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"En el jardín de la cerveza con "Tati ""

John Baker Sander
21. Juni 2021(bearbeitet)
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Mit leichtem erhöhtem Puls- und Herzschlag holte ich „Tati" ab, die auf die Sekunde genau zur verabredeten Zeit mit Hund „Charlie" aus dem Mietshaus auftauchte und somit wieder in meine Welt trat.

Tati" hat Vertrauen in Menschen und ich in sie.
Die Möglichkeit das sie mich versetzen könnte stand für mich nicht eine Millisekunde zur Debatte.

Das erste was mir auch diesmal an „Tati" auffiel ihr lächeln.
Dann die langen Haare, die diesmal zu einer Art umkreisenden, verspielten Pfauenrad hübsch an Hinterkopf zusammengesteckt waren.
Sie selbst strahlte im pinken T-Shirt, grauer Leinenhose und Stoffschuhen eine äußerst gemochte sommerliche Leichtigkeit aus.

Bevor ich überhaupt fähig war „Hallo" zu sagen, hatte sie mich bereits umarmt und sofort wieder total in ihren Bann geschlagen. Die großen meergrünen hypnotischen Augen taten ihr übriges hierzu.

„Charlie" marschierte vorneweg. Ignorierte weitestgehend „Tati" und mich. Die Gerüche, die auf ihn einströmten müssen unendlich spannender gewesen sein wie das säuselnde, wispernde, flüsternde und kichernde „Menschengebabbel" von seiner Besitzerin und mir.

An einer der kleinen Parkanlagen unmittelbar vor dem Festplatz auf dem das altehrwürdige Backfischfest u.a. ausgetragen wird, legten wir einen Zwischenstopp ein. Einige Minuten verbrachten wir nur mit dasitzen und uns an der Blumenpracht zu erfreuen.

Unerwartet erspähten wir am Himmel einen Storch, der sich majestätisch mit raumgreifenden Flügelschlägen durch die Lüfte schwang.
Was „Tati" und ich beide als Zeichen verstanden, unser Gespräch wieder aufzunehmen.
Woraufhin wir uns über eine Dreiviertelstunde über Störche, schulischen Werdegang und Kindheitserinnerungen im Allgemeinen austauschten.

Bevor wir aufgrund der Hitze beschlossen im nahegelegenen „Kolb´s Biergarten" einzukehren.

„Tatis" Sorge galt natürlich zuerst Rauhaardackel „Charlie". Für den sie um frisches Wasser bat (und kostenlos bekam).
Nachdem das Tier versorgt war, suchten wir uns ein schattiges Plätzchen in der Nähe des Getränkestandes. Getränke werden nämlich nur in Ausnahmefällen – zumindest im Außenbereich – an die Tische gebracht.

„Tati" und ich saßen am „Tisch 22".

Ich wette, wäre „Charlie" mein Hund gewesen, wäre dieser Aufenthalt mit Hund zu einem riesigen Spießrutenlauf verkommen.
Mehr als einmal hätte ich mir vom Betreiber, Personal und Gästen des Biergartens wohl einen ordentlichen Rüffel eingefangen.

So jedoch flogen „Tati" und „Charlie" die Herzen zu.
Ich war unendlich gerne staunender Zuschauer hiervon.

„Charlie" legte sich immer wieder ungeschickt dem Service Personal und Gästen in den Weg.

Während ich mit „Tati" ins Gespräch vertieft war.
Aufgrund „Tatis" herzlichen und unverfälschten Lachens drehten sich immer wieder Leute zu uns um. Die meine Begleitung anstrahlten und sich mit ihr und manchmal sogar mit mir in kleineren Wort-Scharmützeln verloren.

„Heute ist aber drückend, nicht wahr?" „Sie und ihr Partner haben hier auch für eine Abkühlung Rast gemacht?" „Tati" bejahte, diese Fragen und viele mehr mit Engelsgeduld. Fast immer gab es auch Fragen zu Charlie zu beantworten.

