Herzhaft und Herzlich ging es am Rosenmontag im Elternhaus zu.
Also im Prinzip wie (fast) immer.
Da der Alltag früher als erwartet endete, fand ich schon am Nachmittag Zeit dort meine Albernheiten zu verbreiten.
Bei Kräppel und Tee lässt es sich königlich scherzen.
Mit was man die Kräppel - Fastnachts-Typische-Backware - alles füllen kann, sensationell. Mit Nougat, Apfelmuss, Blaubeeren, Marmelade …
einfach lecker.
Die Familie Lachen zu sehen, selbst auf meine Kosten, ist nach wie vor voll mein Ding, übrigens nicht nur zur Fastnachtszeit.
Für einen Rosenmontag war mir das alles viel, viel, zu still.
Das ist mein Highlight-Jahres-Montag – denn man mir bitte! Nicht wegnehmen darf! Auch wenn es natürlich nicht anders geht - um den ich mich durch die Virenschlampe Corona betrogen fühle.
Ein typischer Rosenmontag sieht normalerweise so aus:
Erst fotografiere ich einen Fastnachts-Tanz-Spiel-Kaffee.
Dann geht's ab zur Sportgruppe.
Zuhause schnell duschen etc., kostümieren, zack, schon bin ich wieder mit dem Fotoapparat über die Schulter auf dem weg zur nächsten Fastnachtsparty.
Danach bin ich allerdings schlagkaputt.
Krieche für einige Stunden ins Bett. Bin am Fastnachtsdienstag stark übermüdet.
Sobald ich den Teilnehmern des Strassenumzuges begegne, die festlichen Wagen sehe, kehren auch alle verloren geglaubte Lebensgeister in mich zurück.
Bevor ich mir, abends, die Bilder von der gesamten Kampagne anschaue und neuen Bilder herunterlade. Dabei lasse ich mich nur zu gerne vom TV oder Podcast nebenbei berieseln. Normalerweise fallen mir am Fastnachtsdienstag, noch am Schreibtisch, irgendwann, die Äuglein vor Müdigkeit zu.
Bei den Eltern fand ich Zeit, durch das nachmittägliche TV-Programm zu zappen. Ich genoss eine Show, „Hotel Hell", die auf einem Spartensender lief. Gemütliches, kurzweiliges Trash TV.
Ein Mann, „Gordon Ramsey", fährt durch die USA, macht heruntergekommene Hotels wieder fit, motiviert dabei gleich auch noch die Mitarbeiter mit. Wunder, oh Wunder! Danach ist das Hotel wieder ein lohnendes Unternehmen.
Offenbar laufen alle Folgen nachdem selbe Muster ab. – Was nichts Schlechtes sein muss. – Mal sehen, wann ich wieder dazu komme, nachmittags, durchs Fernsehprogramm zu zappen (… oder mir „Hotel Hell" anzusehen)?
„Kannst du Schachspielen?"
Diese Frage wurde mir am späten Abend gestellt. Ich wusste Mal wie man die Schachfiguren übers Feld bewegt. Das ist jedoch mindestens zwei Jahrzehnte her!
Ich weiß, dass ich bei vielleicht fünfzig bis hundert versuchen auf der untersten Stufe sogar 3-4 Siege eingefahren hatte.
Antwort: „Klares, Nein, ich kann nicht Schach spielen!"… aber interessant wäre es, mein Interesse ist geweckt! ?
Aktuell spüre ich eine treudoofe, fröhliche Haltung zu fast allen Bereichen des Lebens in mir. – Die mir gut- und noch besser, niemand anderem wehtut. – Gut so!
„Guten Morgen! – Wer immer ihr auch seid?!"
