Mache ihr die Tür auf
will diese wieder schließen
habe keinerlei Macht
halte den Griff, die Tür
aber sie schiebt mich zurück
Tritt vorsichtig ein
zerrt nicht hinaus
fasst nicht an, spricht nicht
ergreift meine Hand,
leise ihre Stimme Worte wiedergibt
Höre kein Wort, erblindet sehe ich nichts.
Schaue sie aus grauen Fenstern an
sie SIEHT mich
berichte nicht vom sehen
nicht von den Sinnen
definiere das Fühlen
nicht das reden und hören
formuliere das zähmen
keine Berührung an sich
tue nichts für dies, mach keinen Schritt
habe nichts dagegen und wehre nicht
bin hungrig, sie sättigt mich nicht
habe durst, sie tränkt nicht
registriere Räumlichkeit
registriere die Silhouettenverschiebung nicht
sie wischt keine Träne weg und gibt kein tröstendes Wort
ihre Präsenz elektrisiert und beruhigt mich
steh noch im Flur und mein Körper versinkt schon längst
sehen uns noch in der Tür an, aber ich liege schon im Bett
sie hat nichts vor, sie wirft mich nicht um
sie drängt mich nicht hinein aber deckt mich einfach zu
sie streicht nicht an mir lang aber schließt mich in sich ein
ich bin nicht da aber ihr Herz dröhnt in meinem Kopf
und alles wird still und das Blut rauscht so laut
mein Atem erliegt während er so tief geht
mein Körper wird leicht während er erschlaffend nachgibt
und es brennt wie ein Feuer unter der Haut
während sie nichts tuend das sichre Meer ist
