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„Bong“

John Baker Sander
8. Mai 2021(bearbeitet)
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Hier sitze ich nun, schreibe gerade fröhlich an einem weiteren Blog.
Ich muss zugeben, es dauerte heute ein wenig bis ich einen Anfang fand. – Schaute ich doch erst eine Dokumentation über ein Model und seine Kollektion und anschließend was so im Bronx Zoo von New York vor sich geht.
Nun bin ich aber mit meinen Gedanken nicht mehr bei Schneeleoparden und Flughunden, sondern endlich nur hier verhaftet.


Das TSE (Technische Sicherheitseinheit) Kassen-System, das ich gestern so schön anprangerte, wurde von den Finanzbehörden verordnet und musste laut meinen Recherchen in Discountern bis zum 1. April 2021 umgesetzt worden werden. – Also sorry, allen denen ich gestern zu Unrecht auf die Füße getreten bin.

Dennoch verstehe ich den Sinn dahinter nur minimal.
Ich bleibe bei meiner (vielleicht?) schrägen Theorie, dass man damit die Mitarbeiter deutlich mehr Druck aussetzt und zu mehr Fehlern treibt.


Am Mittag hagelte es einige Minuten richtig dicke Eiskörner auf die Erde hinab. Normalerweise bin ich bei so etwas recht Furchtlos und relativ sorglos; eh gleich wieder vorbei.

Diesmal durch das im schiefen Rhythmus hart klackende: „bong" gegen die Fenster. Beschloss ich auf Nummer sicher zu gehen und durch das Herunterlassen der Rollläden die Fensterscheiben zu schützen.; Man weiß ja nie!

Die Busfahrer streiken.
Dienstag und Mittwoch fuhren noch 10 % Prozent. Donnerstag und Freitag nicht einer.
Ab Samstag soll der Fahrtbetrieb wieder nach Fahrplan aufgenommen werden.
Nicht das erste Mal in diesem Jahr, das Busfahrer für bessere Bedingungen streiken.


Mit Bruder durchstreifte ich die Fußgängerzone.
Gut, dass wir die Muttertag- und Vatertaggeschenke schon länger besorgt hatten und deshalb uns anderen Dingen ausführlich widmen konnten.
Vom Optiker, über Lebensmittelvorräte Einkaufen, kurz in die Warenregale der Drogeriemärkte lunzen und vor der Wormser Volksbank ein Eis auf den Sitzgelegenheiten schlürfen.

Hier – bei diesen kleineren Ausflügen - gibt's zwischenmenschlich mehr Gesprächspunkte die wir miteinander abhandeln, wie Werktags, wo wir doch manchmal auch beide ganz schön verkopft sind und unseren eigenen Zielen nachjagen.

Vieles ist sicher nicht wichtiger, dennoch werden manchmal andere Dinge im Alltag in den Vordergrund gerückt, denen eigentlich im Leben kein Spitzenplatz zustehen dürfte.
Was kann es Wichtigeres geben wie die eigene Familie?


Da Freitag war, na klar, sah ich auch „Let´s Dance".
Kurzweilige Show. Wobei ich schade finde, dass „Lola Weippert" ausgeschieden ist. Die Wuselige Art mochte ich sehr gerne. Vor allem weil sie mit diesem Charakterzug so schön Konträr zu den anderen Kandidaten der Tanzshow wirkte.

Auch einen Ohrwurm nahm ich aus der Show mit. Von „Pizzera und Jaus" das Liedl: „Mama" irgendwie passend! ?



„Guten Morgen! – Wer immer Ihr auch seid?!"



Kommentare (4)

Hasal
09. Mai 2021, 08:52
John, oh Schnee hatten wir hier Gott sei Dank jetzt keinen hier. Reicht auch das hin und her mit dem Wetter --- Regen Sonne und Wolken. Kein Wunder wenn man sich da eine Erkältung einholt:(.
Eis schmeckt trotzdem immer ;).
Je mehr die Arbeiter unter Druck gesetzt werden, um so eher machen sie sich auch kaputt. Früher war Arbeit noch mit lachen und auch mal einen Scherz verbunden , heute heißt es nur schneller müßt Ihr sein :(. Das dadurch aber auch immer mehr psychische Probleme folgen, sehen die Arbeitsgeber leider gar nicht. Jeder sieht nur das liebe Geld, was durch alles ein genommen wird:(
Fizzy Lemon
09. Mai 2021, 09:15
Dennoch verstehe ich den Sinn dahinter nur minimal.
Ich bleibe bei meiner (vielleicht?) schrägen Theorie, dass man damit die Mitarbeiter deutlich mehr Druck aussetzt und zu mehr Fehlern treibt.


Ich verstehe nicht, wieso Du an dem TSE-Systen Anstoss nimmst. Wieso soll das mehr Druck auf Mitarbeiter ausüben? Das TSE-System ist eine standardisierte Aufzeichnung der Transaktionen, die quasi direkt und ohne weiteren Nachweis über deren Richtigkeit von den Finanzämter bearbeitet werden können. Sieht man vom Umbau der Kassensysteme, der ohnehin regelmäßig stattfindet, einmal ab, kann ich nicht erkennen, wo Du mehr Druck auf Mitarbeiter erkennen willst.
John Baker Sander
09. Mai 2021, 17:55
Hallo, Fizzy Lemon! Danke für deinen Kommentar.

Zwangsläufig kann der Supermarktleiter sehen, wie schnell gewisse Dinge erledigt werden. Kann vergleichen. - Da ich auch Praktika in Supermärkten machte und weiß, wie dort manchmal angetrieben wird, kann ich mir das eben gut vorstellen. Aus meiner Perspektive - zumindest solange das so gehandhabt wird - kann das nur bedingt günstig für die Mitarbeiter laufen.
Fizzy Lemon
10. Mai 2021, 08:08
Das ist aber auch nur fast richtig, denn schon davor speicherten Scannerkassen einen Zeitstempel, d. h. der Marktleiter konnte auch da schon sehen in welcher Frequenz Waren an welcher Kasse und von welcher Mitarbeiter*in gescannt wurde. Daran hat also TSE nicht wirklich was geändert. Meiner Ansicht nach hat man mit der Verpflichtung in Handel und Gastronomie auf dieses einheitliche System die Mitarbeiter sogar entlastet, da nicht mehr doppelt gebucht werden müsste oder die amtliche Buchprüfung entfällt etc.
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