Die Pyramide
Mit atemberaubender Geschwindigkeit jagten wir durch den Hyperraum, die Sterne um uns herum zu verschwommenen Lichtstreifen verzogen. Die Hydra summte leise, während sie ihren Kurs hielt, und die Crew war in routinierte Tätigkeiten vertieft, als Iris plötzlich mit hastigen Schritten auf Jane zueilte. Ihre Augen waren vor Anspannung leicht geweitet, doch ihre Stimme blieb kontrolliert, wenn auch mit einem deutlichen Hauch von Dringlichkeit. „Jane, ich habe einen kleinen Triebwerksfehler entdeckt. Es scheint nichts Großes zu sein, aber es muss von außen überprüft werden. Wir sollten auf einem Planeten landen, um es sicher zu untersuchen." Jane hob den Kopf und fixierte Iris mit scharfem Blick. Ohne zu zögern, gab sie ihre Anweisungen. „Gut, Sina dann schalten wir in den Unterlichtmodus und suchen nach einem passenden Planeten im nächsten Sonnensystem." Ihre Stimme war ruhig, fast gelassen, doch alle an Bord wussten, dass dies die Art von Gelassenheit war, die aus eiserner Disziplin und jahrelanger Erfahrung resultierte. Das Schiff verzögerte langsam, und die atemberaubende Reise durch den Hyperraum endete, als wir in den Raum des nächsten Sonnensystems eintauchten. Vor uns entfaltete sich ein beeindruckendes Panorama: fünf Planeten, die um eine leuchtende Sonne kreisten. „Josie, identifiziere die Planeten. Wir brauchen eine sichere Landezone", befahl Jane. „Der vierte Planet sieht vielversprechend aus", verkündete Josie trocken. „Atmosphäre und Temperatur ähnlich der Erde. Aber etwas ist seltsam: Die gesamte Oberfläche ist flach wie eine Tischplatte. Nur geringe Erhebungen, keine Berge, keine Hügel, nichts, was unsere Landung großartig behindern könnte." Jane runzelte die Stirn, „Hast du noch mehr Information?" „Einen Moment Jane." Eine Minute später kamen die nächsten Daten. Auf dem Planeten gab es etwas Unheimliches an seiner flachen Oberfläche. Flüsse, klein wie Rinnsale und Seen, die wie große Pfützen wirkten und eine niedrige, fast kriechende Vegetation bedeckte weite Flächen. Die Lebewesen, waren winzig, nicht größer als 60 Zentimeter lang und kaum 20 Zentimeter hoch. Wahrscheinlich handelte es sich um kleine Säugetiere und Insekten – doch keine Anzeichen einer fortgeschrittenen Zivilisation. Nichts, was auf eine Bedrohung hindeutete, aber auch nichts, was das Herz höher schlagen ließ. „Bringt die Hydra in eine stabile Umlaufbahn und sucht nach einem geeigneten Landeplatz", befahl sie ruhig. Die Hydra glitt in die Umlaufbahn des Planeten, und die Ortung suchten fieberhaft nach dem idealen Ort, um zu landen. Die Crew war angespannt, doch auch voller Vorfreude auf das Unbekannte, das sie erwartete. Es war die typische Mischung aus Nervosität und Abenteuerlust, die jede Mission in den Tiefen des Alls begleitete. Während die letzten Vorbereitungen getroffen wurden, zog Jane noch einmal die Daten heran und sprach schließlich, die Entscheidung war gefallen: „Wir landen." Der Befehl war klar und unmissverständlich, und niemand ahnte, dass es nur der erste Schritt in einem Abenteuer war, das weit mehr zu bieten hatte als eine einfache Triebwerksreparatur.
