Erfreulich anders wirkte dieser gestrige Märzfreitag!
So Normal! - Obwohl hunderte von Maskenträger, zeitgleich in der Wormser Innenstadt unterwegs waren, war das Virus, nicht im wahren Leben, aber in meinen Gedanken total fort.
Nicht einmal dachte ich: „Corona!"
Abstandsregeln, desinfizieren und Co. sind mir längst in Fleisch und Blut übergegangen, das ich das inzwischen wie Ferngesteuert erledige.
Zuvor ließ ich gefühlt 10kg feinstes Haar bei der Friseuse meines Vertrauens. Erleichterung pur, dass ich, die - von Ende November bis gestern - unfreiwillig angesammelte Haar-Last – losgeworden bin.
Zumindest den öffentlichen Verkehrsmitteln tut „Corona" gut.
Ich weiß nicht, wann ich zuletzt einen solch sauberen Bus betrat, dessen inneres, Gemütlichkeit und Wärme ausstrahlte?
In der Wormser Innenstadt herrschte atmosphärischer Freitagstrubel.
Vor fast allen Geschäften beobachtete ich Security, die, die Einkäufer ein – oder zurechtwiesen, dabei darauf achteten, dass alles seinen geordneten Lauf nahm. – Gestern fühlte sich diese Abnormalität nicht befremdlich an. Sondern fügte sich ins Gesamtbiid wohlwollend ein.
Man spürte, dass das Shoppingerlebnis vermisst wurde.
Ich war ebenso verzaubert, Endlich wieder in meiner Lieblingsbuchhandlung, ohne Zeitdruck, die Regale abzuklappern.
Wo ich - nach dem beendeten „Der Heimweg" - nach neuem Lesestoff, freudestrahlend hinter des Mund-Nasenschutz, Ausschau hielt.
Der mir für unverhofft schmales Geld - keine fünf Euro - in Form von „Drei auf Reisen" von „David Nicholls" - bei den Schnäppchen im Außenbereich der Buchhandlung - in die Hände fiel.
Die Kritiken sind gut, was meine Vorfreude auf das Buch nur verdoppelt.
Ich erinnerte mich daran, wie gerne ich vor einigen Jahren, den Bestsellerroman: „Zwei an einem Tag" von ihm las.
Natürlich wollte ich die – von mir selbernannte - Wormser, „La Rue de la sud" ablaufen. Einige Seelenstreichelnde Sonnenstrahlen im Park einfangen.
Das musste ich allerdings verschieben, bat mein Bruder, doch darum, dass wir uns treffen sollten, um gemeinsam in brüderlicher Harmonie Eisbecher zu vertilgen und dabei ausführlich zu schwatzen. – Was wir - auf den Sitzgelegenheiten vor der Volksbank – in unmittelbarer Nähe, des Wormser Domes, dann auch taten.
Wenn mir etwas überhaupt nicht gefiel, dann das ich gestern keine Geduld aufbringen konnte, als mein Bruder Regal für Regal im „Media-Markt" begutachtete. Was gefühlt Stunden dauerte. – Was ich ihn durch Wortkargheit und tiefe Seufzer (leider) spüren ließ.
Ich hatte auch wieder meinen Spaß bei der Unterhaltungsshow „Let´s Dance". Wenn ich auch nach wie vor finde, dass da Gags- und Anspielungen drin sind, die man sich bei einer Familienshow getrost sparen kann.
Wenigstens verzichtete man in dieser Woche auf die unsäglichen Bananengags.
Die Leistungen „der Stars" ließen sich kurzweilig wegschauen.
Das war einer jener locker leichten Tage, die herrlich verlebt werden konnten, ohne jegliche Aufregung, Anspannung und gerade deshalb doppelt wertvoll sind und bleiben!
„Guten Tag! – „Wer immer ihr auch seid?!"

Das Du wieder was zum lesen gefunden hast , freut mich