Während ich unterwegs war, zerlegten Bruder und Vater fachgerecht das Spülbecken. Eigentlich wollte man nur den Wasserhahn austauschen. Dabei stellten Vater und Bruder fest, dass es aus einem Anschluss tropfte.
Man wollte den Anschluss zudrehen.
Jedoch wehrte sich die Schraube Anfangs erfolgreich. Jeder zog und drehte an der Anschlussschraube herum. Zack! - Irgendwann war wie auch immer die Schraube abgebrochen. Dabei riss auch noch das Spülbecken etwas aus seiner Verankerung.
Leider war ich unterwegs, sah nicht wie das Vater-Sohn Gespann das Spülbecken kaputt machten. Mir blieb nur der Erlebnisbericht von Mama, – Remmidemmi und ich so gar nicht involviert. Wie ungewöhnlich. ?
Natürlich besorgten Vater und Bruder gleich ein neues Spülbecken.
Dann ging es richtig rund – mittlerweile war auch ich Zuhause eingetroffen - es wurde gesägt, angepasst und gebohrt das es teilweise roch wie in einer Schreiner-Werkstatt.
Ich schaute einige Minute zu. Zu Hand gehen konnte ich nur wenig. Ich habe auch weiterhin zwei linke Hände, wenn es um das Handwerken geht und irgendwie will ich sie wohl auch gar nicht so recht loswerden?
Gibt es was Langweiligeres wie solche Tätigkeiten? – Für mich kaum.
Nur der beschriebene Schreiner-Geruch, der hatte es mir angetan und sich in mir festgebissen.
Da wir ja so mitten in den Geburtstagsvorbereitungen stecken war das natürlich kein wirklich toller Zeitpunkt, das war wohl auch ausschlaggebend den Vater und Bruder bis kurz vor fünf herumwerkelten um das Spülbecken einzusetzen, Abschlüsse tropffrei zu machen und die Küche im sauberen Zustand zu hinterlassen.
Wenn mir was an diesem Tag leidtut, das ich mich hier nicht voll für die Familie reingehauen habe, um wenn nicht für ein perfektes Spülbecken dann doch wenigstens für erheblich besser Laune zu sorgen anstatt mich zu verkriechen.
„Guten Morgen! – Wer immer Ihr auch seid?!"
