Der Samstagnachmittag ist bisher ein auffällig ruhiger!
Draußen scheint die Sonne bei 12 C°. Ich wollte eigentlich einen Spaziergang unternehmen. Die Gedanken dabei frei strömen lassen. Mich treibt es jedoch weder in die Luft, noch in die Autogarage zum Entrümpeln.
Dafür vor den Computer. Mich berieseln lassen.
Später werde Eltern und ich gemeinsam speisen und dann zusammen die U21 Fußballnationalmannschaft verfolgen.
Zu tun gäbe es wahrlich genug.
Von Trainingsplänen schreiben. Über Ordnung schaffen und auch könnte ich endlich Mal meine Bücher-Videokassetten und DVDs sortieren.
Dennoch wird von alledem heute nichts passieren.
Immerhin ist das Haus blitzsauber.
Das war wohl – unzweifelhaft – die bisher beste „Lets Dance" Ausgabe in diesem Jahr.
Was nicht nur daran lag, dass die Show kurzweilig auf mich wirkte. Sich Jury und Kandidaten 99,9 % jeden Stereotypischen doofen Witz verkniffen. Es selbstverständlich Tanzleistungen auf jedem Niveau zu bestaunen gab.
Wobei ich das auch immer noch nicht verstehe, dass ein „Jan Hofer" weiterhin unter den Kandidaten mitmischt. An der feudalen Leistung kann es meiner Meinung nach nicht liegen?
Wenn man an der Neutralität von „RTL" anzweifeln würde; wer macht das schon? - könnte man auf den Gedanken kommen, dass man „Hofer" als ein demnächst populäres Sendergesicht den Zuschauern vor den Empfangsgeräten bereits schmackhaft machen möchte?
Ein Freitagnachmittag zum Verbummeln vorm Computer. - Wunderbar!
Ich sah mich schon mit einem Schokoladen-Vanillepudding-Mix und einem Podcast auf den Ohren vor dem PC relaxen. … und das einen ganzen herrlichen Freitagnachmittag lang.
Aber Denkste! Natürlich kam es anders!
Mein Bruder fragte an, ob ich ihn nach Worms begleiten würde?
Er wollte aber aufgrund seines in Mitleidenschaft gezogenes Armes nicht alleine fahren. Auf seiner Agenda stand unter anderem, Ostergeschenke für sein Patenkind und dessen Geschwister zu besorgen,
Innerlich haderte ich, protestierte und motzte lautstarker wie jeder fünfjährige, dass es nun mit meinem „FFN" (Faulen Freitagnachmittag) nichts werden würde.
Die Wormser Innenstadt war vergleichsmäßig spärlich zu den vergangenen beiden Wochen besucht.
An der Kleidung, wenn auch nicht an der eigenen – bemerkte ich, dass wir uns unwiderruflich mittlerweile im Frühling befinden. Leichte Jacken, so gut wie keine Mützen, Schals und Handschuhe waren bei heiterem Sonnenschein zu sehen.
Wir tingelten durch die noch geöffneten Geschäfte, welche man ohne Termin betreten konnte.
In meiner Lieblingsbuchhandlung, machte ich Geschenkvorschlag über Geschenkvorschlag, doch mein Bruder wirkte hiervon eher gelangweilt als angetan. Dabei ziemlich – Brückenschlag zum gestrigen Blogeintrag – müde.
Bei der gegebenen Gelegenheit mochte ich „Ready Player Two" mitnehmen. Die langersehnte Fortsetzung vom Kultroman, „Ready Player One".
Mein Bruder nahm mir das Buch aus der Hand, stolzierte, bevor ich wusste wie mir Geschah zur Kasse und bezahlte das Büchlein. Bevor er es mir wieder in die Hände drückte.
Wenn ich auch ab und an meinem Bruder herummeckere.
Muss ich neidlos anerkennen, dass ich keinen Menschen kenne, der anderen gegenüber so freizügig ist. - Vor allem in Bereichen, in denen ich eher … sparsam bin.
Im „Obi" langweilte ich mich schrecklich.
Bruder lief mit Begeisterung durch die endlosen Baumarktgänge und erklärte mir hier und da die verschiedensten Werkzeuge und Geräte, schlenderte durch die Gartenmöbel und Grillabteilung, während ich eine Dreiviertelstunde ihm hinterherschlich und mein Gähnen – trotz allem Bemühens – nicht zu unterdrücken und einzustellen vermochte.
Danach arbeiteten wir uns noch – allerdings im Rekordtempo – durch das ebenso im „WEP" (Wormser Einkaufsmarkt) beherbergten „Kaufland". Wo wir u. a. unsere Puddingvorräte aufstockten.
Ich hätte gerade - wo mich nur noch einige Zeilen vom Blog-Ende trennen - Mal wieder richtig Lust ein Gesellschaftsspiel mit einigen fröhlichen Leutchen zu spielen.
Am liebsten „Hotel" oder ein anderes Strategie-Gesellschaftsspiel.
Das Spiel „Hotel" faszinierte mich in meiner frühen Jugend. Seitdem, sieht man von einigen Partien „Mensch ärgere dich nicht" ab, hatten eigentlich alle Gesellschaftsspiele ausgedient. – Bis jetzt?!
„Guten Tag! – Wer immer ihr auch seid?!"

Frage doch mein Deine Familie, ob Ihr nichts mal wieder gemeinsam was spielen wollt, natürlich nur , wenn kein Fussball ist.:D