Kurzzeitig liebäugelte ich damit meine Sportgruppen komplett abzugeben. Aber dies wird definitiv nicht passieren. Alleine daran zu denken war eigentlich bescheuert.
Wie sehr ich das Übungsleiter-Sein vermissen würde zeigen mir meine Träume. In denen ich mich besonders vergangene Nacht als auch in den vergangenen zwei Wochen immer wieder regelmäßig über Trainingskonzepte nachdenken als auch in der Turnhalle umherspringen sehe und höre.
Der Sonntag verlief äußerst angenehm.
Ich schlief so viel länger als geplant. Das obwohl, ich mir extra den Alarm gestellt hatte, um noch mehr wach Stunden zu verbringen. Wenn man jedoch den Alarm einstellt und den (Sonn)Tag an dem er mich wecken sollte auf aus. Dann wird man auch nicht wach geklingelt. Sondern schläft durch. Solange bis sich die Augen eben von selbst öffnen.
Sonne und 21 C°. Keine Spur vom im Wetterbericht angekündigten Regen und Sturm. Ich hätte mehr draußen sein sollen. Fand meinen Platz jedoch ausschließlich vorm Schreibtisch. Bei Sperrangelweit geöffneten Fenster erfreute ich mich an den Geräuschen die von nah und fern mir in die Ohren getragen wurden.
Ich hörte einen wohltuenden Geräuschmix.
Eine der Nachbarsfamilien die fröhlich mit ihren Erwachsenen Sprösslingen sich unterhielten und lachten. Vereinzelte Autos. Drei bis fünf Hunde die bellten. Kurz musste ich den Kopf schütteln und lächeln über meine Fantastereien, meinte ich doch aus dem Gebell heraus die Melodie von „Ibos", „Ibiza" identifiziert zu haben.
Eltern die in der näheren Umgebung ihre Kinder zu Tisch riefen. Das Summen von Hummeln. Taubengurren und Vogelgesang. Der Typische „WhatsApp" – Sound, wenn man Nachrichten empfängt und das starke Rauschen des Computers, der mich in dieser untypischen Lautstärke an einen Mini- Kompressor erinnerte.
So klingt, dachte ich; irgendwie auch Sommer für mich.
Ich sah den Filmklassiker „Betty und ihre Schwestern (1994)." Der auf einen 2-Bändigen Roman von „Louisa May Alcott" basiert aus den Jahren 1868/1869.
Ein Film voller Gefühl der mich durchweg erheiterte. Wenn ich was daran bereute, dann das ich der DVD nicht bereits letzte Weihnacht eine Chance gab mich zu erheitern. Dafür wäre der Streifen wie gemacht gewesen.
Die Schauspielriege der Namen liest sie wie ein „Who´s Who" aus Hollywood.
Der Film vermittelt: „Geh deinen Weg, bleibe immer du selbst, verstelle dich nicht, sei ein einigermaßen guter Mensch, verleugne nicht deine Meinung. Nichts geht über die Familie und Freundschaft. Gib anderen Menschen die Chance Teil von deinem Leben zu sein. Nimm das Leben an." - Das alles ohne die unbeliebte Moralkeule hochnäsig zu schwingen.
Fand ich über die gesamte Lauflänge von 110 Minuten richtig gut!
5 Dinge die mich faszinierten & interessierten innerhalb der vergangenen Woche (nicht zwingend in dieser Reihenfolge):
- Durch das offene Fenster den Geräuschen von draußen zu lauschen
- Farbige Gespräche mit K.
- Ein Kater Namens Miro („der Friedliche")
- Betty und ihre Schwestern (Film aus dem Jahr 1994)
- Pudding ohne Löffel aus der Dose zu schlürfen
Der Form halber und weil ich Lust habe darüber zu berichten.
Der angekündigte Regen und stürmischen Wind kamen gegen 17 Uhr 30 auf. Was meine Lauschkariere zumindest am letzten Sonntag beendete.
„Ich wünsche Euch eine wunderbare neue Woche! – Wer immer Ihr auch seid?!
