Wir saßen - bei einer dickflüssigen, leckeren Tomatensuppe, in der allerlei unterschiedlichste Nudelvarianten schwammen und bei appetitlichen Wiener Würstchen - im engsten Familienverband zusammen.
Ich war beseelt nach dem Familienessen.
So fröhlich unbeschwert, nach herrlich albernen Gesprächen am Tisch.
Am Abend fand ich Motivation, mich ausgiebig zu dehnen. – Ich hoffe, ich habe es nicht gleich wieder übertrieben?
Das Dehnen war zwar sehr Grobschlächtig. Da ich nicht der beweglichste Typ auf Erden bin, mich ewig nicht mehr dehnte, auch eine besonders zähe Angelegenheit. Erschwerend kam hinzu, dass ich, ohnehin von Gymnastischen Übungen noch nie der größte Fan war. Dennoch tat es verdammt gut, die alte Ratte Schweinehund überwunden zu haben.
Danach bewegte ich mich eine knappe Viertelstunde locker im Hof. Spürte, dass da durchaus noch Muskeln vorhanden sind, die darauf lauern, Endlich wieder ausreichend trainiert zu werden.
Ich hatte mehrere Artikel gelesen, anlässlich des Burkaverbotes für Frauen in der Schweiz. Das durch eine Volksabstimmung beschlossen wurde. 51% stimmten dafür, dass die Burka bzw. der Niqap (Gesichtsschleier) nicht mehr in der Öffentlichkeit getragen werden dürften.
Ich bin mir noch nicht sicher, ob das wirklich die Frauen stärkt, oder ob das nicht eher dazu führen wird, dass sich Muslime weniger gut in der Gesellschaft verankert fühlen könnten?
Nachdem Motto, wie es ein Artikel ausdrückte: „Ihr steht hier nur unter besonderer Beobachtung, ihr seid nur bedingt willkommen?"
In Deutschland, so ergaben meine Recherchen, gibt es dieses Verbot bisher nicht. – In Frankreich hingegen schon. Was dort laut verschiedensten Artikeln zu deutlich mehr Radikalisierung führte.
Ich bin froh, dass keine meiner weiblichen Freunde/Bekannten/Verwandten eine Burka tragen muss!
Noch das Eine, wenn sie denn gerne wollte, das tragen einer Burka ausdrücklich untersagt wird!
Allerdings, wie es wäre, wenn eine, meiner Freundinnen/Verwandten/Bekannten Burka tragen würde und diese dann ablegen müsste, obwohl sie das vielleicht nicht möchte, wie sie das wohl finden würde?
Würde ich mich für sie freuen, sie bedauern, das als neue Freiheit für sie empfinden?
Ich werde das Thema sicher wieder aufgreifen, muss mir aber dazu nochmals ausführlicher Gedanken machen, in meinem Hirn ist das so eine 50:50 Sache. Bei der ich doch noch arg unentschlossen in allen Punkten – die es dabei zu überdenken und berücksichtigen gilt - bin.
Dennoch hat das Thema heute, warum auch immer, mich nie ganz losgelassen.
Die Leipziger unterlagen den Liverpoolern in der Champions League (2:0). Sind damit aus dem Königswettbewerb ausgeschieden.
Werden aller Voraussicht nach aber - schon in der kommenden Saison - in die Champions League erneut einziehen.
Vater und ich sahen das Spiel ziemlich Regungslos. Hingen im Gegensatz zum Familienessen eher unseren eigenen Gedanken nach. Als gewohnt plappernd, das Spiel zu kommentieren.
Ich bin noch immer sehr Motiviert, fühle mich hellwach, werde umgehend, weil ich mich gerade sensationell fühle, Aufräumarbeiten, die für das Wochenende geplant waren, vorverlegen.
Ich fühle mich wirklich richtig, richtig gut! Im Inneren und Außen!
Was du heute kannst besorgen, … das verschiebe nicht auf morgen! (Ausnahmsweise) ?
Wenn ich heute Menschen interviewen würde, würde ich sie fragen:
„Wenn sie eine Freundin/Verwandte/Bekannte hätten, die vom Burkaverbot betroffen wäre, würden Sie sich für sie freuen?
„Guten Morgen! – Wer immer ihr auch seid?!"

Aber unter dem Strich finde ich es schon richtig, dass man in der Öffentlichkeit Gesicht zeigen soll. Sonst kommt irgendwann ein ähnliches Kuriosum auf, wie bei den "Pastafaris", die sogar in ihrem Personalausweis ein Nudelsieb als religiöse Kopfbedeckung tragen dürfen. Oder das alle Welt vermummt draussen rum rennt und dazu im Sommer noch eine Sonnenbrille trägt, damit man gar nichts mehr von dem Menschen erkennt.