Der heutige Tag steht unter dem Aspekt Genuss, ich nehme mir Zeit. Nichts mache ich nebenbei. Ich denke, nebenbei. Das ist aber auch das einzige an weiterem was ich tue. Mein Fokus liegt nicht auf meinen Tätigkeiten. Ich erfreue mich an simpler Normalität.
Normalerweise bin ich in allem doppelt so schnell. Grundlegend hätte ich schon überall nach jedem nebenbei gesehen und jedem eine Mail gesendet und wäre hier und da in Gesprächen. Heute nicht. Mein Cappucino wird leise genossen, ohne Musik, ohne einen Tastenanschlag. Ein wenig Vogelgezwitscher und etwas Windrauschen durch Blattwerk.
Meine liebsten sind mir im Kopf, aber ich muss mich nicht melden, wenn ichs möchte, dann tu ich das. Sie sind morgen, übermorgen und in paar Wochen auch noch da. Aber dann, dann wenn ich mich melde, gibts nur sie.
Eines nach dem anderen, heute ohne Liste, was noch getan werden müsste. Ein wenig Banking was aufgeschoben war, etwas Haushalt sogar die Dinge die ich die Tage hab liegen lassen und einige Stunden umherschweifen. Umherschweifen mit den schönen positiven Gedankengängen das es all meinen lieben gut geht.
Sicher fragen sie sich schon, warum ich heute so still bin, meine Freunde. Wo wohl meine Mail bleibt?Aber nein, eines nach dem anderen. Alles ausgeschalten. Und ich nehm mir für eine Freundin und ein paar Zeilen Zeit morgens. Später für eine andere Freundin und ein langes Telefonat abends, es geht wieder über 2 1/2 Stunden. Schon seit einer Stunde sagen wir am Ende "Ich muss noch einkaufen", "Ich will noch Auto waschen". Aber das ist bei uns beiden immer egal, wann wir mal reden. Dann ist Zeit irrelevant und wir sprechen uns erst wieder im laufe der Tage.
Zwischendrin dann doch mal, ich wollte doch noch dies und jenes. Aber das ist egal, heute gibts nichts nebenbei. Nichts mal eben schnell. Eigentlich Läge ein Buch in meinen Händen und ich würde es lesen. Aber doch, da fallen so viele Dinge ein und der Laptop ist in meinen Händen. Natürlich hab ich mich hier und da immer noch nicht gemeldet und es ist schon Abend. Schlechtes Gewissen? Etwas. Ich denk das man mir das aber auch verzeiht. Denn es gibt in meinem Geüt ein Lächeln, weil ich erinner, sie leben ihr leben mit ihren Verabredungen heute. Das macht mich gkücklich. Generell haben sich alle in ihre Realitäten und sozialen Beziehungen vertieft und ich geniesse es.
Mein zweiter Cappu und ich sitze zusammen mit dem Kater. Miro, schaut mich schnurrend an. Irgendwann, in den nächsten Minuten, da werd ich ihm wohl erklären müsse: Ist die Tasse leer, geh ich Auto waschen. So ganz für mich allein, in Ruhe.
Vielleicht schreib ich dann doch noch diese besonderen Mails? Oder ich lass den Samstag Samstag sein und Schlaf bei einem schönen Hörbuch von Kater Miro beschmust ein.
