Lunaria-Galaxie
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Die fantastischen Abenteuer des Raumschiffs Hydra Kapitel 35

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Gelöschter User
5. Juni 2021(bearbeitet)
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 Die Labor-Ratten


Vor 4 Wochen hatte Nora, unsere theoretische Physikerin, eine Theorie entwickelt, die nachweisen sollte, dass es einen Zwischenraum zwischen der vierten und fünften Dimension gibt. Und sie hatte bereits eine Idee, wie sie das beweisen konnte. Sie hatte sich seit 4 Tagen damit beschäftigt, für Lunaria zwei Kontaktlinsen herzustellen. Es war ein aufwendiges Verfahren, die Kontaktlinsen mithilfe von Lasertechnik so anzufertigen, dass sie zu Noras Berechnungen passten. Im Laufe des Tages wurden die beiden Kontaktlinsen fertig. "So, jetzt probiere sie mal aus", forderte Nora Lunaria auf. Lunaria setzte die Kontaktlinsen ein: "Und kannst du etwas erkennen, Lunaria?" "Nein, nichts Ungewöhnliches." Nora war enttäuscht. Sie war sich sicher, dass ihre Berechnungen richtig waren. "Behalte sie noch bis heute Abend drin, vielleicht siehst du ja noch etwas", sagte Nora. Am Abend trafen sich die beiden wieder im wissenschaftlichen Labor. "Und hast du irgendetwas gesehen?" "Nein, nichts", erwiderte Lunaria. "Dann muss ich wohl etwas falsch gemacht haben. Nimm sie erstmal wieder heraus." Nachdem Lunaria die Kontaktlinsen herausgenommen hatte, wurden sie in eine Schatulle gepackt. Die Schatulle wurde in einen Schrank gelegt. "Ich glaube, ich muss meine Berechnungen noch einmal überprüfen. Aber im Moment habe ich andere Dinge zu erledigen. Ich danke dir für deine Hilfe, Lunaria." Die beiden verließen das wissenschaftliche Labor und gingen ihrer Wege.


Heute
Josie kam zur Frühstückszeit am Tisch in der Messe an. Alle waren bereits versammelt, und sie war die Letzte. "Du siehst heute aber nicht gut aus, Josie." "Ich weiß auch nicht. Ich bin schon seit 3 Stunden wach, aber irgendwie habe ich rasende Kopfschmerzen. Keine Ahnung, warum." "Dann soll Annabella dich nach dem Frühstück mal anschauen. Vielleicht findet unsere Ärztin den Grund. Wenn es nicht besser wird, hast du heute Dienstfrei." Nach dem Frühstück begaben sich Josie und Annabelle zur Krankenstation. Die anderen gingen an ihre Arbeit. Annabella untersuchte Josie gründlich mit verschiedenen medizinischen Verfahren. Doch sie konnte keine Anhaltspunkte finden, die die Kopfschmerzen bei Josie erklären würden. Annabella spritzte Josie ein Medikament und sagte: "Das sollte gegen deine Kopfschmerzen helfen. In 5 Stunden möchte ich dich wiedersehen, und heute hast du dienstfrei." Josie wollte gerade die Krankenstation verlassen, als Iris hereinkam und sagte: "Seit ein paar Minuten habe ich auch rasende Kopfschmerzen." Annabella untersuchte auch Iris gründlich und fand keinen Grund für ihre Kopfschmerzen. Annabella kontaktierte Jane über die Com und sagte: "Ich rufe den gelben medizinischen Alarm aus. Iris kam auch zu mir und klagte über Kopfschmerzen. Ich konnte bei beiden keinen Grund finden. Irgendwas stimmt hier nicht." Durch den gelben medizinischen Alarm hatte Annabella nun das Kommando über die Hydra, wenn es um medizinische Vorkehrungen ging. Sie forderte Bob auf, eine genaue Analyse des Lebenserhaltungssystems durchzuführen, um nach Viren oder Bakterien zu suchen. Doch das Ergebnis war negativ. Bob fand nichts Außergewöhnliches. Anschließend scannte Bob nach außergewöhnlicher Strahlung, sowohl in der Hydra als auch nach kosmischer Strahlung, die für die Kopfschmerzen verantwortlich sein könnte. Doch es gab keine Hinweise darauf.

