Vater und ich sahen durch die große Schiebetüre, die zum Rasen führt.
Eigentlich machten wir uns Sorgen um eine Amsel die seit Stunden im Gras saß und sich nur hin und wieder bewegte. Gerade als wir uns entschlossen zur Tat zur schreiten. Wir öffneten die Schiebetüre, da flog die Amsel davon. Diese Amsel war wohl mehr „eine Schwalbe".
Plötzlich, dennoch fast gleichzeitig, fielen unsere Blicke zum Nachbar.
Krabbelten doch dort an der glatten Wand entlang einige zuerst nicht für mich identifizierbaren Viecher hinauf. Erst dachte ich Ratten.
Vater meinte, es handele sich um Siebenschläfer.
Der Nachbar freute sich natürlich geradezu tierisch über unsere Nachricht, meinte sofort morgen etwas gegen die ungebetenen Eindringlinge zu unternehmen.
Nur Minuten später berichtete ein anderer Nachbar, dass er mit einer Lebendfalle viele der Tierchen - weil sie sein Grundstück immer mehr in Besitz nahmen - gefangen hätten. In den letzten Wochen gingen ihm ein gutes Dutzend Siebenschläfer und sogar Ratten in die Falle.
Er erzählte vom guten Orientierungssinn der Siebenschläfer.
Das diese leichte zurückfänden. Deshalb fahre er sich ungefähr 30 km in die Natur und entließe sie dann dort wieder in die Freiheit.
Ich möchte bitte nicht so ein Tierchen auf dem Dachboden oder sonst irgendwo haben.
Bei meinen Großeltern, die mit dem Bauernhaus, waren die damals schon schwer auf dem Dachboden aktiv. Es klang immer unheimlich, wenn sie da herumrannten – und sprangen, man diese nervigen Geräusche bis ins unterste Stockwerk deutlich hören konnte.
Ansonsten war das der typische gemochte Familiensonntag.
Mit „Tati" im Sinn. Natürlich sahen wir auch das EM-Finale. Das die Italiener nach Elfmeterschießen für sich entschieden. – Glückwunsch.
Nun Montag. Fünf Stunden werde ich im Alltag alles geben. Damit rasch die Zeit vergeht. Ab 13 Uhr, verbringe ich hoffentlich ausgeschlafen Zeit mit einem realen Traum namens „Tati".?
„Guten Morgen! – Wer immer ihr auch seid!