Der zwischendurch immer Mal wieder zur Ordnung gerufen wurde und dann sein Frauchen, als könne ihn kein Wässerchen trüben, verliebt ansah.

Charlie, der mittlerweile auch vom Personal und von sämtlichen anderen Gästen gekrault wurde und somit zum heimlichen Star des Biergartens für diesen Tag avancierte.

Da „Charlie" kein dummer ist, konnte „Tati" ihn immer nur Minutenweise neben sich zum Platzmachen überreden.
Bevor er sich wieder mitten in den Hauptgang legte und sich dort eine Kraul- und Streicheleinheit nach der anderen verabreichen ließ.

Ich hatte an diesem Schauspiel meine helle Freude!

Ich genoss unseren verbalen Austausch so sehr.
Der fast immer nach einem untypischen Schema verlief, dass wir mit einem Thema begannen, dann abschweiften und uns dann beim Plausch über ein gänzlich anderes Thema wiederfanden.
Auch wurde mir einmal mehr bewusst, dass die Welt wirklich ein Dorf ist.
Wir waren dabei unserer Gläser auszutrinken um zu gehen, als unerwartet am einzigen freien Tisch zwei Männer Platz nahmen und lautstark, aber nicht prollig, Lebensgeschichten miteinander austauschten.
Das „Tati" und ich einen Gesprächsstopp einlegten, um amüsiert zuzuhören. Ich traute meinen Augen und meinen Ohren schon gleich gar nicht als ich die Stimme zweifelsfrei identifizierte.

Saß da doch der Sohn von Mamas Patentante mit am Tisch.
Der erst seit einigen Jahren, das Rentnerleben genießen darf. Der seit 2015 für mich persönlich als verschollen galt.

Mit „Tati" zusammen begrüßte ich die Männer.
Ich weiß nicht, wer verlegener wurde. „Tati" die Komplimente ohne Ende erhielt oder ich, da man mir zuerst „Tati" als äußerst hübsche Ehefrau bzw. danach als baldigst Ehefrau andichte.

Wir wurden an den Tisch gebeten, was ich jedoch dankend ablehnte.
Warum? – Egoistisch wie ich nun mal bin, war ich nicht bereit weder „Tati" noch unseren wunderbaren Gesprächsfluss an diesem Abend mit irgendjemand zu teilen.


Ich fühlte mich pudelwohl in „Tatis" Gesellschaft!
Die so relaxt und unglaublich charmant zu allen Menschen war.
Außerdem sich als die ideale Gesprächspartnerin herausstellte, dass ich hiervon nicht nur Gänsehaut hatte, sondern mich auch erneut extremst geschmeichelt fühlte, dass diese außergewöhnliche Frau ausschließlich meiner Person an diesem superheißen Sommertag ihre volle Aufmerksamkeit und Gesellschaft über Stunden hinweg schenkte.



„Guten Morgen! – Wer immer Ihr auch seid?!"


Kommentare (2)

Jenny
21. Juni 2021, 08:36
Na lieber John,wenn sich da mal nicht was anbahnt,da brat mir doch einer einen Storch :D.Also jetzt nur wörtlich gesprochen.Den Storch,den ihr gesehen habt,hat noch was anderes zu tun.:p Also diese Tati muss ja ne tolle Frau sein,wenn sie alleine mit ihrem Wesen alle in ihren Bann zieht.Also John,bleib dran,die Konkurrenz ist groß.:D
Hasal
21. Juni 2021, 16:59
Schließe mich sofort Jenny's Worten mit an. Sie scheint Dir auch sehr gut zu tun, stelle ich fest. Man weiß nie, was noch so passiert. Ich sage mir immer , nicht suchen, jeder Mensch findet , wenn er Geduld hat, sein wahres Glück von ganz alleine.
Jenny und ich drücken Dir die Daumen;)
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