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1939 - Teil 30

Jenny
22. März 2021(bearbeitet)
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Noch nicht bewertet

Die Fahrt Richtung französische Grenze verlief ruhig,alle schnauften ein wenig durch,Dennis war es sogar gelungen für ein paar Augenblicke die Augen zu schliessen,wahrscheinlich hätte es niemand bemerkt,wären da nicht ab und an ein paar Schnarchgeräusche zu vernehmen gewesen.Der Rest konnte sich ein lächeln nicht verkneifen.Als sie nicht mehr weit von der Grenze entfernt waren lenkte Lemon den Wagen in ein kleines Waldstück was vor ihnen lag,er hielt das Fahrzeug an und stieg aus.John,Dennis,der mittlerweile wieder hellwach war,sowie Jenny und Jessi blickten sich verwundert an.Was hatte er nun schon wieder vor,die Antwort bekamen sie sogleich geliefert.Lemon kramte aus dem Kofferraum einige deutsche Uniformen heraus die er den Männern reichte.Für die Mädels hatte er ein paar leichte Fummel die sie ebenfalls anziehen sollten.Jenny und Jessi verschwanden kurz hinter ein Gebüsch und zogen sich dort um,als sie wieder hervor traten mussten die Jungs unwillkürlich grinsen und John konnte sich sogar einen kurzen Pfiff nicht verkneifen. Ich hoffe Du hast eine gute Erklärung für diesen Fummel,sagte Jenny lächelnd zu Lemon.In der Tat hatte er die,hatte doch alles was er bisher tat Hand und Fuß gehabt.Wir werden deutsche Soldaten spielen,die zurück von einem kleinen Tripp nach Belgien kommen mit ein paar leichten Mädchen im Gepäck,erklärte er den anderen sein Vorhaben.

Alle waren begeistert von der Idee,das dürfte wohl ohne Probleme über die Bühne gehen.Dennis übernahm das Reden,wenn sie die Grenzposten erreicht haben,als Deutscher fiel er am wenigsten auf.Lemon startete den Wagen und fuhr gemächlich Richtung Grenze.Jetzt so kurz vor dem Ziel merkte man ihnen die Anspannung doch an,nur bloss keinen Fehler machten schärfte Lemon ihnen allen noch mal ein.Als sich der Wagen dem Grenzbaum näherte traten zwei Posten schon aus dem Häuschen heraus.Haaalt rief der eine von ihnen und Dennis,der inzwischen den Wagen fuhr stoppte ihn.Hallo Kamerad,sagte Dennis grinsend,wie ist die Lage ? Alles ruhig soweit antwortete dieser.Der andere Posten blickte in den Wagen,John hielt Jenny im Arm,die so tat als schliefe sie und Lemon knutschte mit Jessi auf dem Rücksitz.Ihr habt wohl mächtig gefeiert grinste der Posten und euch gleich noch zwei Flittchen aufgerissen.Dennis lachte laut "Ja,so ist es Kamerad,die Weiber sind rattenscharf,die nehmen wir mit nach Frankreich".Na,dann will ich euch nicht länger aufhalten,steckt ihn für uns mit rein grinste er schmierig,dann rief er "Hans lass sie durch,die haben was zu erledigen und kehrte in das Wachhäuschen zurück.Als der Schlagbaum oben war,trat Dennis kräftig aufs Gaspedal die Erleichterung war deutlich zu spüren.Ohne jegliche Störung erreichten sie gegen Abend Paris,wo Lemon die Gruppe in einem kleinen Hotel unterbrachte,dessen Besitzer,wie konnte es auch anders sein,er natürlich gut kannte.

Am späten Abend beschloss die Gruppe noch mal ein Jazzlokal aufzusuchen um sich zu entspannen nach all den Strapazen.Man lausche der Musik,trank leckeren Wein und das Essen war hervorragend,so das die Zeit wie im Fluge verging."So Leute sagte John "Es wird Zeit,unser Schiff zurück nach Amerika geht um 3 Uhr in der Früh,ein wenig Schlaf sollten wir uns noch gönnen "