In der Zwischenzeit hatten sich Nora und Sina ebenfalls bei Annabella wegen starker Kopfschmerzen gemeldet. Annabella entschied, den roten medizinischen Alarm auszurufen. Das Medikament, das sie Josie verabreicht hatte, zeigte keinerlei Wirkung. Eine Stunde später meldete sich auch Alita mit rasenden Kopfschmerzen. Annabella war mit ihrem Latein am Ende. Sie hatte keine Idee, was die Ursache für die Kopfschmerzen sein könnte. Kurze Zeit später klagte auch Skara über Kopfschmerzen. Dann traf es sogar Annabella selbst. Die Situation wurde immer besorgniserregender. Jane, die Kommandantin, war ratlos. Was sollte sie jetzt tun? Und dann traf es auch noch Jane selbst. Sie wusste nicht mehr weiter.

Einige Stunden vergingen, und es schien, dass Lunaria, Bob, Elva und Skorpi von den Kopfschmerzen verschont blieben. Lunaria und Bob waren sicherlich deswegen verschont geblieben, weil ihre Plasma-Gehirne extrem abgeschirmt waren gegen äußere Einflüsse. Elva hingegen war vielleicht aufgrund ihrer geringen Größe und ihres kleinen Gehirns von den Kopfschmerzen verschont geblieben. Und Skorpi hatte keine herkömmliche Gehirnstruktur, sondern eine Positronik. Nun lag es an den Vieren, dem Rätsel auf die Spur zu kommen. Jane wandte sich an Lunaria und sagte: "Ich übertrage dir die Kommandogewalt über die Hydra, ohne Einschränkungen. Aber bitte tue etwas gegen diese Kopfschmerzen. Sonst bringen mich diese Schmerzen noch um, es ist kaum auszuhalten. Es schien, dass Skara am schlimmsten von den Kopfschmerzen betroffen war. Sie wimmerte nur noch vor sich hin. Bob wandte sich an Lunaria und sagte: "Ich habe mir die Scans von Annabella noch einmal angeschaut. Wenn die Kopfschmerzen in der Besatzung nicht bald aufhören, wird einer nach dem anderen an einem Gehirnschlag sterben." Lunaria machte ein besorgtes Gesicht. Sie musste unbedingt eine Lösung finden.


Ein Tag vorher.
Ihr Name war Dion, und sie gehörte zu den führenden Wissenschaftlern ihres Volkes. Im Gegensatz zu den anderen Völkern des Andromedanebels lebte ihr Volk nicht in der vierten Dimension, sondern im Zwischenraum zwischen der vierten und fünften Dimension. Die Existenz ihres Volkes war den anderen nicht bekannt, da sie im Zwischenraum für die vierte Dimension nicht greifbar waren. Dion studierte das Aggressionsverhalten der Völker aus der vierten Dimension und es gab immer wieder Opfer unter denen, die sie untersuchte. In ihren Augen forderte die Wissenschaft auch Opfer.

Sie war die Kommandantin eines kleinen wissenschaftlichen Raumschiffs mit einer Crew von sechs Personen. Das Raumschiff flog in ein Sonnensystem ein, das sich durch sein besonderes Merkmal auszeichnete: Es hatte zwei Sonnen, die umeinander kreisten - ein Zwillingssystem. Die Ortung ergab zudem, dass das System vier Planeten hatte. Nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass diese vier Planeten unbewohnt waren.

