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"Mister Minit und die Oscarverleihung"

John Baker Sander
29. April 2021(bearbeitet)
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Ich lief abermals durch eine von der Sonne verwöhnten Wormser Fußgängerzone.
Mein erklärtes Ziel war es, ein Büchlein für Mama zu finden - auch Muttertag ist nicht mehr fern - und eines zum Geburtstag für den okayen Patenonkel.

Das hat schon fast Tradition, dass ich Bücher meinen Verwandten nur zu gerne aufs Auge drücke. Doch immer so, dass ich Ernsthaft glaube, sie werden das Buch mögen. - … und bisher, toi, toi, toi gab es keine Negative Rückmeldungen.

Ich fühlte mich durchschnittlich. Gönnte mir „Cola-Light" aus der Dose.
Noch immer und eigentlich seit jeher schmeckt mir Cola aus der Dose viel besser als aus der Flasche.

Noch erheblich besser als Dosencola schmeckte mir allerdings folgende Beobachtung:

Auf Höhe des „Mister Minit" Laden kam mir ein Mann entgegen, der die Schilder die besagten: „Das man in der Innenstadt Masken und Mundschutz zu tragen hat" einsammelte.

„Mister Minit" sah, dass aus seinem Laden heraus und brüllte durch die Fußgängerzone mit seiner Reibeisenstimme: „Gibt's was Neues?"- Worauf der Schildersammler gemächlich antwortete: „Man braucht in der Stadt keine Masken mehr."; Selbstverständlich meinte er damit nur den Freibereich.

„Mister Minit" lief dann schnellen Schrittes – immer in Sichtweite seines kleinen Ladens - sämtliche Geschäfte an und erzählte den davor wartenden Kunden, dass sie die Masken offiziell abnehmen dürften.

Nicht nur „Mister Minit" freute sich sichtlich wie ein Weltmeister, sondern natürlich auch alle Menschen, die, die frohe Botschaft vernommen hatten, stahl sich beim Abnehmen der Maske ein fettes; unglaublich gegönntes; Lächeln aufs Gesicht.

Man spürte eine unsagbare Erleichterung bei allen.
Von jetzt auf gleich war die Atmosphäre in der Wormser Fußgängerzone eine völlige andere. Fröhlicher. Ausgelassener. Bunter.
Vöglein sangen und Menschen aller Altersklassen wanderten und sprangen durch die Wormser Innenstadt.
Es fehlten lediglich Musik und Gesang!
Sonst wäre Worms für einige flüchtige Augenblicke die wahrscheinlich größte Musicalbühne der Welt gewesen.

Meine Maske, das ist nicht schwer zu erraten blieb über Mund und Nase- … dennoch musste ich hinter der Maske mich einfach mit den anderen mitfreuen.



Mit K. das hat sich geklärt.
Mittlerweile ist sie wieder zu erreichen. Sie war zwar nicht Zufrieden wie ich sie über ihre Unerreichbarkeit informierte. (Zu Recht?).

Aber das wichtigste ist das die Kontaktmöglichkeit zwischen uns wieder offen ist. Ich bin sicher, da geht es ihr genauso wie mir?


Ich sah eine interessante Zusammenfassung des wertvollsten Filmpreises der Welt, der „Oscars." – Diesmal ohne große Show und ganz auf die Filme konzentriert. Mit der U-Bahnstation hatte man eine ausgesprochen coole Location ausgewählt.

Dennoch gehört zu den „Oscars" eigentlich auch die Show und der rote Teppich.

Ich würde es begrüßen, wenn man in einem Jahr die „Oscars" ganz klassisch aufzieht mit Host und großer Show.
Jedes zweite Jahr jedoch sich was komplett anderes für die Filmzeremonie ausdenkt.
Das würde sicher „Hollywood" sicher zusätzlichen Pep und Glamour einverleiben.

„Anthony Hopkins", gewann als bester Hauptdarsteller mit 83 Jahren den „Oscar". Für den Film „Der Vater". In dem er einen Demenzkranken spielt.
Auch wenn ich den Film bisher nicht sah, freute es mich. „Hopkins" begegnete mir in meiner Eigenschaft und Leidenschaft als Filmfreund immer wieder. Ich halte ihn zweifellos für einen der Größten.


„Frances MCDormand" gewann für den Film „Nomadland" den „Oscar" als beste Hauptdarstellerin.


Was mich berührte die ergreifende Ansprache des Regisseurs „Thomas Vinterberg" , den „Oscar" für den Besten internationalen Film (Dänemark): „Another Round („Der Rausch") gewann.

„Thomas Vinterberg" widmete den „Oscar" seiner bei einem Autounfall ums Leben gekommenen Tochter; „Ida".
Die in dem Gewinnerfilm eine Rolle hätte spielen sollen.

Die Ansprache berührte mich, dass ich schon gleich darauf mit feuchten Augen vor dem Empfangsgerät saß.



Was ich mir von diesem Donnerstag verspreche? – Wie üblich, wie immer donnerstags, viel Familie und leckere Lachsbrötchen.



„Guten Morgen! – Wer immer Ihr auch seid?!"




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