Die Hydra schwebte majestätisch über dem fremden Planeten, die Ortung lief und scannte die unberührte Oberfläche, während die Crew sich auf die bevorstehende Landung vorbereitete. Die Atmosphäre an Bord war angespannt, doch auch erfüllt von der typischen Vorfreude auf ein neues Abenteuer. Alles schien normal zu verlaufen, der Planet wirkte harmlos, fast schon einladend, mit seiner friedlichen Landschaft und den sanften Hügeln. Doch der Schein trog. Josie, meldete plötzlich eine Entdeckung. „Ortung einer Pyramide. 10 mal 10 Meter Grundfläche, 10 Meter hoch. Unbekanntes Material, keine messbare Energie." Jane, die Kommandantin, runzelte die Stirn und trat näher an die Konsole heran, um die Daten zu überprüfen. Ihre Augen verengten sich, während sie die ungewöhnlichen Informationen studierte. „Seltsam", murmelte sie, ihre Gedanken rasten .„Keine intelligenten Lebensformen, aber eine Pyramide? Was verbirgt sich hier?" Finja, die Archäologin der Crew, trat einen Schritt vor und sprach mit aufgeregter Stimme. Ihre Augen funkelten vor Neugierde und Entdeckungsdrang. „Lass uns in der Nähe landen, Jane. Ich möchte diese Pyramide untersuchen. Es könnte ein unglaubliches Artefakt sein." Jane zögerte einen Moment, wägend, ob sie das Risiko eingehen sollte. Die Daten zeigten keine Anzeichen von Gefahr, und ihre Erfahrung sagte ihr, dass sie diese Gelegenheit nutzen sollten. „Wir können einen Kilometer entfernt landen", entschied sie schließlich. „Es scheint keine unmittelbare Gefahr zu bestehen. Sina, setze die Hydra dort ab." Die Hydra begann ihren Abstieg, und die Spannung im Inneren des Schiffs stieg. Die Crew beobachtete gespannt den Panoramabildschirm, als das Schiff durch die dichte Atmosphäre glitt und sich dem unbekannten Terrain näherte. Die Landezone lag ruhig da, eine weite Ebene, von der aus die Pyramide in der Ferne zu sehen war, ein einsames, mysteriöses Bauwerk inmitten der Wildnis. Kaum hatte das Schiff den Boden berührt und die Triebwerke zum Schweigen gebracht, geschah das Unfassbare. Die zuvor ruhige Pyramide entfaltete plötzlich eine gewaltige Kraft. Ein blendend heller Strahl schoss aus ihr heraus und erfasste die Hydra wie eine unsichtbare Klaue. Der Strahl umhüllte das gesamte Schiff. Ein entsetzlicher Schmerz durchfuhr die Körper der Crewmitglieder. Schreie erfüllten die Luft, als der Strahl sich in ihre Körper bohrte, quälend, unerbittlich. Jeder an Bord sank zusammen, von unsichtbaren Händen in die Bewusstlosigkeit gezwungen. Jeder – bis auf Lunaria. Lunaria, die neben dem Kommandantensessel stand, spürte zwar die Welle des Schmerzes, doch anders als die anderen wurde sie davon nicht beeinflusst. Sie griff entschlossen nach dem Katastrophenschalter, um den Notfallmechanismus auszulösen. Doch nichts geschah. Die Systeme reagierten nicht, als wären sie in einem tiefen, unergründlichen Schlaf versunken. Während die restliche Besatzung der Hydra bewusstlos zu Boden sank, war Lunaria die einzige, die noch auf den Beinen war. Sie prüfte den Puls jedes Crewmitglieds. Lebenszeichen waren da, doch sie waren tief in einer unerklärlichen Bewusstlosigkeit gefangen. Lunaria wusste, dass sie schnell handeln musste. Der Panoramaschirm zeigte eine drastische Veränderung der Landschaft. Die zuvor sanften Hügel waren jetzt imposante Berge, die Flüsse zu reißenden Strömen angeschwollen. Kleine Büsche dehnten sich in gigantische Bäume aus, deren Kronen den Himmel verdunkelten. Es war, als hätte der Planet plötzlich beschlossen, seine wahre, bedrohliche Natur zu zeigen. Doch was es noch beunruhigender machte, war Bobs Schweigen. Die allgegenwärtige KI des Schiffs war verstummt, und die Hydra war in einem unerklärlichen Energieausfall gefangen. Lunaria handelte schnell und methodisch, wie es ihre Natur war. Sie verabreichte jedem Crewmitglied Aufputschmittel, in der Hoffnung, sie aus ihrer Bewusstlosigkeit zu holen. Ihre Gedanken rasten, als sie die Möglichkeiten abwägte. Der gesamte Hauptantrieb war tot, die fünfdimensionale Energieversorgung versagte völlig. Nur ein Notaggregat arbeitete noch, und es reichte gerade aus, um die minimalsten Systeme am Leben zu halten.
