Eltern entdeckten im Raum, in dem auch Waschmaschine, Trockner und erwähnter Boiler wohnen, mehrere Liter Wasser auf dem Boden.
Die Auslaufquelle konnte man vorerst nicht ausfindig machen, obwohl man Gewissenhaft Geräte und Leitungen mehrmals überprüfte.
Am Abend lagen erneut einige Liter Wasser im Waschraum.
Diesmal jedoch war der Boiler verräterisch nass. Kurzer Check, dann fanden wir ein winziges Loch im Boiler aus dem Wasser auf den Boden floss. Zuerst langsam, dann plötzlich schneller.
Ich hätte den Haupthahn zugedreht und wahrscheinlich versucht das Loch zu stopfen. Woran man sieht, wie wenig Ahnung ich von solchen Dingen habe. Gut, dass wir mit Vater den Fachmann vor Ort hatten.
Ein Schlauch wurde an den Heißwasserboiler angeschlossen.
Vater und Mama ließen das Wasser aus dem 300 Liter Boiler in Eimer hineinlaufen. Bruder und ich transportierten sie nach draußen. Treppauf, Treppab eineinhalb Stunden lang dauerte das Beseitigen „des Boiler Bäuerchens". Was ein prima Workout war.
Auch, wenn uns das allen spürbar überhaupt nicht in den Kram passte.
Hatte das ganze doch auch etwas Gutes. Wir wissen, dass wir als Familie, wenn es darauf ankommt, auch weiterhin uns aufeinander verlassen können und jeder bereit ist für den anderen anzupacken.
Vater schaute im weltweiten Netz was denn ein vernünftiger, neuer 300 Liter Heißwasserboiler kosten würde. Die Spanne beträgt zwischen 2500 Euro – 5000 Euro. Ein Batzen Geld, der jedoch gut investiert scheint.
Karfreitag.
Traditionell halten wir uns hier an kirchliche Vorgaben.
Nicht, weil wir müssen. Nein, nur weil wir wollen. Traditionell gab es Fisch in Tomatensauce. Ich liebe es Soßenreste aus der Dose mit einem Butterbrot aufzusaugen und zu verkosten.
Mit K. erörterte ich am Abend über das Mobilphone den Tag.
Wieder Mal stellte ich vergnüglich fest, wie schnell wir zwischen Ernsthaftigkeit und Albereien hin und her switchen können.
Das scheint mir wertvoller denn je, denn oft habe ich im Alltag und in den Medien das Gefühl, es darf nur (noch) das eine oder nur (noch) das andere Geben. Dabei ist für beides mehr als ausreichend Platz vorhanden. Wir sind Menschen, wir sind vielschichtig.
Es scheint als hätte auch meine liebe K. gegen ein beschauliches Ostern nichts einzuwenden!
Auch wenn es Karfreitag war, freute ich mich wie ein Schnitzel, das mein Bestelltes „Paulo Coelho-Büchlein", „Und die Liebe hört niemals auf. Nach einem Text von Henry Drummond" eintraf. – Ich vermute, dass es bereits am Donnerstagabend im Briefkasten von einem Fahrer eingeworfen wurde? – Danke!
„Guten Tag! – Wer immer ihr auch seid?!"
