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Luftmatratze 14

Fizzy Lemon
16. Juli 2021(bearbeitet)
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Tim:

Alissa bestand darauf, dass ich, sobald wir zu Hause waren, mich in mein Bett legen und ausruhen sollte. Meinen Einwand, dass ich das nicht könne, wischte sie unabänderlich zur Seite. Mir blieb gar nichts anderes übrig, als mich in T-Shirt und Shorts in das Bett zu legen. Alissa blieb und bemutterte mich, als ob ich ein Invalide wäre. Auch wenn es mir ein bisschen peinlich war, musste ich mir selbst eingestehen, dass es mir gefiel, wie sie sich um mich kümmerte. Sie machte mir sogar eine Tasse Tee, die ich zwar lächelnd annahm, aber nur ungern das heiße Gebräu bei diesen Temperaturen in mich schütten wollte. Im Unterschied zum klimatisierten Krankenhaus war es in meiner Wohnung extrem warm und stickig. Verdutzt sah ich zu, wie Alissa aus ihrer Hose stieg und nur noch in einem Top und einer Panty zwischen Schlafzimmer und Küche hin und her eilte. Sie setzte sich dann mit einer Dose eines kühlen Getränks, Limonade oder Energydrink, in der Hand auf die Bettkante und sah in mein geschwollenes Gesicht.

„Darf ich Dich was fragen, Tim?", sagte sie dann ganz unverblümt.

„Sicher.", gab ich nur karg zur Antwort.

„Um was für Schulden geht es denn? Und um wie viele?"

„Ach, ich... weißt Du, eigentlich will ich da gar nicht drüber reden...", wollte ich noch abwehren, doch Alissas Blick bekam plötzlich eine Strenge, die mich wie einen kleinen Jungen, der beim Rauchen erwischt wurde, fühlen ließ. „Also gut... ich hatte mal ein kleines Unternehmen. Das lief zunächst ganz gut, doch kaum war der erste Schwung vorbei, wurde es weniger. Klar, schwierige Zeiten hat man immer, aber normalerweise kommt man aus dem Loch wieder raus. Recht schnell sogar. Nur ich nicht. Ich erkannte die Zeichen der Zeit nicht und grub mein Loch immer tiefer. Ständig bettelte ich um Geld, nahm bei fast jeder Bank einen Kredit auf... zum Schluß nahm ich sogar einen Kredit auf um die Tilgung der anderen Kredite zahlen zu können."

Alissa staunte und schüttelte sogar leicht mit dem Kopf, sagte aber nichts, sondern nahm nur einen weiteren Schluck aus der Dose und sah mir wieder in die Augen.

„Ich weiß selbst, dass das dumm war. Noch dümmer war allerdings, dass ich in meiner Verzweiflung in dunklen Ecken um Hilfe suchte. Mir wollte ja niemand mehr was geben. Zumindest nicht aus den offiziellen Quellen. Angst hatte ich schon und mein Herz schrie NEIN, doch mein Kopf, der sich immer noch an alles klammerte... auch an meine Frau... hörte nicht auf die Intuition. Ich wollte es Sabina beweisen, dass ich es schaffe. Egal wie! Naja... und dann verließ sie mich. Das warf mich erst recht aus der Bahn. Inmitten dieser ganzen Scheiße kam die Scheidung, dann die Pfändung und am Ende landete ich hier im ‚Reich der Verlierer'. Mitsamt einem Schuldenberg bei zwielichtigen Halunken.", schloss ich meine Erzählung.

„Und sie will immer noch mehr?", fragte Alissa.

„Ja, wobei das auch nicht nur meine Rechnungen sind. Es sind ja auch ihre. Aber ihr verschlagener Charakter gibt natürlich mir an allem die Schuld. Sie hat einen neuen Kerl, der hat Geld und könnte locker die paar Rechnungen begleichen. Das würde auch mir helfen. Nur ist Sabina nicht so. Sie ergötzt sich an meinem Leid. Je tiefer ich sinke, umso mehr befriedigt es sie zu sehen, wie ich mich durch die Scheiße wühle. Deswegen will sie mir noch mehr aufbürden und schafft das. Selbst wenn sie dafür mit dem Anwalt ins Bett steigen müsste."

