Ich liege schlaflos auf meiner Luftmatratze. Wälze mich von links nach rechts, finde trotzdem keinen Schlaf. Ich stehe auf und gehe mühevoll zum Kühlschrank einzig was da drin ist ist eine Zitrone und ein Stück Butter. Essbar ist das nicht wirklich, also schlage ich die Tür wieder zu. Setze mich auf den Boden und gucke die leere Wand an, ich weiss nicht was los ist, alle sagen es sei nicht meine Schuld gewesen. Aber diese Schuldgefühle fressen mich auf, hätte ich besser aufgepasst wäre das alles nicht passiert. Ich sehe immer noch dieses eine Bild vor meinen Augen. Das ist alles meine Schuld, die Tränen sind nicht mehr zu stoppen sie fliessen und fliessen. Ich schluchze laut aber das ist mir im Moment egal. Ich hatte alles, alles was ich brauchte. Ob ich diese Welt hier brauche? Nein ich kenne etwas anderes, aber Die Schuldgefühle erlauben es mir nicht glücklich zu werden. Die Tränen werden immer mehr und aus dem Schluchzen wird ein leiser Schrei, ein Schrei der Verzweiflung des Schmerzes und der Wut mir gegenüber.
Ich sitze immer noch auf dem Boden heule und ein weiterer Schrei verlässt mein Mund. Plötzlich höre ich eine Stimme die meinen Namen ruft. Nein, nein, nein wie konnte ich nur? Nun wird er Fragen stellen, ich schleppe mich zur Tür mache sie aber nur einen Spalt auf. Und da stehen sie diese grünen Augen, dieses Mal strahlen sie nicht vor Freude sondern vor sorge. Ich will nicht reden also lasse ich ihn da stehen und mache die Tür wieder zu. Am liebsten hätte ich ihn in die Wohnung gezogen und ihn gebeten kein Wort zu sagen sondern mich einfach im Arm zu halten. Aber er verdient was besseres als mich, eine Frau die keinen getötet hat. Ich hasse mich dafür, und werde es für immer tun. Ich lasse mich mit dem Rücken an der Tür runtersinken, und wieder fliessen meine Tränen. Wie konnte das alles passieren ich mache meine Augen zu und erinnere mich an die schöne Zeit zurück. Ein perfektes leben, ein leben voller Liebe und Zuneigung. Ich spüre seine Hände an mir und ich fühle mich glücklich, seine Küsse waren so viel wert für mich hätte ich aber gewusst das ich die eines Tages nicht mehr spüren werde hätte ich sie ganz besonderes genossen. Und ich hätte viel mehr Zeit mit ihm verbracht, ihm öfters
Luftmatratze 6