Jenny und Dennis hatten beschlossen mit John und Jessi an Bord zu gehen,hier in Frankreich fühlten sie sich nicht mehr sicher,wer weiß wann die Deutschen das Land besetzen werden.Nach einem kurzen traumlosen Schlaf klopfte John am Morgen an ihre Türe, noch verschlafen öffnete Dennis mit zerzausten Haaren und teilte John mit,das sie gleich runter kämen.Sie packten schnell ihre Koffer und liefen runter zur Strasse die menschenleer war,nur eine Katze war aus der Ferne zu hören und das Motorengeräusch von Lemons Wagen.Die Koffer wurden verstaut und dann ging es so schnell es ging zum Hafen,wo das Schiff bereits auf die Passagiere wartete.John,Jenny und Dennis verabschiedeten sich herzlich von Lemon und dankten ihm für alles.Jessi blieb neben ihm stehen und blickte die drei ernst an."Ich komme nicht mit", sagte sie."Ich habe hier noch einiges zu erledigen,grüß mir die Eltern John " Sie drückte alle noch mal ganz feste und stieg zu Lemon in den Wagen,der keine Abschiede mochte und rasch davon fuhr.Mit Tränen in den Augen blickten die drei dem Wagen noch eine Weile nach,bis John mahnte an Bord zu gehn,das Schiff würde nicht ewig auf sie warten.

Als das Schiff den Hafen verlassen hatte stand John noch lange auf dem Deck und ging seinen Gedanken nach,wie solle er bloss den Eltern von Selina erklären das sie nie mehr heim kommt und das Jessi in Frankreich geblieben ist.War er nicht für sie verantwortlich,hatte er nicht versprochen sie wieder heil nach Hause zu bringen ? Fragen die ihn die ganze Überfahrt quälen würden.

Nach einer guten Woche erreichte der Dampfer sein Ziel...New York...Jenny und Dennis standen schon eine ganze Weile an Deck und blickten auf die Freiheitsstatue,davon hatten sie immer geträumt,endlich war ihr Wunsch in Erfüllung gegangen.John brachte die beiden bei guten Freunden unter und machte sich dann mit hängendem Kopf auf den Weg zu Jessis und Selinas Eltern,viele Tränen flossen an diesem Tag,Tränen die niemals trocknen sollten.

Jenny und Dennis kehrten erst nach dem Krieg nach Deutschland zurück,Dennis bereits 1945 er hatte Sehnsucht nach seinen Eltern und blieb dort bis an sein Lebensende,die Erinnerung an die Zeit in Amerika behielt er Zeit seines Lebens.

Jenny kehrte 1950 zurück,fand ihre Eltern wohlbehalten wieder,doch die Sehnsuch nach Amerika trieb sie wieder zurück,sie heiratete bekam zwei Kinder und war zeitlebens dem Jazz verbunden. Alle zwei Jahre besuchte sie in Deutschland ihre Eltern und auch Dennis,der inzwischen auch verheiratet war und stolzer Vater.

John kehrte nie wieder zurück nach Deutschland,er wurde ein berühmter Fotograf dessen Bilder so manchen Preis gewannen,er machte sich sein Leben lang Vorwürfe,das er nicht genug auf die Mädels aufgepasst hatte.

Lemon kämpfte erbittert gegen die Deutschen und seine Spur verlor sich nach dem Krieg,hier und da berichteten einige Leute ihn gesehen zu haben,aber wo er geblieben ist weiß bis heute niemand,er ging so,wie er gekommen war.

Die Eltern von Jessi warteten nach dem Krieg auf ihre Rückkehr,sie warteten bis an ihr Lebensende vergebens auf sie.


ENDE




Kommentare (7)

John Baker Sander
23. März 2021, 05:35
Hallo, Liebe Jenny!

Hier ist dir ein mehr wie würdiges Finale gelungen, um es vorwegzunehmen!

Ein Letzter kleiner Geniestreich, der Freunde, um nach Paris vorzudringen. - Bevor es ans Abschied nehmen geht.
Gut, das die Charaktere sich auch in der Finalen-Folge treu bleiben.
Ein Lemon, der plötzlich den anderen wild um den Hals fällt, hätte wahrlich nicht gepasst. - Mit dem Worten: " Er ging so, wie er gekommen war." Gibst Lemon, glaube ich das fast bestmögliche Ende?!

Was mir an der Folge am meisten gefiel, man erfährt was mit den Figuren nach den überstandenen Abenteuer passiert ist.
Sieht man Mal Großzügig von Jessi ab. - Etwas das ich ich in rund 95% der Bücher vermisse.

Bemerkenswert, wie du hier mit großen Bildern spielst und starke Kontraste setzt.
Zum einem die Flucht aus dem von Nazis besetzte Frankreich. ... und kurz darauf, der sehnsüchtige Blick zur Freiheitsstatur und in eine Zukunft.