Alissa seufzte nur und schaute mich an. In der Dämmerung des Abends bekam sie einen goldenen Schimmer durch das Abendrot, das sich durch die Fenster schlich und sie umgarnte. Ihre blauen Augen bekamen eine Feuchtigkeit, die sich vielleicht einmal zu Tränen ausformen würden, ihr so aber nur eine Traurigkeit in das hübsche Gesicht legte. Sie streichelte meine linke, noch heile Wange und kam ganz nah an mich. Hauchte mir einen zärtlichen Kuss auf den Mund, sorgsam darauf bedacht, nicht meine rechte Wange und das angeknackste Jochbein zu berühren. Einen Kuss, den ich willig erwiderte. Diesmal durchzuckte mich die Erkenntnis, dass ich die Küsse nicht einfach nur aus der Situation oder aus purer Lust heraus tat, sondern sie wollte. Und das mindestens so innig wie sie selbst.

Ich umarmte Alissa, zog sie an mich heran und unsere Küsse intensivierten sich. Mein schmerzendes Gesicht ignorierend küsste und streichelte ich diese Frau, die mir so wohl tat und mich von dem Kummer meines Daseins ablenkte. Im zunehmenden Dunkel der Nacht zog Alissa ihr Top über den Kopf und zog kurz darauf mir mein T-Shirt aus. Unser Atem ging zitternd und die Leidenschaft überkam uns. Während ich meine Shorts abstreifte, schlüpfte sie aus ihrer Panty und legte sich dann zu mir. Diese Nacht gehörte uns.


Die ersten Sonnenstrahlen des frühen Morgens kitzelten mich wach. Ich blinzelte etwas in die Morgensonne und kaum, dass sich meine Augen an das Licht gewöhnt hatten, sah ich neben mich. Immer noch ungläubig über das gestern Geschehene, überzeugte ich mich dadurch, dass ich sanft Alissas Körper berührte, nur um sicher zu wissen, dass das kein Traum war, sondern dass diese besondere Frau mit mir die Nacht verbrachte. Wir lagen immer noch nackt im Bett, was bei der Hitze im Raum auch nicht verkehrt war und ich schmunzelte. Obwohl es real war, kam es mir immer noch nicht so vor. Die Schmerzen in meinem Gesicht schrien nach Aspirin und holten mich wieder in die Realität. Also stand ich leise auf, blieb an der Tür stehen und schaute noch mal Alissa an. Mein Blick glitt über ihren Rücken über den Po die Beine entlang und ich fühlte mich bei dem Anblick so gut wie lange nicht mehr. Womit hatte ich diese Frau verdient, die in mir längst verloren geglaubte Gefühle wachrief? Dann ging ich in die Küche, füllte Wasser und Kaffeepulver in die Maschine, stellte sie an und beeilte mich damit, endlich ein Aspirin zu schlucken. Im Bad holte ich eine Tablette aus dem Spiegelschrank, schluckte sie mit etwas Wasser und stellte die Dusche an. Das kühle Wasser sollte mir gut tun und auch die Schwellung meines Gesichts mindern. Das tat es auch. Die Wasserstrahlen waren paradiesisch und ich genoss die Abkühlung meiner Haut.

Als ich das Wasser abdrehte hörte ich das plötzliche Öffnen und schleunige Zuschlagen meiner Wohnungstür.

„Alissa?", rief ich noch und wunderte mich, was nun los war.

Schnell ging ich aus der Dusche und in dem Moment hörte ich das Zuschlagen von Alissas Tür. Ohne weiter nachzudenken ging ich auf den Flur und pochte an ihre Wohnung.