Die Besatzung der Hydra erwachte langsam aus einer unheimlichen Bewusstlosigkeit. Es fühlte sich an, als würden sie aus den Tiefen eines Albtraums auftauchen, und ein schaler Nachgeschmack der Angst hing in der Luft. Jane war die Erste, die ihre Augen öffnete, dicht gefolgt von Alita. Ihr Kopf dröhnte, als sie versuchte, die Situation zu erfassen. „Was zur Hölle ist passiert, Bob? Bericht!", verlangte Jane scharf und bemühte sich, den Kopf klar zu bekommen. Doch die Stille, die von Bob kam, war beängstigend. Sein Schweigen verriet mehr, als Worte es jemals könnten. In dieser gespannten Stille ertönte plötzlich Lunarias ruhige Stimme. „Alle Geräte, die mit fünfdimensionaler Energie betrieben werden, sind ausgefallen: das Triebwerk, der Schutzschirm... alles. Wir wurden von der Pyramide angegriffen. Das hat nicht nur die Systeme lahmgelegt, sondern auch eure Bewusstlosigkeit verursacht." Jane riss den Blick zum Panoramaschirm und starrte hinaus. Was sie sah, brachte sie aus dem Konzept. „Was ist mit dem Planeten passiert? Berge, riesige Bäume, Flüsse, überall!" Ihr Herzschlag beschleunigte sich. „Du täuschst dich, Jane", antwortete Lunaria mit einer unheimlichen Ruhe. „Der Planet ist unverändert geblieben. Aber wir... wir sind geschrumpft. Die Hydra ist nun nur noch 2,20 Meter lang, und wir sind winzig. Alles um uns herum erscheint riesig. Eine Biene von 2 cm Länge ist jetzt 2 Meter groß." Janes Herz klopfte. „Wir stecken wirklich tief in der Klemme", murmelte sie, während sie versuchte, die neue Realität zu begreifen. Die Crew versammelte sich um den Kartentisch. Die drückende Stille wurde nur von der kalten, harten Realität unterbrochen, die sie jetzt umgab. Iris brach das Schweigen. „Wir müssen in die Pyramide eindringen. Dort könnten Schaltungen sein, die den Prozess rückgängig machen." „Ich stimme zu", bekräftigte Lunaria, doch ihre Stimme war von einem Hauch von Besorgnis durchzogen. Die Entfernung zur Pyramide war jetzt jedoch ein gewaltiges Hindernis. Alita sprach das Offensichtliche aus: „Die Hydra steht einen Kilometer entfernt, für uns bedeutet das jetzt etwa 100 Kilometer zu Fuß." Ein leises Stöhnen ging durch die Gruppe. Josie, die stets für unkonventionelle Lösungen bekannt war, hatte einen Plan. „Ich habe am Fuß der Pyramide Schlitze gesehen, die wie Lüftungsschlitze aussehen. Aber die sind jetzt etwa 50 Meter hoch." Nora, unsere Hobby-Bergsteigerin, war sofort Feuer und Flamme. „Das schaffe ich mit meiner Ausrüstung", sagte sie entschlossen und funkelte mit einem Hauch von Abenteuerlust in den Augen. Jane nickte und bestimmte die Gruppe, die sich auf den gefährlichen Weg machen würde: Nora, Annabella, Iris, Alita, Lunaria und sie selbst. Doch bevor sie aufbrachen, warnte Alita vor die Gefahren. „Das Getier da draußen, das normalerweise 20 cm groß ist, ist jetzt 20 Meter hoch. Für die sind wir nichts anderes als winzige Beute, mit unserer durchschnittlichen Größe von 1,7 cm." ,,Das wird ein fröhlicher Spaziergang", erwiderte Jane mit einem sarkastischen Lächeln, das jedoch nicht ganz die wachsende Sorge in ihren Augen verbarg. „Wie lange brauchen wir für die 100 Kilometer?", fragte Jane, die immer noch versuchte, das Ausmaß der Katastrophe zu begreifen. „Sechs bis sieben Tage, schätze ich", antwortete Alita. Skorpi, der kleine Roboter-Skorpion wollte unbedingt mitkommen, doch Jane warnte ihn: „In unserer Größe bist du ein leichtes Ziel. Du weiß, dass du nur noch 1 Millimeter groß bist?" Er grinste schelmisch. „Ich halte mich an deiner Schulter fest." Die Vorbereitungen begannen in aller Eile. Nora schnappte sich ihre Bergsteigerausrüstung, Annabella sammelte ihre medizinischen Vorräte, Iris sorgte für die technischen Geräte, und Jane packte Nahrung für den beschwerlichen Marsch. Bevor sie die Hydra verließen, griffen sie zu altertümlichen Waffen – Messer, Revolver, Gewehre, sogar Bögen und Pfeile. Jane wählte ein massives Gewehr, das einem T-Rex den Garaus machen könnte. Alita und Lunaria bestückten sich mit Hochleistungsbögen und explosiven Pfeilen, bereit, jede Gefahr zu eliminieren. Eva blieb an Bord mit der restlichen Crew, mit klaren Anweisungen, die Hydra zu verteidigen, falls nötig. Die Gangway fuhr runter, und die sechs Frauen traten hinaus in den gigantischen, gefährlichen Dschungel. Das Licht des fremden Planeten tauchte die Umgebung in einen schaurigen Schein. Jeder Schritt könnte ihr letzter sein, jede Bewegung könnte eine riesige Kreatur anlocken. Doch sie wussten, dass es kein Zurück gab. Ihre einzige Hoffnung lag in der Pyramide – und der weiten, unbekannten Wildnis, die sie erst durchqueren mussten.
