Erst am Nachmittag hatte ich ausgeschlafen. Die wenigen Stunden Schlaf von Freitag- auf Samstagnacht steckten mir - somit nachweislich noch - in den Knochen.
Der Sonntag plätscherte unaufgeregt vor sich hin.
Ein bisschen Haushalt. Ein bisschen Lesen. Ein bisschen im Chat gemütlich tratschen.
Der sonntägliche Höhepunkt fand nachdem Familienessen statt.
Mein Bruder bat mich, mit ihm an den Rhein zu fahren. Er mochte sehen zu welcher Leistung der neue Baustrahler Tatsächlich fähig war. Ich sollte von diesem Versuch einige Bilder machen.
Würde der LED-Baustrahler, wie auf der Packung gezeigt, sämtliche Bäume - mit seiner Power - in Licht tauchen können? Oder war das auf der Schachtel, womöglich ein falsches Werbeversprechen, eine regelrechte Mogelpackung?
Kurz vor 20 Uhr brachen wir zum Rhein auf.
Ganz wohl war mir nicht. Muss man doch im Dunkeln um zum Rhein zu gelangen einige holperige Wege zurücklegen. Selbst mit Auto bin ich kein Fan davon.
Ich mag durchaus die Dunkelheit, aber dann möchte ich eigentlich nur dort sein, wo ich mich auch Verhältnismäßig gut auskenne.
Wir parkten das Auto in der Nähe des Damms.
Bruder packte den LED-Baustrahler aus, ich den Fotoapparat und schon waren wir auf dem Weg zum Dam. Wo wir uns mit Bäumen in ca. 50 -100 m Entfernung ein passendes Versuchsobjekt aussuchten.
Mein Bruder richtete den Baustrahler aus, während ich den Fotoapparat einstellte.
Nach einigen Sekunden erstrahlten – die zuvor noch im dunkeln liegenden Bäume - in einem hellen Tageslicht. Die Bilder auf der Baustrahlerpackung hatten also nicht zu viel Versprochen.
Ich hingegen, bekam zu spüren, dass ich, in den letzten Monaten, nur gelegentlich die Kamera in der Hand hatte. Es dauerte etwas, bis ich die Einstellung gefunden hatte, mit der ich zufrieden war.
Das waren jetzt absolut keine Spektakulären Bilder.
Bruder freute sich über die Leistung seines LED-Baustrahlers.
Eine liebe Freundin, der ich von diesem Experiment erzählte, nannte das: „Männerspielzeug", - Wahrscheinlich hatte sie damit nicht ganz unrecht?
Mir tat es gut, dass ich Endlich wieder meine Kamera - über eine halbe Stunde am Stück - in der Hand hatte.
Die gesamte Aktion dauerte rund eine Brüderliche Dreiviertelstunde.
Kennt ihr eigentlich die Melodie von „Jeopardy"?
Jedes Mal, wenn ich sie irgendwo höre, fühle ich mich in die Jahre 1994-1996 zurückversetzt. Nach Schultagen und Hausaufgaben mochte ich dieses Quiz besonders gerne.
Wahrscheinlich zu einem wegen der einprägsamen Melodie, zum anderen, weil man als Schüler dort schon prima mitraten konnte und ich relativ viel wusste?
Ich gönne mir jetzt als Betthupferl noch einen gemischten Schokoladen- Vanillepudding und hüpfe im Anschluss in mein Bett.
„Guten Morgen! – Wer immer ihr auch seid?!"

Wir können echt nur abwarten .;)