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"Hingeschaut"

John Baker Sander
8. März 2021(bearbeitet)
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Der Sonntag war eher eine ruhigere Angelegenheit. Genau wie ich es mag. Ausschlafen, Frühstücken.Ansonsten den Computer besetzen bis in den Mittag hinein.


Dabei hörte ich weiter, das ausführliche Interview mit „Marco Börries" an.
Mehr wie sein Unterhaltsamer Aufstieg in der Geschäftswelt faszinierte mich eine private Geschichte.
Seine Frau und er trennten sich. Scheidung.
Nur um wenige Jahre später wieder zusammenzufinden.
Mittlerweile hat das wieder vereinte, wie wieder verheiratete Ehepaar, auch mehrere Kinder zusammen – Das muss Liebe sein! – Ich mag Geschichten mit Happy End!


Erst am Mittag fand das Faulenzen zwischenzeitlich ein Ende.
Bei einem Familiären Spaziergang. Das wir wohl nun eine neue Familiäre Sonntagstradition? – Das wäre sicher nicht die schlechteste.

Am Abend fand ich mich erneut um den Elterlichen Küchentisch ein.
Um Pizza und Schokoladenpudding mit einzuverleiben.


Ich grübelte auf der Couch, während im TV eine Herz-Schmerz-Komödie vor sich her dudelte, über einer kurz zuvor gelesenen Aussage von „Voltaire". Auf die ich zufällig im Netz stieß:

„Ich mag verdammen was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst." – „Voltaire"

Eine wunderbare Aussage, die schon mehrere Hundert Jahre auf dem Buckel hat, kaum aktueller sein könnte, und für mich genau das widerspiegelt, was Demokratie sein sollte. Vielleicht sogar, wie das mit dem 100% Menschsein funktioniert?

Da ist meiner Meinung nach alles drin. Auch Eckpfeiler unserer heutigen Gesellschaft? – Ich sehe in der Aussage von „Voltaire", Höflichkeit, Achtung und Respekt. Die, so könnte man meinen, wenn man die Nachrichten sieht, liest und hört immer mehr in den Hintergrund gedrängt werden?

Ich weiß nicht, ob ich mich in den letzten Jahren überhaupt mit einer Aussage auch nur Ansatzweise so auseinandergesetzt habe?


Am fortgeschrittenen Abend hätte ich gerne noch mehr Beiträge in den Portalen kommentiert.
Zumindest, die Beiträge bei denen ich das Regelmäßig tue, war dazu aber nicht mehr in der Lage. – Wird demnächst nachgeholt!


Was mir aufgefallen ist, ich weiß unglaublich viel von meinen Eltern. … und doch (noch) zu wenig.
Derzeit purzeln fast täglich, sowohl aus Mama wie auch besonders aus Papa, neue Berufs-Sach-Familien-Krach- und Lachgeschichten heraus.
Die ich aufsauge wie ein Schwamm. Ich muss dringend Anfangen sie aufzunotieren.


Ich wünsche Euch Allen eine fröhliche Woche!



„Guten Morgen! – Wer immer ihr auch seid?!"



Kommentare (3)

Fizzy Lemon
08. März 2021, 08:18
„Ich mag verdammen was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst." – „Voltaire"


Damit setzte sich Voltaire für die Meinunungsfreiheit ein und war sicherlich ein Vorreiter. An der freien Meinungsäußerung sollte man auch nicht rütteln, man sollte aber auch nicht aus den Augen verlieren, welche Schattenseite es geben kann. Die Trollerei in den Sozialen Netzwerken wird oft mit genau dieser Meinungsfreiheit legitimiert. Man nimmt das quasi als Freifahrtschein für Pöbeln, Beleidigen und Diffamieren. Dass Voltaire in der zwischenmenschlichen Kommunikation aber auch Aufrichtigkeit, Respekt und ein bestimmtes Maß an Höflichkeit voraussetzte, wird wohl von der Schar der Kommentatoren übersehen. Oder auch bewusst ignoriert.

Ich persönlich habe in den letzten Jahren das Gefühl bekommen, dass man oft für eine sachliche und höflich vorgebrachte Kritik schnell böse Hiebe einstecken muss. Offensichtlich hat sich die Auffassung von Meinungsfreiheit - zumindest im Internet - dahin entwickelt, dass man Speichellecker hofiert und gerne sieht, Kritiker aber aufs Äußerste beleidigt. Das hat auch mit Debattenkultur nichts mehr zu tun. An der vielzitierten Verrohung der Gesellschaft ist da schon was dran und ich frage mich, was Voltaire wohl von der heutigen Zeit halten würde, würde er sehen, was aus seinen Idealen (zum Teil) wurde? Trotzdem ist die Meinungsfreiheit eines der wichtigsten Güter und Rechte der Menschheit!
Hasal
08. März 2021, 08:47
Da stimme ich Euch Beiden zu ,,Die Meinungsfreiheit eines der wichtigsten Güter und Rechte der Menschheit!''.
Lasse Dir noch mehr erzählen von Deinen Eltern, denn Sie haben bis her , schon einiges erlebt und in vielen Schritten auch schon vor raus. Gerade bei Spaziergängen lässt es sich mit einander super plaudern, man wird nicht abgelenkt.;)
Geniesse die gute Küche bei Deinen Eltern, solange es geht.:D
Jenny
09. März 2021, 18:41
Wow was die Zitrone wieder alles raushaut...wahnsinn :D.Ich hab auch immer gerne gelauscht wenn meine Eltern an Feiertagen von früher erzählten.
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