"Ich denke, wir sollten zum nächsten System fliegen. Hier haben wir wohl kein Glück, um unsere Forschungen fortzuführen", sagte Dion zu ihrem Stellvertreter Matoll. Plötzlich ertönte eine Stimme von der Ortung: "Ich habe ein Raumschiff geortet. Vielleicht können wir dort mit der Besatzung unsere Tests fortsetzen." "Eine gute Idee, wir sollten uns das Raumschiff genauer ansehen", meinte Dion. Ihr Raumschiff nahm Kurs auf das fremde Raumschiff, ohne befürchten zu müssen, dass sie geortet wurden. Das kleine Raumschiff dockte an der Außenhülle des fremden Raumschiffs an.

Dion und Matoll verschafften sich Zutritt zum Raumschiff und inspizierten es gründlich. Dabei stellte es kein Problem dar, selbst wenn ein Besatzungsmitglied auf sie zukam. Sie mussten nicht einmal ausweichen, denn das Besatzungsmitglied ging einfach durch sie hindurch, als wären sie unsichtbare Geister. Dion und Matoll trugen technische Geräte am Arm, mit denen sie die Gespräche der Besatzung verstehen konnten. So konnten sie die Besatzung belauschen. Mit den Geräten konnten sie sich auch für die Besatzung sichtbar machen, was sie jedoch unter keinen Umständen wollten.

Nach fünf Stunden war die Inspektion des Raumschiffs abgeschlossen. Dion sagte zu Matoll: "Wir haben Glück, die Besatzung ist nicht allzu groß. Sie besteht aus sieben Mitgliedern: einem Insekt, einem kleinen krabbelnden Roboter und anscheinend einer primitiven Androidin. Lass uns jetzt zurück zu unserem Raumschiff gehen und die Vorbereitungen treffen. Morgen werden wir mit unserer Versuchsreihe an den sieben Besatzungsmitgliedern beginnen." Dion konnte nicht ahnen, dass sie Lunaria für eine primitive Androidin hielt - das sollte sich als ihr größter Fehler erweisen.


Zwei Tage später:
Die Besatzung litt nun schon fast zwei volle Tage unter den Kopfschmerzen. Annabella versuchte verzweifelt, mit anderen Medikamenten, die sie noch hatte, die Schmerzen bei den Besatzungsmitgliedern zu lindern, aber ohne Erfolg. Die Aggression zwischen den geplagten Besatzungsmitgliedern nahm immer weiter zu. Josie und Sina fingen bereits an, die Kontrolle zu verlieren. Aus Sicherheitsgründen hatte Lunaria die beiden in die Arrestzelle gesperrt. Lunaria und Bob diskutierten immer wieder darüber, was die Kopfschmerzen verursachte, aber ihre Gespräche führten zu keinem Ergebnis.


Die gesamte Besatzung des kleinen Forschungsschiffs befand sich jetzt auf der Hydra und beobachtete die Besatzungsmitglieder. An der Stirn jedes der sieben Mitglieder waren kleine Geräte befestigt, etwa so groß wie Knöpfe. Diese Geräte waren verantwortlich für die Kopfschmerzen. Mit ihren Tablets, die sie in den Händen hielten, konnten sie die Intensität der Geräte steuern und somit die Stärke der Kopfschmerzen beeinflussen.


Dion sagte: "Das Mädchen, das sie Skara nennen, hat das jüngste Gehirn. Ich werde bei ihr den Pegel um 2 Grad erhöhen. Mal sehen, wie lange ihr Gehirn das aushält." Matoll entgegnete besorgt: "Das kannst du nicht machen! Sie wird es nicht lange aushalten, das grenzt schon an Mord." Dion erwiderte kühl: "Du weißt, dass die Wissenschaft manchmal Opfer fordert." Matoll war nicht wirklich mit den Untersuchungsmethoden seiner Chefin einverstanden. Es schien fast schon sadistisch zu sein. Aber was sollte er schon tun? Schließlich war Dion seine Chefin.


