Fröhlich und unbeschwert saßen wir um den elterlichen Küchentisch bei Lachsbrötchen und weiteren Leckereien.
Ich beobachtete die Mimik von Bruder und Eltern. Stellte fest, was uns allen in den Gesichtern – trotz aller Fröhlichkeit und Unbeschwertheit – eine gewisse Müdigkeit deutlich abzulesen ist.
Eltern durch die letzten Tage, mit Rollladenreparatur, Frühlingsputz, einkaufen und den andauernden Corona-Debatten.
Bruder krankheitsbedingt. … und bei mir vielleicht aus familiärer Solidarität? Denn wovon sollte ich – bitteschön – müde sein?
Zu 99,9% angeregt durch „Maja Göpel" (Politökonomin, Transformationsforscherin und Nachhaltigkeitswissenschaftlerin) fragte ich mich;
Hat ein Besuch beim Friseur therapeutische Wirkung?
Wenn ich auch froh bin, das ich vor 14-Tagen die Haarspezialistin meines Vertrauens aufsuchen konnte, könnte ich doch auf dem Friseurbesuch, mit am leichtesten während Corona wütet, verzichten.
Ob die Frauen und viele Männer das anders sehen? … und ältere Menschen, die einmal in der Woche ihren Friseur besuchen?
Vielleicht ist das für viele Menschen eine Art Kulturbesuch, das zu einem benötigten Lebensgefühl einfach dazu gehört?
Wobei ja selbst beim Friseur die Bequemlichkeit derzeit stark eingeschränkt ist? Durch die Schutzmasken kann man ja nicht Mal frei schnattern. Wobei speziell beim Hairstylisten ein vorübergehender „Maulkorb" – das weiß ich aus eigener Erfahrung – für den ein oder anderen Kunden*in nicht das verkehrteste ist. … Dabei bin ich ja für Demokratie & Meinungsfreiheit.
Die deutsche Fußballnationalmannschaft gewann ihren WM-Qualifikationsauftakt gegen Island mit 3:0. Spielte dabei ansehnlichen Fußball. – Wie gewohnt, sah ich mir das Spiel mit Vater auf dem TV an.
„Guten Morgen! – Wer immer ihr auch seid?!"