Wenn ich etwas ändern würde, dann würde ich den Absatz mit Jenny und Dennis ans Ende setzen. Um die Geschichte mit einem Positiven Statement zu beenden.

So wirkt der Endsatz Länger nach! Man verlässt die Geschichte als Leser mit einem leicht beklemmenden Gefühl!
Schließlich könnte Jessie alles zugestoßen sein! Auch das sie den Nazis in die Hände gefallen ist?

Das John zum erfolgreichen Fotografen wurde. Genau, wie auch, das John meinte, er hätte besser auf seine weiblichen Begleitungen aufpassen müssen, mochte ich ausgesprochen gerne. - Wobei es mir auch hier, lieber gewesen wäre, er hätte das irgendwann aus seinen Kleidern schütteln können, und diese Last nicht bis zum Lebensende mit sich herumschleppt.

Die Auflösung rund um Jenny und Dennis war perfekt auf die Charaktere zugeschnitten.
Jenny in Amerika verheiratet, und dem Jazz treu geblieben, passt genau so sehr, wie das Dennis aus Sehnsucht nach Deutschland zurückkehrte, dort eine Familie gründete, und die beiden in engen Kontakt bleiben.

Die komplette Geschichte hat eine außerordentlich wunderbare Melancholie durch diese großartige Abschiedsfolge bekommen.

Auch wenn ich als Happy-End-Typ, natürlich, lieber ein Ende gesehen hätte, dass den Figuren erlaubt, und sei es nur in der Phantasie, erneut Abenteuer miteinander zu erleben. Oder zumindest, dass Alle noch lebenden Charaktere miteinander verweilen konnten.


Rundum eine tolle in sich geschlossene Geschichte über 30 Folgen hinweig! - DANKE, HIERFÜR!


Was nun Jenny? - Kehrt Jenny Holmes zurück?
Was bekommen wir wohl demnächst von dir zu Lesen? -Ich bin sehr gespannt! :)



Liebe Grüße
John Baker Sander
Hasal
23. März 2021, 08:46
Hi Jenny, diese ganze Geschichte mit Ihren 30 Teilen, war echt super geschrieben, man kam sich selbst vor , als wäre man selbst dabei gewesen. Man kann sich dadurch auch gut in die Vergangenheit rein versetzen, aber gefällt mir weiterhin , dass Du unsere User da drin so toll mit ein bezogen hast. ;)
John, auch Deinen Worten schließe ich mich , 100 %ig mit an ;)
Freundchen
23. März 2021, 08:56
Ich kann mich den beiden nur anschließen. Ein absolut tolles Finale dieser Serie! Melancholie ist das richtige Wort. In jeder Folge hast du einen guten Ton getroffen und wecktest die unterschiedlichsten Emotionen, vor allem Dramatik und Traurigkeit. Das war eine fantastische Serie, liebe Jenny.

Ich hoffe, du gehst in diese Richtung weiter und verkommst nicht wieder in Krankanhäusern :D
Fizzy Lemon
23. März 2021, 09:15
Auch ich lobe Dich, liebe Jenny, für diese Geschichte. Sie hat uns lange ausgesprochen gut unterhalten und jeder Teil für sich war spannend zu lesen. Allerdings fehlt mir nun noch immer die Auflösung, warum die Gruppe eigentlich so vehement verfolgt wurde. Es waren ja nur ein paar Ausländer, die kaum etwas mit der Sache zu tun hatten. Außer der einen Beobachtung in Paris, von der sie eigentlich gar nichts wussten. Und warum war die dunkelhaarige Bianca von Beginn an hinter ihnen her? Diese Fragen sind für mich nach wie vor offen und ich vermisse eine Auflösung diesbezüglich. Davon abgesehen ist Dir mit "1939" ein großer Wurf gelungen.
Marcus
23. März 2021, 16:06
Liebe Jenny...da ich ein großer Fan deiner tollen Geschichten bin, muss auch ich gestehen das diese mich gefesselt hat.
Immer neue Situationen...immer klare Aktionen!Wie Hasal schon schrieb,man fühlte sich dabei zu sein.Schade dass diese
Geschichte zu Ende gegangen ist....
Nun bin ich gespannt auf neue Erlebnisse!
Toll gemacht Jenny :D
Jenny
23. März 2021, 23:10
Danke Euch allen für die lieben und tollen Kommis :D
möchen
25. März 2021, 11:34
:) jenny mausi der roman ist sehr wunder schön geschrieben :(
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