Mein gewohntes Leben wieder aufzunehmen war nicht so einfach wie ich dachte. Einfach wieder einsteigen und da weitermachen wo ich aufgehört hatte war nicht drin.
Da die Sportstätten wieder geöffnet haben, darf ich auch wieder mehrfach in der Woche zu meinem gewohnten Alltag und Leben als Übungsleiter tätig sein. Hoffentlich kann ich ab September/Oktober 2021 auch selbst wieder mich meiner vorherigen Sportgruppe anschließen? Sofern Corona das zulässt und ich den Willen aufbringen kann?
Worauf ich hinauswollte, ich war abends platt und selbst beim TV-Sport musste ich mich anstrengen die Augen offenzuhalten.
Mit wenigen Worten ich war platt.
Ich werde sicher noch einige Wochen brauchen bis ich mich wieder an diesen durchstrukturierten Tagen und vor allem wie schnell sie an mir vorbeifliegen gewöhnt habe.
Also manchmal bin ich über mich selbst erstaunt, dass ich nicht auf die einfachsten Ideen komme.
Ich wahrscheinlich ohne die Großzügigkeit anderer, bis heute auch nie daran gedacht hätte eine Tagesfahrkarte an fremde zu verschenken.
Das kam so. Ich war auf den Weg nach Worms. Auf der gegenüberliegenden Haltestelle stieg eine Frau (mutmaßlich) mit ihrer Tochter aus, nahmen mich in Augenschein, schritten auf mich zu, das Mädchen winkte dabei mit einer Kleinen graue Karte munter umher, während, die Mutter - feierlich wie ich hätte im Lotto den Jackpot geknackt - zu mir sprach: „Sie fahren doch nach Worms? – Hier haben sie die Fahrkarte, ist eine Tageskarte, ich würde die nur wegwerfen und so tut die noch was Gutes?"
Ich wollte die Fahrkarte natürlich bezahlen und mir nicht schenken lassen, die Frau lehnte jedoch mein Angebot ab, ich ließ mich dann auch nicht länger bitten.
So fuhr ihr, ohne zu bezahlen nach Worms und später wieder Heim.
Das Tollste daran, die Idee ist so simpel. Leicht durchführbar. Man tut einem anderen noch was Gutes.
Schade das ich nur vierundzwanzig Jahre brauchte um das – nachdem es mir vorgelebt wurde - zu erkennen.
Ich werde mir auf jeden Fall an dieser netten Geste ein Beispiel nehmen.
Die Deutsche Eishockey Nationalmannschaft macht auch weiterhin Freude mit ihrer Willensstärke. 43 Sekunde vor Schluss lagen die deutschen noch mit 2:1 gegen die Eidgenossen zurück. … und dann „wums", fiel zurecht, dass 2:2.
In der Verlängerung die 4 vs. 4 gespielt wird. Gab es keine weiteren Tore zu beklagen oder zu bejubeln. Dafür Geschwindigkeit, Kampf und tolles Hockey auf dem Eis.
Danach gab es noch zur Entscheidungsfindung ein Penaltyschießen das Deutschland letztendlich für sich mit zwei zu einem Tor entscheiden konnten. Um im Finale antreten zu dürfen, muss am Samstag ein Sieg gegen den letzten Weltmeister Finnland (2019) her.
Ich lächele sehr darüber, dass ich immer noch große Augen bemerke, wenn Menschen mich beim Essen beobachten. Manchmal wird sogar kurz getuschelt.
Nein! Keine Angst!
Ich schlinge wirklich selten wie ein Krümmel Monster und schmatze uncharmant umher.
Aber ich führe das Messer in der linken Hand und die Gabel in der rechten. Jedes Mal umlagern mich seit meiner Kindheit deswegen Blicke. Die mir in der Kindheit in fremden Gefilden durchaus Schweißperlen auf die Stirn trieben.
Meine Eltern habe mich dafür nie kritisiert. Mich versucht umzuerziehen. Sondern das als eine kleine zu verschmerzender Eigenart akzeptiert.
Auf meine Besteckhaltung wurde ich in über 40 Lebensjahren selten angesprochen. Seit der Jugend gar nicht mehr.
Für Menschen in meinem Umfeld spielt das keine Rolle – warum auch?! – Das ist ebenso.
Selbst der gute „Knigge" hält das für Anstands konform.
Morgen. Alltag. Sport. … und endlich mit dem neuen „Guilaume Musso"-Roman anfangen. Selten hat ein Buchtitel in mir so intensiv geklungen: „Eine Geschichte, die uns verbindet"
Sind Blogs oder Geschichten die man schreibt und liest nicht dasselbe, Geschichten die miteinander verbinden?
„Guten Morgen! – Wer immer Ihr auch seid?!"

Ich freue mich, dass es mit dem Sport wieder aufwärts geht und die Kids endlich auch wieder Bewegung bekommen , egal wo. Das betrifft alle Kinder, auch Schul mässig .