An jenem ersten Tag gelang uns etwas, das unter den gegebenen Umständen fast unmöglich schien – wir legten beeindruckende 23 Kilometer zurück. Der Weg war beschwerlich, jeder Schritt fühlte sich an wie eine kleine Expedition für unsere winzigen Körper. Als der späte Nachmittag heranbrach, spürten wir alle die Müdigkeit in unseren Knochen. Doch plötzlich spürte Alita, die schon immer ein Gespür für die Natur hatte, eine bedrohliche Veränderung in der Luft. „Schaut nach oben", warnte sie mit ernster Stimme. „Da kommt was auf uns zu. Wir sollten schnell Schutz suchen!" Jane, die sich nichts vormachen ließ, winkte ab. „Nur ein bisschen Regen, das wird uns nicht umbringen." Doch ihre Worte klangen unsicherer, als sie es zugeben wollte. Iris trat näher und wies mit einem Stirnrunzeln auf die dichten, dunklen Wolken am Himmel. „Jane, du unterschätzt die Größe der Tropfen. In unserer jetzigen Lage könnten sie uns ernsthaft gefährden." Jane starrte für einen Moment auf die bedrohlich wachsenden Wolken und murmelte dann, fast widerwillig, „Stimmt, das könnte wirklich ungemütlich werden." Unsere Augen suchten hektisch die Umgebung ab, während die bedrohlichen Wolken immer dunkler wurden. In der Welt, wo wir nur noch 1,7 bis 1,8 Zentimeter groß waren, wirkte jede Entfernung unüberwindbar. Was für uns wie ein Kilometer aussah, war in Wirklichkeit nur ein Meter entfernt, aber in unserer Lage bedeutete das eine endlose Strecke. Plötzlich entdeckten wir in der Ferne einen Steinhaufen, der wie ein rettender Anker in einem tobenden Sturm erschien. „Dort drüben!", rief Nora. Ohne zu zögern, rannten wir los, jeder Schritt begleitet von der Angst, dass der Regen uns jeden Moment einholen könnte. Der Himmel brach auf, als wir den Steinhaufen erreichten. Die ersten Tropfen fielen wie riesige Kugeln vom Himmel. In Panik quetschten wir uns zwischen die Steine, bis wir eine Art Höhle fanden, die uns Schutz bot. Kaum hatten wir uns hineingezwängt, prasselten die Regentropfen, jeder von ihnen so groß wie ein Ball, der mit ohrenbetäubendem Lärm auf die Steine trafen. „Das war verdammt knapp", keuchte Nora, die noch immer den Adrenalinstoß spürte. „Von solchen Geschossen getroffen zu werden, wäre nicht nur unangenehm, das könnte uns den Garaus machen." Innerhalb der Höhle herrschte eine gespenstische Stille, nur unterbrochen vom donnernden Lärm der Regentropfen draußen. Wir entzündeten ein kleines Feuer – winzig, kaum größer als ein Viertel einer Kerzenflamme. Doch es spendete uns nicht nur Wärme, sondern auch ein Gefühl von Sicherheit inmitten der gigantischen Welt, in der wir uns jetzt befanden. Nach einem kargen Mahl aus Lebensmittelkonzentraten, die so winzig waren, dass sie in unserer Situation fast unbedeutend erschienen, trat Jane mit entschlossener Miene vor die Gruppe. „Morgen jagen wir ein Vieh", verkündete sie mit einem Lächeln, das gleichzeitig kühn und abenteuerlustig war. „Abends gibt's Fleisch auf dem Teller." Die Anspannung brach für einen Moment, als ein Lachen durch die Gruppe ging. Es war kurz, aber es hob die Stimmung und erinnerte uns daran, dass wir immer noch ein Team waren, das zusammenhielt, egal wie groß die Welt um uns herum geworden war. Die Nacht brachte jedoch keine Ruhe. Draußen goss es in Strömen, und die Wände unserer kleinen Höhle vibrierten unter den schweren Tropfen. Jeder von uns hielt für eine Weile Wache, lauschte auf die Geräusche der Natur und hoffte, dass der Morgen etwas Licht in unsere düstere Lage bringen würde. Doch in dieser Nacht war das einzige Licht das flackernde Feuer, das uns warm hielt, während der Regen unermüdlich auf uns herabstürzte.
Am nächsten Morgen war der Regen verflogen, doch das, was er hinterlassen hatte, ließ uns sprachlos zurück. Vor uns erstreckte sich eine riesige Pfütze, die in unserer geschrumpften Größe wie ein gewaltiger See wirkte, mindestens 600 Meter breit. Die Wasseroberfläche schimmerte im Licht der aufgehenden Sonne, als hätte jemand flüssiges Silber über das Wasser gegossen. Jane sah sich die Szene an und zuckte mit den Schultern. „Dann heißt es wohl schwimmen. Glücklicherweise gibt's in Pfützen keine Haie." Ihre Worte waren ein Versuch, die Spannung zu brechen, aber jeder von uns wusste, dass dieser See alles andere als harmlos war. Mit gemischten Gefühlen machten wir uns bereit. Unsere Ausrüstung war wasserdicht verpackt, und wir wussten, dass es keine Alternative gab. Der Gedanke an das unbekannte Wasser ließ uns dennoch zögern. Schließlich stiegen wir, einer nach dem anderen, ins Wasser und begannen, die Pfütze zu überqueren. Das kalte Wasser umschloss uns, und das ruhige Plätschern unserer Bewegungen war das einzige Geräusch, das die Stille durchbrach. Der See war riesig und die Schwimmstrecke