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„Musikalische Tatortranglisten effizienter gestalten“

John Baker Sander
10. Januar 2021(bearbeitet)
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Meine Mama und ihre Klassenkameraden mussten, vorgestern, einen der ihren zu Grabe tragen.
Der verstorbene war bereits aus der Kirche ausgetreten.
Deshalb übernahm die Verabschiedung eine Mitarbeiterin des Bestattungsinstituts.

Mama empfand die Feier als gelungen und angemessen.
War von zwei vorgetragenen Gedichten, der Trauerfeier-Moderatorin, besonders angetan.
Natürlich hielt man auch hier strengstens die Corona-Regeln ein. Abstand, trug Maske usw.

Für Mama tut es mir leid. Sie hängt an ihren Klassenkameraden und diese auch an ihr.
Die Klassengemeinschaft steht regelmäßig über die modernen Medien in Kontakt und trifft sich. Selbstverständlich nur, wenn nicht gerade Corona wütet.

Wobei hier Vater als Informations-Weiterleiter zur Verfügung stehen muss.

Auch mein Vater hat zu seinen Klassenkameraden einen ebenso regen Kontakt.

Wer liegt mir eigentlich noch von meinen ehemaligen Schulkameraden richtig am Herzen? – Gefühlt drei aus allen Schuljahren. Aus meinen Kursen vielleicht nochmals so viele?
Besonders, der Leser der hier öfter hineinliest wird es wissen, … na klar, ich denke an: „I". Die wohl für immer in meinem Herzen verankert ist.

Ich finde es sowieso schön, wenn mir andere Menschen aus ihren Leben erzählen oder schreiben.
Noch viel besser, wenn es ungefragt ist. Wobei ich ja jemand bin der Leidenschaftlich gerne Fragen stellt.
?
Man ihnen nicht jede Info aus der Nase ziehen muss. Vielleicht weil ich mir selbst im Dialog damit schwertue? Schriftlich fällt es mir wesentlich leichter.

Weil ich mich hier – auf dem Blogportal - für einigermaßen sicher und anonym halte.
Ich niemals (oder zumindest höchstselten?) jemanden verbal wehtun möchte.

Sollte man mich doch Identifizieren, dann bin ich wahrscheinlich so unspannend für andere, dass man sich ärgert, überhaupt sich die Mühe der Identifikation gemacht zu haben?
Außerdem ist hier eh meine graubunte Gedankenwelt öffentlich nachzulesen. Mit sämtlichen schwächen und stärken.

Eines meiner Credos bleibt: „Einfach kein Arschloch sein".
Das schaffe ich wahrscheinlich nicht immer Hundertprozent, meistens aber doch ganz gut?


Mein Bruder sah mit Begeisterung die „Ultimative Chartshow".
Die ich leider verpasste.

Gerne hätte er sich im Nachhinein nochmal die Platzierungen der meistverkauften Alben in Deutschland zu Gemüte geführt.
Das war allerdings nicht möglich. Zumindest eine komplette Rangliste zur Fernsehshow konnte mein Bruder nicht im Netz finden. Also was macht er?
Sieht sich die Wiederholung an und schreibt alle Titel und Interpreten mit.

Heute beim Familienessen brachte er die Liste mit den Platzierungen aus der TV-Show mit.
Die gesamte Familie hatte an der Platzierungsliste großen Spaß.
Es wurden ausführlich Erinnerungen ausgetauscht. An Musikstücke und Musiker, welches Album man besitzt und welches man gerne sich gerne zulegen möchte. Welcher Song ein Geheimtipp auf dem Album ist, wann man zuletzt ein Album sich von der ersten bis zur letzten Nummer anhörte? … und dass man die Kassetten von Vater Mal Digitalisieren müsste, bevor sie nicht mehr zu gebrauchen sind.


Mein Lieblingstatort ist ja nach wie vor der umstrittene aus Weimar.
Denn ich für Genial- und wieder andere – wenn ich die Kritiken Lese - für schwachsinnig halten.
Die Wahrheit liegt wahrscheinlich (für andere) irgendwo in der Mitte?

Mit Christian Ulmen und Nora Tschirner als Hauptkommissare „Lessing" und „Kira Dorn". In der neuesten Folge wird „Lessing" erschossen. Was man - wenn man von selbst nicht darauf kommt (so wie ich) - nach 63 Minuten auch erfährt.

Ich weiß nicht, ob ich mich damit anfreunden kann, wenn man so die Medienberichte verfolgt, dass man nun „Lessing" als Geist seiner Ehefrau und Kollegin „Dorn" zur Seite stellt.
Einige Folgen könnte ich mir das durchaus als sehr amüsant vorstellen. Aber auf Dauer?

Vielleicht gibt es ja auch den „Bobbi Ewing" Effekt? „Lessing" steht irgendwann unter der Dusche und es stellt sich heraus, dass er erschossen wurde, wurde nur geträumt.
?

2022 weiß man hoffentlich mehr.
In diesem Jahr wurde aufgrund der starken Beschäftigung des Casts kein Drehtermin für einen weiteren „Weimarer Tatort" gefunden.


Um 11 Uhr bis 12 Uhr will ich mich an der frischen Luft tummeln.
Mit wenigen Ausnahmen bin ich in der vergangenen Woche zum Stubenhocker mutiert. So, dass mir die Frischluft doppeltgut tun wird.

Ich muss unter anderem dringend nochmals darüber grübeln, wie ich mein Onlineverhalten besser in den Griff bekomme und meinen Alltag effizienter Gestalte?



„Guten Morgen! – Wer immer ihr auch seid?!"


Kommentare (3)

Fizzy Lemon
10. Jan. 2021, 11:44
Zu meinen alten Schulkameraden habe ich keinen Kontakt mehr. Die untereinander auch nicht. Irgendwie gab man sich damals beim Abschluss die Hand, sagte Tschüss und ging auseinander. Sollte man sich doch mal zufällig auf der Straße treffen, schauen die ostentativ auf die andere Seite, nur damit man sich nicht begrüßen muss. Alter Kamerad ist wie Scheiße am Schuh. Ekelhaft und schwer loszuwerden. :D
Jenny
10. Jan. 2021, 15:39
Ich habe auch k,einen Kontakt mehr zu meinen Schulfreunden,bis auf meine "Schwester" Janine,die seit meiner Kindheit immer an meiner Seite ist,ohne sie würde es auch nicht gehn.:D
Hasal
10. Jan. 2021, 17:41
Wir hatten vor ca 15 Jahren ein Klassentreffen , in meiner Heimat, aber seid dem ist alles ruhig. War sehr schön und auch lustig. Aber man merkte zu Anfang , es lagen viele Jahre schon dazwischen .
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