Früher lief bei mir fast immer Musik. Dabei hüpfte ich fröhlich zu der Musik durch die Zimmer, sang laut mit und hatte den Spaß meines Lebens dabei.
Das hat in den letzten Jahren doch arg nachgelassen.
Heutzutage kann ich es genießen, wenn es leise im Haus ist.
Kein Geräusch zu hören ist, ich alleine mit der Stille. Statt Melodien und Texte strömen Gedanken durch mich.
Gedanken die mich genauso fühlen lassen können wie Musik. Die Bandbreite an Emotionen ist bei strömenden Gedankenfluss nicht weniger.
Ich glaube nicht, dass man im Alter weniger Emotionen wie als Jugendlicher zur Verfügung hat! - Vielleicht verlagert man sie jedoch anders, traut sie sich nicht so auszuleben, behält sie mehr für und in sich?
Neben den üblichen kleintäglichen Dingen wie Haushalt und Aufräumen hatte ich erstmals seit Monaten wieder Trainingspläne am Abend geschrieben.
Ich war etwas heraus, tat mir schwerer als ich sollte. Es wird wohl einige geschriebene Pläne brauchen um wieder auf die ehemals vertrauten Automatismen zurückgreifen zu können?
Von meinen gestrigen Krämpfen ist außer einem merkbaren Waden zwicken nichts mehr übrig.
Bevor ich es vergesse, das Bett hielt nach den gestrigen Reparaturarbeiten auch durch.
„Guten Morgen! – Wer immer Ihr auch seid?"