schien endlos, aber nach einer Weile hatten wir es tatsächlich geschafft. Durchnässt, aber erleichtert, zogen wir uns ans Ufer und setzten unseren Marsch fort. Der Boden war aufgeweicht und matschig, jeder Schritt war schwer, und der Gedanke an das Unbekannte, das uns noch erwartete, ließ keine Ruhe aufkommen. Plötzlich blieb Alita stehen und hob eine Hand. „Versteckt euch!", zischte sie. Ohne zu zögern, warfen wir uns in den nächsten Unterschlupf, gerade rechtzeitig, um einen monströsen Regenwurm zu sehen, der sich durch das Gelände wälzte. Das Biest war gewaltig, mit einem Durchmesser von einem Meter und einer Länge von 13 Metern. Für uns war es, als würde ein Zug direkt vor unseren Augen vorbeiziehen. Die Erde bebte unter seinem Gewicht, doch er beachtete uns nicht. Wie eine unaufhaltsame Naturgewalt schob er sich durch den Boden und verschwand schließlich in der Ferne. Wir atmeten erleichtert auf und setzten unseren Weg fort. Am nächsten Tag, nach Stunden des anstrengenden Marschierens, fiel Alita plötzlich in die Knie und hob erneut die Hand zum Schweigen. Ihr Gesicht war ernst, ihre Augen suchten die Umgebung ab. „Was ist los?", flüsterte Jane, die bemerkte, wie die Spannung in der Luft zunahm. Alita lauschte, jede Faser ihres Körpers angespannt. „Diese Ruhe gefällt mir nicht. Etwas stimmt hier nicht", flüsterte sie besorgt zurück. In der Ferne hörten wir plötzlich ein Knacken im Gebüsch. Es war ein leises, aber unheimliches Geräusch, das unseren Herzschlag beschleunigte. Dann sahen wir es – eine Schlange, die durch das Gebüsch brach, ihr Körper schlängelte sich wie ein flüssiges Band. Sie war riesig: Sie war 60 Meter lang und hatte einen Durchmesser von 4 Metern. Ihr Blick war starr auf uns gerichtet, und wir wussten, dass sie unsere Spur aufgenommen hatte. „Schießt nicht!", warnte Alita plötzlich, ihre Stimme war fest, aber ruhig. Bevor wir realisieren konnten, was sie vorhatte, ging sie auf die Schlange zu, ihre Schwerter in den Händen, die Augen entschlossen. Dann, mit einer Geschwindigkeit, die wir kaum erfassen konnten, sprang sie direkt in das aufgerissene Maul des Biest. „Alita!", schrie Jane, doch es war zu spät. Die Schlange schloss ihr Maul, und der Moment erstarrte in schockiertem Schweigen. Wir waren wie gelähmt, unfähig zu begreifen, was gerade geschehen war. Doch dann, als wir schon das Schlimmste befürchteten, begann die Schlange plötzlich zu zucken. Doch plötzliche bewegte sich die Schlange nicht mehr. Die Stille hielt an, bis Alita, blutverschmiert und vom Schleim der Schlange bedeckt, aus dem Maul des toten Ungetüms herauskroch. Ihre Schwerter in den Händen waren tief in den Gaumen der Schlange getrieben worden, direkt ins Gehirn. Sie hustete und spuckte aus. „Der Mundgeruch dieses Viechs, fast zum Würgen", sagte sie mit einem halbwegs ironischen Grinsen. Jane stand da, ihre Erleichterung war spürbar, aber ihre Augen funkelten vor Unglauben. „Alita, bist du wahnsinnig? Du hättest sterben können!" Alita wischte sich den Schleim von der Stirn und zuckte mit den Schultern. „Aber ich lebe, oder?" Unser nächstes Ziel war in Sichtweite – die gewaltige Pyramide, die sich wie ein dunkler Monolith in den Himmel erhob, einen Kilometer hoch. Doch bevor wir uns weiterbewegen konnten, brach ein neues Unheil über uns herein. Eine gigantische Spinne, so groß wie ein Haus, mit einem Durchmesser von 8 Metern und 25 Meter langen Beinen, tauchte plötzlich auf und rannte auf uns zu. Diesmal war es Lunaria, die entschlossen auf das Monster zuschritt. Mit beiden Schwertern in den Händen sprang sie auf die Spinne zu, ein Wirbel aus Stahl und Geschwindigkeit. Es dauerte nur wenige Sekunden, bis sie die Spinne mit tödlicher Präzision zur Strecke gebracht hatte. Die Klingen durchbohrten das Fleisch des Biests, und es brach zusammen. Die anderen sahen zum ersten Mal, welche unbändige Kraft in Lunaria steckte. Wir dachten, die Angriffe sei vorbei, doch plötzlich hörten wir ein gefährliches Summen. 16 riesige Wespen, jede 2 Meter lang, stürmten auf uns zu. Jane reagierte blitzschnell, feuerte eine Serie von explosiven Geschossen ab, die die Luft erfüllten. Die Wespen explodierten in einem Schwall von Schleim und Körperteilen, der wie ein widerlicher Regen auf uns herabfiel. „Ihh, Wespen-Teile-Regen", schrien einige von uns, während wir versuchten, den Schleim abzuschütteln. Doch trotz des Ekels brach ein Lachen aus, als die Anspannung endlich nachließ. Jane, Alita und Lunaria tauschten triumphierende Blicke aus. Wir wussten, dass wir keine Zeit verlieren durften. Am Sockel angekommen, standen wir vor dem letzten Abschnitt unserer gefährlichen Reise, bereit, das Geheimnis der Pyramide zu lüften und vielleicht einen Weg zurück in unsere normale Größe zu finden.