Lunaria warf besorgte Blicke zu Skara hinüber. Es schien, als würde sie am stärksten unter den Kopfschmerzen leiden. Lunaria ahnte, dass Skaras Gehirn nicht mehr lange durchhalten würde. Zum ersten Mal fühlte sich Lunaria hilflos. Wie sollte sie der Besatzung helfen? Da fielen ihr die Kontaktlinsen ein, die sie vor vier Wochen zusammen mit Nora hergestellt hatte. Es konnte nicht schaden, sie wieder einzusetzen. Sie begab sich in die wissenschaftliche Abteilung der Hydra, holte die Schatulle mit den Kontaktlinsen aus dem Schrank und setzte sie sich ein. Als sie zurück in die Kommandozentrale kam, traute sie ihren Augen kaum. Drei fremdartige Eindringlinge hielten sich dort auf.


Lunaria tat so, als hätte sie die drei Eindringlinge nicht gesehen, und setzte ihre Arbeit fort. Als Nächstes wollte sie die Krankenstation aufsuchen und nach den sieben Besatzungsmitgliedern sehen. Sie musste auch herausfinden, ob die Eindringlinge etwas mit den Kopfschmerzen der Besatzungsmitglieder zu tun hatten, was sehr wahrscheinlich war. Als sie die Krankenstation betrat, sah sie sofort, dass die sieben Besatzungsmitglieder kleine Geräte in Form von Knöpfen auf ihren Stirnen hatten. Zudem befanden sich auch zwei Eindringlinge in der Krankenstation, die Tablets in der Hand hielten. Lunaria ging zum Krankenbett von Skara und tupfte mit einem feuchten Lappen über ihre Stirn. Das kleine Gerät auf Skaras Stirn konnte sie zwar sehen, aber es existierte nicht in der vierten Dimension. Jane fragte: "Habt ihr, du und Bob, irgendetwas herausgefunden, wie ihr uns helfen könnt?" Lunaria antwortete: "Nein, bisher noch nicht." Es tat ihr leid, dass sie Jane jetzt belügen musste, aber sie musste zunächst herausfinden, wie viele Eindringlinge sich an Bord der Hydra befanden.

Nachdem sie zurück in der Kommandozentrale war, teilte sie Bob mit, dass sie eine Inspektion der Hydra durchführen wollte und sich gründlich umsehen wollte, um sicherzustellen, dass alles in Ordnung war. Bob war zwar verwundert, sagte jedoch nichts weiter. Lunaria war es wichtig, dass die Eindringlinge mitbekamen, was sie vorhatte. Nach zwei Stunden hatte sie die Inspektion abgeschlossen. Lunaria hatte herausgefunden, dass sich sieben Eindringlinge an Bord der Hydra befanden. Es schien, als ob die Eindringlinge wissenschaftliche Experimente mit der Besatzung durchführten. Allerdings wusste Lunaria nicht, welchen Zweck diese Experimente hatten. Das Einzige, was sie wusste, war, dass sich die Situation bald ändern musste, da Skara sterben würde und danach die anderen nacheinander. Doch was sollte Lunaria tun? Die Eindringlinge befanden sich im Zwischenraum, für Lunaria unerreichbar. Sie existierten nicht in der vierten Dimension. Allerdings hatte sie bereits eine Idee.


Matoll sagte zu Dion: "Diese Androidin ist mir nicht ganz geheuer." Dion erwiderte: "Was soll sie schon machen? Sie ist mit Sicherheit genauso ein Android wie die, die unser Volk hat. Unsere Androiden ähneln uns sehr, aber wir nutzen sie nur für einfache Aufgaben. Ich verstehe allerdings nicht, warum diese Androidin das Kommando über das Raumschiff von der Kommandantin übertragen bekommen hat. Mir würde niemals einfallen, einem Androiden das Kommando über ein Raumschiff zu geben. Unsere Androiden sind dafür zu primitiv. Ich denke, diese Androidin wird das Raumschiff auf Warteposition halten, bis in alle Ewigkeit. Also können wir in aller Ruhe unsere Forschungen fortsetzen."


