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"Motoren und Antrieb"

John Baker Sander
24. März 2021(bearbeitet)
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Im Elternhaus gab der große Rollladen überraschend seinen Geist auf.
Genauer beschrieben, der Motor, der den Rollladen antreibt, damit man ihn, über einen Schalter, hoch- und herunterfahren kann.
Vater baute den Motor aus. Ich unterstützte ihn, sofern das mit meinen handwerklichen Fähigkeiten möglich war.

Vater hat auch schon einen neuen Rollladenmotor beim Baumarkt besorgt. Zack, waren 80 Euro weg.
Das interessanteste an Papas Baumarktaufenthalt, Vater musste seine Waren selbst einscannen und selbst den Bezahlvorgang übernehmen.
Da an der Kasse nur ein Schild stand, wie der Bezahlvorgang vorzunehmen wäre.

Auch insgesamt wäre der Baumarkt nur spärlich mit Mitarbeiter besetzt gewesen.
Menschen wären wie die Ameisen durch die Gänge gewuselt. Sichtbar suchend nach einem Baumarktmitarbeiter.
Wie sie den Mitarbeiter gefunden hatten, hätte das ausgesehen wie bei einer Demo. Standen doch gleich mehrere Kunden im Kreis um den Mitarbeiter herum, der mit Fragen – von allen Seiten – dann gelöchert wurde.

Im Verlauf dieses Mittwoches möchten wir den Motor einbauen.
Armer Papa, muss er da doch nicht nur mit dem Motor kämpfen, sondern auch mit meinen bescheidenen Handwerklichen Fähigkeiten klarkommen. Die Hoffentlich, dennoch, in irgendeiner Rolle sich als Hilfreich erweisen können?


Ich sah eine Dokumentation in der „ARD-Mediathek" über „Shaul Ladany."
„Shaul Ladany" überlebte - als Kind - mit seiner engsten Familie das „Konzentrationslager Bergen-Belsen".

„Shaul Ladany" erzählte wie die Bomben auf das Elternhaus flogen.
Wie ihn sein Vater vorübergehend in einer Kirche abgab und später wieder zurückholte. Da ihn Mutter Ladany überzeugen konnte, dass man besser gemeinsam als einsam stirbt.

Ebenso berichtete der KZ-Überlebende auch über die Deportation nach Bergen-Belsen.

Besonders Berührt hat mich die Aussage, dass nicht er das schlimme erlebt hätte, sondern die Menschen die Opfer wurden.

„Shaul Ladany" sprach auch 2020 im niedersächsischen Landtag.

Doch die Dokumentation schlägt auch einen Bogen zu seinen sportlichen Höchstleistungen als Geher. 1968 in Mexico und 1972 in München nahm er an den Olympischen Spielen Teil. 1972 entkam er nur knapp den Terroristen. Nicht alle aus der Israelischen Olympiamannschaft hatten dieses Glück

„Shaul Ladany" nimmt auch noch heute an Wettbewerben im Gehen teil. Läuft die komplette Olympische Distanz über 50 km. Das noch immer in 7 Stunde 34 Minuten. – Großartig!

Die Dokumentation schlug mich in ihren Bann.
Ich hätte gerne länger als nur die fünfundvierzig Minuten „Shaul Ladavy" zugesehen und gelauscht.


Ich bin froh, dass schon die Wochenmitte erreicht ist. Das Wochenende bereits wieder – wenn auch noch aus der Ferne – in Reichweite erscheint.

Heute Abend geht's erst zum Rollladen-Motor einbauen. Dann zur Virtuellen Vorstandssitzung. Im Anschluss, sofern die Sitzung keine Überlänge hat, sehen Vater und ich vielleicht noch einige Minuten vom Spiel der Deutschen U21 Nationalmannschaft. Die am Abend bei den Fußball -Europameisterschaften auf Gastgeber Ungarn trifft.


*Giraffen finde ich toll*



„Guten Morgen! - Wer immer ihr auch seid?!


Kommentare (1)

Hasal
24. März 2021, 08:59
John super, dass Dein Papa sowas alles kann, erst Recht, wenn mal eignes Grundstück hat. Dann braucht man auch bestimmte Fähigkeiten, sonst zahlt man sich ja dumm und dämlich.;)
Ja , KZ war früher was sehr schlimmes. Ich sag mir immer , wie konnte man nur so viele Menschen vergasen und umbringen. Mensch bleib Mensch, auch wenn es eine Nation oder andres Land, anderer Glaube sein sollte. Trotzdem bleibt ein Mensch doch M
ensch. Solche Lager überlebten die wenigsten Menschen damals. Ausser Sie wurden rechtzeitig befreit, zB: Kriegsende.:(:(
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