„Wo ist eigentlich Skorpi?", fragte Alita mit einem besorgten Blick in die Runde. Ihre Stimme war zwar ruhig, aber der Hauch von Sorge darin war nicht zu überhören. Jane, die bisher damit beschäftigt gewesen war, die Umgebung nach möglichen Gefahren abzusuchen, hielt inne und griff nach ihrer Schulter, wo der winzige Skorpi normalerweise saß. Doch da war nichts. Ihr Herz schlug schneller, als sie merkte, dass der kleine Begleiter verschwunden war. „Wo bist du, Kleiner?", rief Jane, während sie hektisch in alle Richtungen schaute. Ihre Augen suchten den Boden ab, aber in dieser gigantischen Welt war es, als würde man nach einer Nadel im Heuhaufen suchen. Ein Unbehagen breitete sich in ihrer Brust aus. „Vielleicht ist er von einem Viech eingeatmet worden", sagte Alita halb im Scherz, aber ihre Augen funkelten dabei. „Bei seiner Größe von 1 Millimeter kein Wunder. Kleiner als eine Bazille." Jane funkelte sie an, ihre Stirn war vor Sorge gerunzelt. „Das ist nicht witzig, Alita. Ich vermisse ihn." Alita zuckte mit den Schultern, ihre Stimme nahm einen beruhigenden Ton an. „Mach dir keine Sorgen, Jane. Skorpi ist zäh. Er wird auftauchen, bevor wir es merken." Doch Janes Unruhe ließ sich nicht so leicht abstellen. Der Gedanke, dass Skorpi allein in dieser übergroßen Welt umherirrte, ließ sie nicht los. Was, wenn er wirklich von einem der riesigen Kreaturen gefressen worden war? Oder schlimmer noch, was, wenn er sich verirrt hatte und niemals zurückfinden würde? Plötzlich hörte die Gruppe ein rasches Rascheln im Unterholz, das immer lauter wurde. Bevor jemand reagieren konnte, schoss ein winziger Punkt auf sie zu – Skorpi, der in einem Tempo auf sie zurannte, als würde ihm der Tod persönlich auf den Fersen sein. Sein kleiner Körper war ein verschwommener Fleck, als er auf Jane zustürmte und schließlich mit einem waghalsigen Sprung auf ihre Schulter sprang. Und er zitterte leicht. ,,Was ist passiert?", fragte Jane, ihre Stimme war eine Mischung aus Erleichterung und Besorgnis. Sie konnte spüren, wie ihr kleiner Freund noch immer zitterte, und streichelte ihn beruhigend. ,,Ein Rudel Sandflöhe hat mich verfolgt", sagte Skorpi. Seine winzige Stimme klang klar. ,,Sie dachten wohl, ich wäre ein saftiger Braten. Diese Mistviecher waren mindestens 20-mal so groß wie ich!" Jane unterdrückte ein Lächeln und tätschelte ihn sanft. ,,Du bist jetzt bei uns, und wir passen auf dich auf", sagte sie beruhigend. Ihr Herzschlag beruhigte sich langsam wieder, aber die Anspannung war noch nicht ganz verschwunden. Für die restliche Crew wären diese Sandflöhe zwar nur 2 Zentimeter groß, aber für Skorpi war es eine lebensbedrohliche Begegnung gewesen. Als die Gruppe sich wieder gesammelt hatte, richtete Jane ihre Aufmerksamkeit auf die massive Pyramide vor ihnen. Ihr Blick wanderte nach oben, wo die Lüftungsschlitze in schwindelerregender Höhe von 50 Metern über dem Boden lagen. ,,Nora, denkst du, du kannst das schaffen?", fragte Jane und deutete auf die Schlitze. Nora musterte die Wand der Pyramide, ihre Augen verengten sich prüfend. Doch bevor sie antworten konnte, trat Skorpi mutig vor. ,,Ich kann das übernehmen", bot er an. "Für mich ist das kein Problem. Ich bin klein genug, um mich durch die Lüftungsschlitze zu zwängen." ,,Eine gute Idee", stimmte Lunaria zu, ihre Augen glitzerten anerkennend. ,,Das wird dir leichter fallen als uns." Jane nickte. ,,Dann los, Kleiner. Wir zählen auf dich." Skorpi nickte entschlossen und machte sich sofort an die Arbeit. Mit einer Geschwindigkeit, die seine kleine Größe vergessen ließ, huschte er die steile Wand der Pyramide hinauf. In kürzester Zeit hatte er den Lüftungsschlitz erreicht und drang in das Innere der Pyramide ein. Drinnen wirkte alles gigantisch. Die Wände, die Gänge – alles schien in einer schwindelerregenden Dimension zu existieren. Aber Skorpi ließ sich nicht entmutigen. Er wusste, dass die Crew draußen auf ihn zählte. Er durchquerte die weiten Gänge, bis er schließlich eine Tür entdeckte, die nach draußen führte. Sie war riesig, mindestens 250 Meter hoch, und von einem massiven Schalter flankiert, der allein 4 mal 4 Meter groß war. Ein unmögliches Unterfangen für jemanden, der nur 1 Millimeter groß war. Skorpi stand einen Moment still, während seine Augen den Schalter musterten. Wie sollte er das bewältigen? Doch dann kam ihm eine Idee. Anstatt den Schalter direkt zu betätigen, zwängte er sich in die Mechanik des Schalters. Es war ein gefährliches Unterfangen, doch er wusste, dass es keine andere Möglichkeit gab. Mit seinem Körper löste er einen Kurzschluss in der Schaltplatine aus, Funken sprühten um ihn herum. Doch dann begann die gigantische Tür langsam zu knirschen und öffnete sich. Das Echo des sich öffnenden Portals hallte durch die Pyramide, und Skorpi wusste, dass er es geschafft hatte. Dank seiner genialen Lösung stand der Weg nun offen – der letzte Schritt auf ihrer gefährlichen Reise konnte beginnen.