Lunaria sagte zu Bob: "Ich habe einen neuen Befehl für dich, Bob. Berechne einen Kurs, der zwischen den beiden Sonnen hindurchführt. Start in 5 Minuten, Flugzeit eine halbe Stunde und ohne Schutzschirm." Bob erwiderte: "Nach meinen Berechnungen liegt die Wahrscheinlichkeit, dass die Hydra unbeschadet und ohne Schutzschirm zwischen den beiden Sonnen hindurchfliegt, bei 2 %. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 98 % wird die Hydra dabei zerstört. Ich sehe keinen Sinn in diesem Befehl." Lunaria antwortete: "Ich weiß nicht, wie ich den Besatzungsmitgliedern helfen soll. Ich muss sie von ihrem Leiden erlösen." Bob fragte: "Indem du sie umbringst?" Lunaria antwortete: "Ja." Bob wollte wissen: "Und was ist mit Skorpi, Elva, dir und mir?" Lunaria antwortete: "Es ist ein Verlust, den ich in Kauf nehme." Bob erwiderte: "Diesen Befehl werde ich nicht ausführen." Skorpi und Elva protestierten ebenfalls energisch gegen diesen Befehl. Lunaria sagte mit scharfem Ton zu Bob: "Wer hat hier das Kommando über die Hydra? Ich. Führe den Befehl aus, Bob." Die Hydra beschleunigte. In einer halben Stunde würde sie zwischen den beiden Sonnen hindurchfliegen und mit einer 98%igen Wahrscheinlichkeit vernichtet werden.


Dion hatte das Gespräch zwischen Lunaria und Bob mitgehört. Sie sagte zu Matoll: "Es scheint, dass bei der Androidin eine Sicherung durchgebrannt ist. Jetzt will sie mit dem Raumschiff zwischen den beiden Sonnen hindurchfliegen, was die Zerstörung des Raumschiffs bedeutet. Das müssen wir verhindern. Ich will unsere Testobjekte nicht aufgeben. Solche guten Testobjekte finden wir nicht so schnell wieder." Matoll fragte: "Wie willst du verhindern, dass der Kurs weiter fortgesetzt wird?" Dion antwortete: "Ich werde mich sichtbar machen und dann drohen, die sieben Testpersonen zu töten, falls der Kurs nicht geändert wird."


Plötzlich rief Elva: "Lunaria, schau da! Wir haben einen Eindringling an Bord." Lunaria sah den Eindringling ebenfalls, aber sie zeigte einen überraschten Gesichtsausdruck, als würde sie den Eindringling zum ersten Mal sehen, und sagte: "Bob, Eindringlingsalarm!"


Dion sagte: "Den Alarm könnt ihr wieder abblasen. Ich bin für euch nicht greifbar, was ihr von mir seht, ist nur ein Hologramm. Damit kann ich Verbindung mit euch aufnehmen. Wir existieren im Zwischenraum zwischen der vierten und fünften Dimension." Dion konnte nicht wissen, dass Lunaria die Eindringlinge bereits eine Weile beobachtete, dank der Kontaktlinsen, die sie trug. Lunaria fragte: "Bist du verantwortlich für die heftigen Kopfschmerzen unserer sieben Besatzungsmitglieder?" Dion antwortete: "Ja, wir sind Wissenschaftler und führen Experimente mit den sieben Besatzungsmitgliedern durch. Und jetzt änderst du den Kurs, sonst töten wir die sieben Besatzungsmitglieder." Lunaria entgegnete: "Das kannst du dir sparen. In 25 Minuten fliegt das Raumschiff zwischen den beiden Sonnen hindurch, und dabei wird die Hydra vernichtet." Lunaria fuhr fort: "Wenn du unsere sieben Besatzungsmitglieder von den Kopfschmerzen befreist, bin ich bereit, den Kurs zu ändern." Dion überlegte einen Augenblick und sagte: "Ich schlage dir einen Deal vor. Ich werde die sieben Besatzungsmitglieder für 10 Stunden von ihren Kopfschmerzen befreien. Danach werde ich mich auf drei Besatzungsmitglieder beschränken, um meine Forschungen fortzuführen. Welche drei das sein werden, kann ich noch nicht sagen, aber sicherlich das junge Mädchen. Was hältst du von diesem Deal?" Lunaria fragte: "Werden die drei bei diesen Forschungen sterben?" Dion antwortete: "Das kann ich dir nicht sagen. Forschungen fordern gelegentlich Opfer. Steht der Deal jetzt?" Lunaria antwortete: "Das soll unsere Kommandantin entscheiden. Wenn sie kopfschmerzfrei die Kommandozentrale betritt, werde ich ihr wieder das Kommando übergeben." Dion gab ihren Mitarbeitern ein Zeichen, die Geräte von der Stirn der sieben Besatzungsmitglieder zu entfernen. Sie eilten in die Krankenstation, um den Auftrag auszuführen.


