Alissa drehte mit einer geschmeidigen Handbewegung die Dusche auf und das Wasser plätscherte lustig drauf los. Sie prüfte mit dem Handgelenk die Wassertemperatur und als sie damit zufrieden war, zog sie sich aus. Ganz selbstverständlich, als ob ich gar nicht zugegen wäre. Ich muss zugeben, dass ich den Anblick durchaus genoss, wie sie sich aus dem Shirt und der Panty befreite. Mein Blick glitt über ihren Körper, haftete für eine Weile auf ihren Brüsten, bevor er weiterglitt zu ihrem Po, den ich vor gar nicht langer Zeit so liebevoll streichelte. Natürlich war die morgendliche Energie in mir da und der Anblick ihres wunderbaren nackten Körpers zeigte Wirkung. Alissa bemerkte die deutliche Beule in meiner Shorts und lächelte mich nur an. Dann drehte sie sich einmal um die Achse, lachte und rief mich mit dem Finger zu sich, bevor sie in der Dusche verschwand. Die Tür zur Duschkabine ließ sie offen und als mein Geist fähig dazu war, diese Aufforderung zu verstehen, schlüpfte ich schnell aus meinen Shorts und ging ihr nach. Ich schloss die Duschkabine, spürte das warme Wasser auf unseren Körpern prickeln, drückte Alissa sanft mit dem Rücken gegen die Wand und gab ihr einen sehr innigen und langen Kuss. Sie legte ihre Arme um meinen Hals und erwiderte meine Küsse voller Leidenschaft. Ich streichelte zudem ihren Rücken und sie meinen. Unsere Lust war in diesem Moment überbordend. Ich drehte Alissa um, so dass sie mit dem Rücken zu mir stand und umarmte sie, streichelte ihren Bauch entlang und umfasste zärtlich ihre Brüste, deren Knospen schon erregt standen. Sanft knetete ich diese wunderbaren Hügel und meine Lippen küssten ihren Hals und unsere Münder fanden sich immer wieder in diesem Liebesspiel. Die strammen Backen ihres Hinterns rieben an meiner Erektion und lustvolle Wellen durchströmten mich. Ich drang in ihre feuchte Wärme ein und genoss den leichten Stöhnseufzer, der ihr dabei entfuhr und hörte nicht auf, diesen Körper zu streicheln. Ganz im Liebesspiel verloren, gaben wir uns unserer Lust hin und vergaßen für diese Momente lang alles, was uns die letzten Wochen Kummer und Sorgen bereitete. Keine Schmerzen mehr, keine Erniedrigungen, keine Ängste. Wir waren nur noch Zwei, alleine in einem Universum der innigen Zuneigung. Und es war mehr als nur sexuelle Befriedigung. Es war für mich die endgültige Gewissheit, dass ich Alissa liebte.
Alissas Körper abzutrocknen ließ ich mir nicht nehmen und schaute ihr dabei über ihre Schulter hinweg durch den Spiegel in die Augen. Das Blau strahlte nur so und irgendwie kam es mir so vor, als ob ihr ein Glanz entströmen würde. Oder war das nur mein verliebter Blick, den ich auf sie warf?
„Na, lass nun, Tim.", lachte Alissa und versuchte mich wegzuschieben. „Ich muss mir was überwerfen und rüber in meine Wohnung. Ich kann doch nicht nackt gehen. Was soll denn die Kozlowski denken? Hast Du einen Bademantel?"
„Nein, ich habe Handtücher. Und Shirts.", sagte ich zu ihr.
Alissa wickelte sich in ein Badetuch ein und ging in mein Schlafzimmer, wo auf dem Boden ihre Hose lag. Ihr entnahm sie ihre Schlüssel und gab mir im Hinausgehen noch einen Kuss. Als die Tür hinter ihr zufiel, fühlte ich mich plötzlich leer. Als ob mir ein Teil meiner Seele fehlen würde. Alissa fehlte mir, obwohl sie nur gegenüber war und nicht auf einem anderen Planeten. Mich hatte es ordentlich erwischt! In der Küche goss ich mir noch eine Tasse Kaffee aus der Thermoskanne ein, setzte mich an den „Bierdeckel" und nahm ein paar Schlucke. Eigentlich hätte ich genug Probleme, über die ich nachdenken sollte, doch in meinem Kopf herrschte nur ein Gedanke: Alissa!
Plötzlich stand sie wieder in der Küche, in einem weißen, recht engen schulterfreien Top und einer schwarzen Jeans, die ihre Beine wunderbar betonte. Die blondierten Haare zu einem Pferdeschwanz gebunden, der lustig hin- und herwippte, setzte sie sich zu mir an den „Bierdeckel" und strahlte mich aus funkelnden blauen Augen an. Doch dann fiel mir eine andere Frage ein.
„Wie bist Du wieder reingekommen? Hattest Du die Tür offen gelassen?", fragte ich, obwohl ich mir sicher war, dass die Tür ins Schloss fiel.
„Oh, das...", sagte Alissa und holte aus ihrer Hosentasche meinen Schlüsselbund heraus, „..ich habe Deinen Schlüssel genommen."
„Okay.", erwiderte ich darauf nur knapp.
„Tim, zieh Dich an. Wir fahren in die Stadt und gehen nochmal auf die Bank. Irgendwie kriegen wir Deine anderen Schulden auch noch in den Griff."
„Alissa, ich bin Dir unendlich dankbar für alles, was Du für mich tust, aber ich weiß nicht, wie ich Dir das je zurückz....", fing ich an, doch unterbrach sie mich dadurch, dass sie ihre Lippen auf meine presste und mich abermals mit einer unwahrscheinlichen Leidenschaft küsste. Ich verstand auch die unausgesprochene Aufforderung, besser nicht mehr über eine Revanche zu reden.
Luftmatratze 21