Jane blickte nervös auf die massive Pyramidentür, die sich vor ihr befand. Die Minuten zogen sich in die Länge, und jede verstrichene Sekunde verstärkte das nagende Gefühl der Sorge in ihr. „Er ist jetzt schon über eine Stunde weg. Glaubt ihr, ihm ist etwas passiert?" Ihre Stimme verriet die Anspannung, die sie trotz ihrer sonst so kühlen Fassade nicht verbergen konnte. Alita, die neben ihr stand, zuckte mit den Schultern und erwiderte mit einem leicht sarkastischen Unterton: „Der trödelt sicher nur herum, das ist typisch für ihn. Wahrscheinlich hat er eine interessante Schraube entdeckt und versucht sie zu studieren."Lunaria, die das Gespräch mit einem Grinsen verfolgt hatte, fügte augenzwinkernd hinzu: „Vielleicht sollte ich ihm mit meinem Messer ein bisschen kitzeln, damit er schneller wird, wenn er einen Befehl erhält." Die anderen lachten kurz, doch die Sorge in Janes Augen wich nicht. In diesem Moment ertönte ein tiefes, dröhnendes Geräusch, als die gigantische Tür vor ihnen langsam aufglitt. Die Mädels wichen instinktiv ein paar Schritte zurück, ihre Blicke auf die sich öffnende Dunkelheit gerichtet. Aus dem Schatten trat eine winzige Gestalt hervor – Skorpi, der auf sie zukam. „Na, wie habe ich das gemacht?", fragte er mit einem triumphierenden Grinsen, das ihm trotz seiner geringen Größe eine gewisse Ausstrahlung verlieh. Alita lachte „Der Kleine hat tatsächlich was drauf. Gut gemacht, Skorpi!" Skorpi grinste breit, doch seine Augen funkelten vor Ernsthaftigkeit, als er berichtete: „Ich habe Aufnahmen der gesamten Anlage gemacht. Alles, was ich sehen konnte, ist dokumentiert." „Ausgezeichnet", sagte Jane, ihre Besorgnis schwand und machte Platz für Erleichterung. „Lass uns die Aufnahmen ansehen." Die Gruppe versammelte sich um Iris, die den Laptop aus ihrer Tasche holte und die Daten von Skorpi herunterlud. Auf dem Bildschirm erschien ein detailliertes Modell der inneren Mechanismen der Pyramide, Schaltkreise und massive, bedrohlich wirkende Maschinen. Während Iris und Lunaria die Schalter und Mechaniken analysierten, warteten die anderen in angespanntem Schweigen ab. Jede Sekunde zog sich wie Kaugummi. Nach einer gefühlten Ewigkeit – tatsächlich war es nur eine Stunde – hob Lunaria den Blick vom Bildschirm. „Wir haben den Schalter gefunden, der uns zurückverwandeln kann. Zu 80 % sind wir sicher, dass es funktioniert." Jane runzelte die Stirn, ihre Augen verengten sich nachdenklich. „80 % ist nicht gerade eine Garantie... aber wir haben keine andere Wahl, oder?" Lunaria nickte langsam. „Deine Entscheidung, Jane." Jane atmete tief durch und entschied schließlich. „Ja, wir machen das. Wir können hier nicht ewig winzig bleiben." Skorpi, der sich bereits auf das nächste Abenteuer freute, trat vor und bot sich an: „Das übernehme ich, ich kenne mich jetzt bestens mit diesen Schaltern aus." „Dann los, Kleiner", befahl Jane mit einem entschlossenen Nicken. Skorpi verschwand ohne Zögern in der Konsole, in der die Mechanik des gigantischen Schalters verborgen lag. Kaum war er verschwunden, als plötzlich ein lautes Summen durch die Pyramide hallte. Ein grelles Licht blendete die Mädels, und ehe sie reagieren konnten, schrien sie auf und verloren das Bewusstsein – alle außer Lunaria. Ihr Körper begann zu schimmern, die Realität um sie herum verzerrte sich, und für einen kurzen Moment war alles in ein leuchtendes, chaotisches Licht getaucht. Dann legte sich die Helligkeit, und Lunaria blinzelte verwirrt. Sie sah sich um und stellte fest, dass sie wieder in ihrer normalen Größe war. Die Umgebung hatte sich verändert, alles war wieder in den gewohnten Proportionen. In der Ferne erkannte sie die vertraute Silhouette der Hydra, die wie eine tröstende Präsenz am