"Wissen sie was",sagte Herr Freundlich."Ich werde sie bei der Suche begleiten".Die kleine Hexe war von seiner Idee so gar nicht begeistert,während sie nämlich durch den Wald liefen kaute er ihr ein Ohr ab.Er redete und redete sich seinen Mund fussellig.Hexe Jen hörte nach einer Weile gar nicht mehr hin und trällerte ein Liedchen vor sich hin "Es zogen auf sonnigen Wegen,drei lachende Hexen dahin".Als sie schon tief im Wald waren und die Bäume immer dichter beisammen standen sah sie plötzlich die Pflanze ihrer Begierde."Da,da oben am Baum blüht sie" rief sie Herrn Freundlich zu."Na,worauf warten sie denn noch,her mit dem Teil".Doch so sehr sie sich reckte und streckte,sie kam einfach nicht ran.Ärgerlich drehte sie sich zu ihm rum und fuhr ihn wütend an "Vielleicht bewegt sich der Herr mal und klettert auf den Baum".Herr Freundlich sah die kleine Hexe beschämt an und wagte den ersten Versuch.Er machte dabei keine sonderlich gute Figur,er klammerte sich wie ein Affe am Baum fest und rutschte langsam den Stamm herab.Die kleine Hexe musste lachen,als sie das Bild des Jammers sah.Sie merkte schnell so wird das wohl nichts.Herr Freundlich zuckte verlegen mit den Schultern.Plötzlich sah sie auf einem Ast einen Uhu sitzen."Guten Morgen Herr Uhu,sagte sie freundlich." "Ach,wären sie son nett und zupfen sie bitte für mich diese Pflanze ab".Der Uhu nickte und flog rüber zu der Pflanze um sie sogleich ab zu zupfen und ihr der kleinen Hexe zu überreichen."Danke lieber Uhu lachte sie,nahm Herrn Freundlich an die Hand und begab sich mit ihm auf den Weg nach Hause."Sie sprechen mit Eulen,Fräulein Hexe,sagte Herr Freundlich verdutzt."Ja,das tue ich,sie etwa nicht ?".Herr Freundlich schüttelte bloss den Kopf und zu ihrer Freude shwieg er den ganzen Heimweg.
Endlich da war das kleine Häuschen in dem Jen,die kleine freundliche Hexe lebte und wirkte.Schnell huschte Herr Freundlich durch die Eingangstüre,um ja von niemandem entdeckt zu werden.Seine Warze war inzwischen wieder ein Stück gewachsen und aus ihr ragten dazu noch drei dicke Borsten.Er mochte gar nicht mehr in den Spiegel blicken,so sehr grämte er sich.Ihre Freundin die KatastroFee Avery war inzwischen eingetroffen und bereitete mit der kleinen Hexe den Sud vor um später die seltene Pflanze darin einzukochen.Ständig flatterte sie um die Nase von Herrn Freundlich herum.So ein Ding von einer Warze hatte sie bis dato noch nicht gesehen."Können sie das bitte lassen,sie machen mich ja völlig konfus",sagte er leicht verärgert.Kichernd flog sie davon und widmete sich wieder dem Sud.Die kleine Hexe saß in ihrem Schaukelstuhl und laß aufmerksam im Hexenbuch ihrer Tante Hulda Pflaumenstein.Ab und an sah sie in den Kessel,rührte ein wenig darin herum und warf schliesslich die Pflanze hinein.Herr Freundlich lag auf der Couch und schnarchte das es ganz Hintersalatblatthausen mit bekam.Nach gut drei Stunden war die Pflanze verkocht und der Sud fertig.Avery weckte den Oberschlauchführer und die kleine Hexe begann damit seine Warze einzustreichen mit dem übelriechenden Gebräu."Sooo,das muss jetzt eine Stunde einwirken,dann sollte das Problem keines mehr sein"."Ihr Wort in Gottes Gehörgang"sagte er ein wenig skeptisch.Dann verließ er das Hexenhäuschen und schlich auf Umwegen nach Hause.
Am nächsten Tag machte sich Hexe Jen und die KatastroFee auf dem Weg zum Festplatz,das große Spektakel wollten sie sich nicht entgehen lassen.Die Kapelle der Nicht ganz Freiwilligen Feuerwehr von Hintersalatblatthausen spielte schon zum Tanz und die Stimmung konnte nicht besser sein.Die beiden wollten gerade auf die Tanzfläche,als sich ihnen Herr Freundlich mit bösem Gesicht entgegen stellte."Sehen sie sich das an Frau Hexe"bölkte er los.Die Hexe erschrak,die Warze war weg doch seine Nase sah aus,wie die von einem Ferkel."Das kommt ihnen teuer zu stehen,grunz,ich mache sie persönlich grunz,dafür verantwortlich,grunz".Avery und Jen blickten sich an,dann brachen sie in ein schallendes Gelächter aus.Wut entbrannt stampfte Herr Freundlich nach Hause und ließ sich erstmal nicht mehr blicken.Die beiden Freundinnen hatten einen tollen Tag und als sie abends noch gemütlich bei einem Hexentrunk saßen lachten sie beide immer noch laut,als sie an den armen Oberschlauchführer dachten."Ich mache sie persööönlich dafür verantwortlich" sagte die keline Hexe lachend.
ENDE
