Kann ein Traum das Gewissen erleichtern? Vielleicht sogar Fragen beantworten und nachdem aufwachen für pures Wohlbehagen sorgen? – Nach gestern Nacht würde ich alle diese Fragen mit einem deutlichen „Ja" beantworten!
Ich hatte von Freitag- auf Samstagnacht einen Traum.
In dem ich, wenig überraschend, eine der Hauptrollen übernahm. Die andere ein Freund aus längst Verglorifizierten Jugendtagen. Exakt von 1992 – 1999.
Wir – Der Freund und ich waren unsere Jungend-Ichs - liefen nebeneinander her. Plapperten munter miteinander. Beim Besten Willen ich weiß nicht mehr über was.
Dabei wanderten wir – gefühlt ewig - auf dem Standstreifen der Stadt Worms entgegen.
Irgendwann läuft der Freund ein ziemlich großes Stück vor mir. Wie ich äußerst überrascht feststellte. Ich würde behaupten mindestens 400 m.
Ich schreie, er soll warten. Ohne Erfolg!
Mein Mitwanderer hört mich, schaut zurück, grinst mich höhnisch an, dreht sich wieder um, läuft weiter.
Ich nehme Tempo auf. Um ihn einzuholen. Wahrscheinlich auch um ihm zu sagen was für ein Idiot er ist.
Ich komme dennoch nicht an ihn ran, keine Chance ihn einzuholen. Ich bin echt stinksauer das er nicht wartet bis ich zu ihm aufgeschlossen habe. Was ihn aber nicht einen feuchten Dreck interessiert. Er setzt seinen Weg unbeirrt fort.
Ich bin so böse auf ihn und irgendwie warum auch immer auch auf mich!
So sehr, dass ich über meinen Groll aufwache und mich natürlich nicht auf Wanderschaft auf irgendwelchen Standstreifen Richtung Worms, sondern in meinem Bett befinde.
Es dauerte einige Sekunden bis ich einen wirklich klaren Gedanken fassen konnte. Dann dachte ich, sehr erleichtert; das war doch gut, dass diese Jugendfreundschaft, die über Jahre bestand hatte, dann von einem Tag auf den anderen vorbei war.
All die Jahre war so ein klitzekleiner Zweifel - ohne jetzt regelmäßig an diese Bekanntschaft aus meiner Jugend zurückzudenken - in mir ob die Freundschaft nicht unter Umständen aufrecht zu halten gewesen wäre?
Seit vergangener Nacht allerdings bin ich komplett von dieser ab und an auftauchenden Frage und allen möglichen Anschlussgedanken dazu komplett befreit!
Da diese mit dem ersten klaren Wachgedanken praktisch zu Traumstaub zerbröselt sind und mir somit ein (offenbar) anhaltendes Wohlgefühl der Erleichterung verschaffen.
Wenn jemand vorgibt ein Freund zu sein, nicht Mal im Traum bereit ist auf einen zu warten, wie unzuverlässig wäre diese Person wohl erst in der Realität gewesen? – Vielleicht wollten ja genau darauf auch die Traumbilder aus der vergangenen Nacht verweisen?
Das Thema, wenn auch vielleicht auf eine seltsame Weise für sich selbst endgültig (nach all den Jahren) abgeschlossen zu haben fühlt sich einfach nur richtig gut an!
Ich freue mich für die deutsche Frauen Fußballnationalmannschaft die, die Australierinnen mit 5:2 besiegten. Wobei die deutsche Frauenauswahl noch mehr Tore hätte schießen können und die zwei Gegentreffer mit etwas mehr Konzentration bestimmt zu verhindern gewesen wären?
Insgesamt überwog aber das positive.
Tolle Spielzüge, sehr guter Angriffsfußball. Ein Defensivverbund der über 80 Minuten Sattelfest wirkte.
Weil ich es mir gerade nicht verkneifen kann noch einen weiteren Fakt zur berühmten Schriftstellerin „Agatha Christie."
Wie sie spitzbekam, dass ihr erster Ehemann sie mit seiner Golfpartnerin, Nancy Neele, betrog, blieb „Agatha Christie" zehn Tage verschwunden.
Gefragt von vertrauten Menschen, wo sie denn in diesen Zehn Tagen gewesen wäre, antwortete „Agatha Christie", sie wisse es schlichtweg nicht mehr. Sie hätte einen Gedächtnisverlust erlitten.
Auch in ihrer eigenhändig verfassten Biografie schreibt „Christie" über diese Tage – in der sie von der Erde verschluckt schien - keine einzige Zeile.
Wenn ich heute Menschen interviewen würde, würde ich Sie fragen: „Glauben sie an die Macht der Träume?"
„Guten Morgen! – Wer immer ihr auch seid?!"

Das Spiel der deutschen Mädels habe ich auch geschaut,hat mir gut gefallen,da wäre noch mehr drin gewesen.:)