Fünf Minuten später betraten Jane und die anderen die Kommandozentrale. Lunaria fragte: "Wie geht es dir, Jane?" Jane antwortete: "Wie durch ein Wunder sind die Kopfschmerzen plötzlich verschwunden, genauso wie bei den anderen." Lunaria übergab Jane wieder das Kommando über die Hydra. Jane fragte: "Lunaria, berichte. Und wer ist das da drüben?" Lunaria berichtete genau, was geschehen war, seitdem sie das Kommando übernommen hatte. Dion wunderte sich, dass Lunaria über ihre Crew Bescheid wusste. Jane schaute zu Dion hinüber und sagte mit scharfem Tonfall: "So, so, ihr seid Wissenschaftler, und wir sind eure Laborratten?" Dion erwiderte: "Das ist jetzt unwichtig. Ändere den Kurs eures Raumschiffs, sonst werdet ihr zwischen den beiden Sonnen sterben." Jane wusste, dass der Kurs immer noch auf die beiden Sonnen gerichtet war. Sie musste jetzt versuchen, die Fremden von ihrem Schiff zu entfernen. Der Plan von Lunaria war gut, den Kurs auf die beiden Sonnen zu nehmen, um die Fremden unter Druck zu setzen. Jane sagte gefährlich leise zu Dion: "Jetzt kannst du mal live studieren, wie sich eine Laborratte verhält, die zwei Tage lang unter rasenden Kopfschmerzen gelitten hat und zwei Nächte nicht geschlafen hat. Bob, Code NH45VD67." Dion fragte verwirrt: "Was bedeutet dieser Code?" Lunaria begann zu lächeln und sagte: "Der Code bedeutet, dass der Kurs unseres Raumschiffs von nichts und niemandem mehr geändert werden kann, nicht einmal von der Kommandantin." Dion machte ein entsetztes Gesicht und sagte: "Ihr seid verrückt, das bedeutet euren Tod." Jane erwiderte: "Was denn, jetzt gebe ich dir die Gelegenheit, eine Laborratte zu studieren, die zwei Tage lang extreme Schmerzen hatte." Lunaria lächelte und sagte: "Jane, du bist die Beste. Du weißt, dass ich solche Spielchen liebe." Plötzlich wurde Dion unsichtbar. Jane fragte: "Was machen sie jetzt, Lunaria?" Dank der Kontaktlinsen konnte Lunaria sie weiterhin auf den Monitor beobachten. Sie antwortete: "Sie trommeln ihre Crew zusammen und verschwinden jetzt zu ihrem Raumschiff." Einen Moment später sagte sie: "Jetzt löst sich das kleine Raumschiff von der Hülle der Hydra." Die Hydra war den beiden Sonnen bereits sehr nahe. "Das kleine Raumschiff wurde von einer Sonneneruption erwischt und vernichtet", sagte Lunaria. In 15 Sekunden würde die Hydra zwischen den beiden Sonnen hindurchfliegen. Jane sagte: "Jetzt wollen wir mal die Arschbacken zusammenkneifen. Eine Überlebenschance von 2 % ist nicht gerade viel." Sie hatten Glück. Die Hydra kam tatsächlich unbeschadet zwischen den beiden Sonnen hindurch. Die Hydra beschleunigte und verschwand im Hyperraum.


Fortsetzung folgt





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