Mit meinem Papa war ich spazieren.
Wir liefen im langsamen Plaudergang zum Friedhof und besuchten, die Gräber seiner Eltern, sprich meiner Großeltern.
Dort verweilten wir erst in aller Stille und dann Lächelnd, Erinnerungen austauschend.
Besonders erinnerten wir uns daran, wie Vater und ich, Opa - nach mehreren Wochen Aufenthalt - aus dem Wormser Stadtkrankenhaus abholten.
Opa bestand auf der Rückfahrt, das Autofenster komplett herunterzulassen, so dass er seinen Kopf hinausstrecken und den Fahrtwind, der ihm ins Gesicht blies, genießen konnte.
Ich genoss nicht nur Papas wunderbare Gesellschaft, sondern kam auch dazu mir einige Gedanken um Leben, Einstellungen und Erwartungen zu machen.
Gut, dass ich in mein E-Mail-Fach sah, so bekam ich noch mit, dass aufgrund eines wütenden Virus, mein Alltag mir noch einen Aufschub gewährte.
Durch Zufall erhielt ich die Chance, noch einer geschätzten Person per Mobilphone zum Geburtstag zu gratulieren.
Was mir am meisten daran gefiel, dass sich die Jubilarin aufrichtig über meine Glückwünsche freute, und wir einige Minuten munter hin und her tippselten.
Ansonsten kann ich das nur von K. behaupten, dass sie mir Emotionen/Stimmungen übers Mobilphone vermittelt.
Zugegeben, so viele Menschen besitzen auch nicht meine Mobilphonenummer
Verein, Alltag und Co. wissen sowieso, das sie nur im Notfall von der Mobilphonenummer Gebrauch machen sollen.
Ja, ich weiß für was hat man Kommunikationsgeräte, wenn man sie nicht benutzt? Aber ich bin nach wie vor kein Freund vom Telefonieren.
Ich bin und bleib jemand der am Festanschluss hängt.
Ich sah die Schmonzette „SMS für Dich" auf DVD.
Schmonzette ist für mich kein Schimpfwort, sondern was Heimeliges, was Nettes, das Genre, dass wohl am Besten in diese kalte Jahreszeit passt?
Bevor ich den Film sah, knipste ich vorerst ein letztes Mal die Weihnachtsbeleuchtung an, holte mir einige Plätzchen aus der Vorratskammer. Erfreute mich am Baum, dem Film und dem süßlichen Knabberzeug und genoss aufs ausführlichste diese besitzergreifende Gemütlichkeit, der man sich gar nicht verwehren konnte.
Die Handlung des Filmes fühlte sich so „la la annehmbar" an. Die Charaktere hingegen mitreisend. Ich fand jeden der Figuren auf dem Punkt besetzt.
Ich werde jetzt Mal versuchen, in den nächsten Wochen, meine Onlinebekanntschaften dienstags, donnerstags, (Freitag?) und sonntags zu pflegen. Um ein wenig meine Vorsätze umzusetzen. Das gilt natürlich nicht für meinen Blog. Da ich nicht weiß, wenn mich die Sehnsucht packt, „meine Gedankenschublade" öffnen zu wollen?
Vielleicht konserviert das ja sogar meinen Onlinecharakter und ich höre endlich auf mir (einen nicht vorhandenen) Druck zu machen?
Die siebt häufigste Todesart um zu sterben, ist von herunterfallenden Kokosnüssen getroffen zu werden.
So bitter, dass für die Betroffenen und Angehörigen ist, ich konnte mir, wie ich das hörte, ein kurzes schmunzeln nicht verkneifen.
Ich hätte diese Todesart nicht auf einem der vordersten hundert Plätze vermutet.
Ich fühle mich prima!
Freue mich auf diesen bereits laufenden Montag! – Vielleicht, habe ich das ohnehin zu wenig bisher getan, mich einfach von Tag zu Tag zu freuen?