Horizont stand. Lunaria griff zum Kommunikator und kontaktierte Bob, die KI. Als seine vertraute Stimme erklang, fühlte sie eine Welle der Erleichterung. „Was ist passiert?", fragte er. „Wir hatten einen kleinen... Vorfall", erklärte Lunaria kurz und knapp, während sie sich um die bewusstlosen Mädels kümmerte. Sie zog ein kleines Medikit hervor und begann, jedem von ihnen eine Injektion zu verabreichen, um die Bewusstlosigkeit zu beenden. Einer nach dem anderen erwachte , Jane als Erste. Sie setzte sich benommen auf und blinzelte in die wieder normalgroße Welt. „Hat es funktioniert?", fragte sie mit brüchiger Stimme, die vor Erschöpfung kaum mehr als ein Flüstern war. Lunaria nickte und lächelte beruhigend. „Ja, Jane, wir sind wieder normal." Zurück an Bord der Hydra verspürte die Mädels nur noch einen einzigen Wunsch: Eine heiße Dusche. Der Schmutz und das Blut der vergangenen Tage hafteten an ihnen. Jane blickte um sich und sah den Ausdruck der Erleichterung in den Gesichtern ihrer Crew. „Sina, setz Kurs auf die Umlaufbahn des Planeten", befahl sie schließlich, ihre Stimme war wieder fest und entschlossen. „Wir haben uns eine Pause verdient."
Wir verbrachten vier Tage in der Umlaufbahn des Planeten. Die Pyramide, die wie ein dunkles Geheimnis inmitten der Wildnis thronte, hatte Iris, Finja und Lunaria in ihren Bann gezogen. Sie waren von einer unstillbaren Neugier getrieben, die unheimliche Struktur näher zu erforschen. Es war, als hätte die Pyramide eine unsichtbare Hand nach ihnen ausgestreckt und sie mit Versprechen von verborgenen Erkenntnissen und uraltem Wissen gelockt. Sie erhielten die Erlaubnis von Jane die Pyramide zu erforschen. Die Technologie, die sie fanden, war mehr als 5500 Jahre alt und dennoch in vielerlei Hinsicht der unsrigen überlegen. Iris, mit ihren technischen Fähigkeiten, erkannte schnell die Genialität der Konstruktionen, die wie ein komplexes Uhrwerk ineinandergriffen. Finja, die immer auf der Suche nach dem tieferen Sinn war, untersuchte die Hieroglyphen und Symbole, die in die Wände gemeißelt waren, während Lunaria mit scharfem Blick nach möglichen Bedrohungen Ausschau hielt. Doch trotz aller Entdeckungen blieb das größte Rätsel ungelöst: War die Pyramide ein gescheitertes Experiment, das Wissen bewahren sollte, oder war sie eine perfide Falle, die ihre Entdecker in den Tod führen sollte? Als sie wieder an Bord waren, kam die entscheidende Frage: Sollte die Pyramide vernichtet werden? Diese Frage nagte an uns allen, und es war Jane, die schließlich die Entscheidung traf. „Wir können nicht riskieren, dass jemand anderes in diese Falle tappt", sagte sie in einem Moment der ernsten Klarheit. Die Gefahr, die diese Pyramide darstellte, konnte nicht ignoriert werden. Und so, mit einem schweren Herzens, fassten wir den Entschluss, das unheimliche Bauwerk zu zerstören. Eva schoss ein Torpedo ab und die Pyramide verging in einen riesigen Feuerball. Mit einem letzten Blick auf den Planeten, der nun ein Geheimnis weniger besaß, machten wir uns bereit, diesen Teil des Universums hinter uns zu lassen. Jane erteilte den Befehl, die Hydra aus der Umlaufbahn zu bringen. Als das Schiff sich langsam entfernte, spürten wir, wie das Kapitel hinter uns zu einem Abschluss kam. „Wohin als Nächstes?", fragte Alita mit einem schwachen Lächeln, das neue Abenteuer in ihren Augen bereits funkelnd. Jane sah sich in der Runde um, und nickte schließlich. „Irgendwo da draußen wartet das nächste Rätsel auf uns. Und wir werden bereit sein." Mit dieser Aussicht und dem Wissen, dass wir wieder einmal das Universum ein Stück sicherer gemacht hatten, verließen wir das Sonnensystem, bereit für die nächsten Herausforderungen, die auf uns warteten.
Fortsetzung folgt
