Die Wahlunterlagen für die Wahl des Kirchenvorstandes lagen im Briefkasten. Ich öffnete interessiert den Umschlag. Stellte anschließend fest, nach Blick auf das Wahlplakat, das alle zur Wahlstehende Personen zeigte, dass ich nur ungefähr die Hälfte der Menschen die gerne Kirchenvorsteher werden möchten, kannte.
Was ich richtig gut fand, dass bei den zu Wählenden von der Stewardess, über die Kinderkrankenschwester, über den Anwalt, Polizistin, Rentner und Winzer eine vielseitige Personenauswahl aus unterschiedlichsten Berufsbereichen an Wahlmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Auch vom Alter, das bei den möglichen Kirchvorstehern zwischen Fünfunddreißig und Achtzig ist man breit aufgestellt. Lediglich eine Option zwischen Zwanzig und dreißig Lebensjahren für den Kirchenvorstand fehlte.
Fünf der Personen wählte ich nach Eindruck und dem glauben das sie zukünftig so einiges für Gemeinde (und vielleicht sogar darüber hinaus) bewegen können. Zwei bekamen mein Wahlkreuz nach purem Bauchgefühl.
Der Wahlzettel kam in einen Separaten kleineren Briefumschlag.
Ein anderer Zettel auf dem man seine Wahl mit Namen, Datum, Ort bestätigte kam in einen größeren Umschlag in den man auch den kleinen Wahlumschlag hineinsteckte.
Dieses Umschlagkonzept fand ich allerhöchstens geradeso ausreichend.
Muss man doch so den Wahlhelfern bedingungslos vertrauen, dass da kein Schabernack mit den eigenen Wahlstimmen getrieben wird.
Vielleicht ist das auch so genau richtig, schließlich geht es um die Kirche und ihre Vertreter, wo wenn nicht da sollte man (trotz der weltweiten verdienten Schelte in den letzten Jahren) vertrauen und glauben können?
Auch der Donnerstag beeindruckt mit Temperaturen von bis zu 33 C°.
Ich fürchte der Freitag schließt sich nahtlos daran an?
Die Vöglein singen schon fleißig und begrüßen freundlich den neuen Tag.
Ich bin auch leicht gehypt auf diesen Freitag. Zu einem von einem kurzen Alltag, dann Sport und heute Abend steht das Europameisterschafts-Eröffnungsspiel zwischen Italien und der Türkei im TV an.
Ich trage in mir so einige Wünsche.
Sowohl für liebe Menschen als auch Materielle und nicht zuletzt auch in alle Bereichen egoistischerweise für mich.
Die ich auch gerne Mal in aller Stille herunterbete.
Aber so richtig beten, wann ich zuletzt für jemanden ganz klassisch oder wegen etwas bestimmtem gebetet hatte, kann ich mich schon gar nicht mehr erinnern?
„Guten Morgen! – Wer immer Ihr auch seid?"

Sowohl für liebe Menschen als auch Materielle und nicht zuletzt auch in alle Bereichen egoistischerweise für mich.
Die ich auch gerne Mal in aller Stille herunterbete.
Deine Wünsche, sprich sie aus, ganz laut.
Sie interessieren deine liebsten