich sehe ist die Hüfte richtig im Eimer." Wieder sunk Ich in mir auf dem Stuhl. Ich dachte mir na super und nu? " Es kann nur noch geholfen werden in dem Wir Sie operieren. Allerdings können wir nicht alles auf einmal machen. Das infektionsgeschehen ist bei Ihnen zu Hoch. Erst muss das Medizinische Metal raus und dann bis zu 12 Wochen warten. Dann können wir wieder operieren und Ihnen die Künstliche Hüfte einsetzen. Aber ich garantiere Ihnen das Sie keine Schmerzen mehr haben werden und es kann passieren Sie wieder besser laufen bzw gehen können."
Ich meinte nur noch zu dem Doktor...na gut dann machen wir es so, wenn es wirklich nicht anders geht. Gesagt getan. Termin war ziemlich schnell ausgemacht und schon 1 Woche später ging es los. 4 Tage Krankenhaus und dann warten auf die nächste Operation. Schnell merkte ich das ich eine gewisse Beweglichkeit mehr reinbekam ins Bein. Aber die Schmerzen waren immer noch da und es wurde nicht besser. Autofahren ist Passeé für mich erstmal.
Nach einer gewissen Zeit war ich wieder zur Untersuchung und bekam die Klammern raus....an manchen stellen kitzelte es und an anderen stellen der Narbe tat es nur noch weh. Aber mit der Zeit ist die Narbe verheilt und mit dem Therapeut seiner Hilfe ist die Narbe schön weich und beweglich. Aber nun rennt die Zeit auch schon heran für die nächste Operation. Der Arzt erklärte mir wie die es einsetzen werden. Seit diesem Zeitpunkt bekam ich Kopfkino. 1000 Bilder schossen mir durch den Kopf. Ich fühlte mich als wenn ich bald zum schlachten zu Metzgerei gehen werde. Die Angst macht sich breit bei mir.
Die Zeit rennt und rennt. Bald ist Weihnachten und ich wünsche mir nichts Sehnlichstes als normales wie jeder Mensch es kann. Normal gehen, Spazieren, ohne Schmerzen sein, Gesund bleiben.
Bitte Denkt daran an die sogenannten dinge die wichtig für euch sein könnten. BLEIBT GESUND!!!!!!