„Alissa? Alissa! Was ist denn los?", rief ich ziemlich laut und trommelte kräftig gegen das Türblatt. Doch Alissa blieb stumm. Keine Regung.

Ich zuckte mit den Achseln und wollte wieder zurück in meine Wohnung.

„Oh nee, nicht auch noch....", musste ich dann fluchen, denn meine Tür war zugefallen und sperrte mich aus.

„Also... da hört sich ja wohl alles auf! Sie Ferkel!!", schrie dann auch noch schrill die alte Kozlowski, die ihren massigen Leib durch die Tür zwängte und mich mit großen Augen ansah.

Erst jetzt kapierte ich, dass ich splitterfasernackt im Flur stand.

„Na, genug gesehen?", keifte ich die Nachbarin an, deren Augen immer noch an mir entlang liefen und Entrüstung heuchelten.

„Sie... Sie..... ach!", echauffierte sich die Kozlowski mit rotem Kopf, bevor sie wieder in ihrer Wohnung verschwand.

Ich hingegen war mit den Nerven auch am Ende. Nackt und ausgesperrt grübelte ich über das seltsame Verhalten von Alissa nach, die mich zunächst bemutterte, dann mit mir schlief und sich danach so einfach aus dem Staub machte. Verstehe einer die Frauen. Mit dem Rücken am Türpfosten ließ ich mich auf den Boden sinken und vergrub mein Gesicht in den Händen. Beziehungsweise wollte, denn der Schmerz, der bei der Berührung durch mich schoß, war immer noch immens. Da ging plötzlich Alissas Tür auf und ich sagte schon freudig „Alissa!", doch statts der blauen Augen dieser außergewöhnlichen Frau, kam durch die Tür nur ein rosa Handtuch geflogen, bevor sich die Wohnungstür wieder mit Vehemenz schloss.

Hatte sie nun das Handtuch geworfen? Also sprichwörtlich und wollte es mich so wissen lassen? Oder wollte sie nur nicht, dass ich mich noch weiter blamierte? Dann hätte sie mich aber auch in ihre Wohnung lassen können. Fragen, die ich auch bei einer Tasse Kaffee klären oder zumindest zu klären versuchen könnte, wenn ich denn in meine Wohnung käme. So stand ich auf, nahm das Handtuch und wickelte es mir um die Hüfte, schaute nochmal zu Alissas Tür, schüttelte resignierend mit dem Kopf und schlurfte zu Rudi, dem Hausmeister, der mir mit seinem Generalschlüssel wieder Zugang zu meinem Reich verschaffen musste.

...

Luftmatratze 13

Die küss mit Tim gehen mir nicht aus dem Kopf, aber er ist so schnell abgehauen. Ich habe mir das alles nur eingebildet, ist er nur höflich? Ach egal ich geh ihm jetzt aus dem Weg, ich verschwinde und geh noch einige Sachen aus meinem alten zuhause h
...

Luftmatratze 15

Ich liege hier in seinem Bett, was habe ich nur getan? Scheisse scheisse scheisse er ist unter der Dusche also meine Gelegenheit hier abzuhauen. Ich möchte ihm nicht den selben Schmerz zufügen wie ich es auch bei Leo getan habe. Also ohne zu überlege


Kommentare (6)

blossem
16. Juli 2021, 18:40
Du bist soooooo böse.
Fizzy Lemon
16. Juli 2021, 20:13
:p
Jenny
17. Juli 2021, 21:39
Ich hätte ja gerne noch mehr Details vom heißen Sex der beiden gehabt.:p Aber was nicht ist, kann ja noch werden.
Fizzy Lemon
18. Juli 2021, 06:40
Ich übernehme das für Blossem:D
Jenny, Du Ferkel!!!:p
Freundchen
19. Juli 2021, 08:05
Das ist eine anständige Geshcichte, nicht so ein Schund wie von dir Jenny :p
Hasal
19. Juli 2021, 09:56
Super geschrieben --- schliesse mich Jenny ihren Worten an -- bitte etwas genaue und mehr davon :p
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