*Dies ist der Anschluss-Blogbeitrag zum vorangegangenen: „Spürst du auch für bestimmte Menschen dieses Glücksgefühl im Bauch" *
Auf dem Grundstück, auf dem das Hochzeits-Sommerfest stattfand, durfte man sich zuerst in eine Menschenschlange – bestehend aus anderen Partygästen – einreihen, wurde kurz aber ausführlich zu Corona-Schutzmaßnahmen befragt (Impfung, Test) etc. und dann von einer netten Dame in einer Liste als Anwesend abgehakt.
Gefeiert wurde auf dem gefühlt riesigen Areal der Bräutigam-Eltern.
Bei 37° puren Sonnenscheins.
Ein Außenbereich der seinesgleichen sucht.
Aufgebaut war der riesige Pavillon der Gemeinde. Indem das Hochzeitsmahl, das Anschneiden der Hochzeitstorte und später auch der Bildervortrag stattfand. Natürlich war, das Festzelt bestuhlt mit sämtlichen eigenen und geliehenen Tischen und Stühlen.
Außerdem gab es ein kleines Zelt mit einer Snackbar.
In der man sich Selbstbedienen konnte. Brausekracher, Lakritz und Gummi- Schnüre, - Frösche, - Schlümpfe, falsche Himbeeren, Schleckmuscheln, Brausestäbchen und mehr.
Auch stand darin eine Bequeme beige Sitzgarnitur mit Kissen ausstaffiert, die zu lockeren Unterhaltungen einlud.
Ein weiteres Zelt war einfach nur mit Tischen, Musikanlage und Sitzgelegenheiten ausgerüstet.
Außerdem eine Outdoor-Bar.
Die immer durch nettes und schnelles Personal besetzt war. In der man neben den bekannten Getränken wie Wasser, Cola, Wein etc. sogar gemixte Cocktails bekam.
Für die Kids gab es zum Toben. Bälle und Schaukeln.
Es gab einen kleinen Sektempfang mit kleinen belegten Teig-Häppchen.
Danach durfte das Ehepaar einen Baumstamm zersägen. Ich war stolz, wie sich meine Cousine im Brautkleid schlug, da sie doch durchaus auch am Sägebock eine gute Figur hinterließ.
Nur Minuten später trudelt „das Eismännchen" in seinem Eiswagen ein.
Jeder Hochzeitsgast bekam somit die Chance sich eine zusätzliche genussvolle Abkühlung zu verschaffen.
Da neben mir drei weitere Fotografen herumliefen konzentrierte ich mich auf Schnappschüsse und Gruppenbilder. Innerlich dachte ich – das ließ sich nicht vermeiden – ; hier sind neben mir zwei zu viel am Werkeln. Ich würde alleine die Sache ganz anders angehen.
Die Freunde meiner Cousine und ihres Ehemannes waren alle riesig nett.
Ich tat mir nicht schwer ins Gespräch mit ihnen zu finden.
Mit am sympathischsten fand ich V. eine nette Saarländerin, die mit ihrem Akzent kokettierte und auch sonst zusätzlich bei allen für extreme gute Laune sorgte.
Nach dem Hochzeitsmahl. Das von einem spanischen Restaurant geordert worden war. Ein Büffet der Sonderklasse aus bekanntem (Schnitzel, Blumenkohl, Kartoffel-Nudelauflauf, Lende, Braten, Rahmsoße, Pfeffersoße, Salaten) und bekannten spanischen Spezialitäten (Tapas, Tortillas, Paella).
Umgehend danach spielte eine Band groß auf.
Die ihre Sache großartig machte. Wusste die feiernde Hochzeitsmenge zu begeistern und in ihren Bann zu schlagen.
Von der „Biene Maja" über „Westernhagen" bis „Hole in the roof" reichte die Songbreite.
Meine zwei persönlichen Lieblingsstücke waren Coverversionen von „Country Roads" und „don´t stop believin". Besonders letzteres von einer Frau gesungen zu hören, gab dem Song nochmals ein komplett anderes Flair.
Ich kann mich nicht erinnern, je so viele Menschen bei einer Hochzeit gleichzeitig singen und wie entfesselt tanzen gesehen zu haben.
Zwischen Essen, Band und Hochzeitstorte anschneiden - war es Zeit für den Hochzeitvortrag.
Nach nur wenigen abgespielten Bildern erhob sich das Brautpaar.
Der Ehemann meiner Cousine stellte sich hinter seine angetraute Ehefrau, umklammerte liebevoll deren Taille und so verfolgten Sie den Beitrag zur Musik wippend und lachend. Unterbrochen immer wieder mit „Das Bild kenne ich ja gar nicht." – Vater und ich genossen besonders, dass der Vortrag ankam und es im Zelt (fast) Mucksmäuschen still war.
Die größte Belohnung für „uns Macher" war allerdings die Umarmung und Dank des Brautpaares. – Die mir doch vor allem im Nachhinein eine Menge bedeutete.
Schade nur, dass die Oma meiner Cousine nicht an der Hochzeit aufgrund eines Krankenhausaufenthalts an der Feier teilnehmen konnte.
Die Hochzeitstorte wirkte auf mich wie ein überdimensionales Osterei.
Gefüllt mit herzhafter Schokolade, jeder Menge lockerer Vanillecreme, wohlschmeckender Frucht und einer oder zwei weiteren leckeren Zutaten die meine Geschmacksnerven nicht identifizieren konnten.
Haha … beim Anschneiden der dreistöckigen Torte war zumindest teilweise die Hand meiner Cousine über deren ihres geliebten Ehemannes.… ?
Natürlich durfte auch das obligatorische gegenseitige Füttern des Hochzeitpaares mit der Festtagstorte nicht fehlen.
Ich habe es sehr gemocht, meine Cousine so glücklich und so ausgelassen zu sehen, war mir neu. Normalerweise ist sie sehr viel reservierter und stellt nicht so ihre Gefühle und Glück für die Außenwelt zur Schau.
Meine Lieblingscousine war überglücklich.
Tanzte mit ihrem Ehemann. Oder über den gesamten Festplatz.
Man merkte ihr an, wie gerne sie auch ihr Brautkleid trug.
Kümmerte sich dabei um ihre Gäste, schlürfte an Cocktails, schenkte alle ein Lächeln und freundliche Worte. Ließ sich bereitwillig mit allen fotografieren, schenkte ihrem Ehmann den ein oder andere Kuss und ließ sich natürlich auch mit Küssen ihres Gatten beschenken.
Das Beste daran, jeder wirklich jeder freute sich mit den Beiden … ich bin sicher … uneingeschränkt hätte und habe ich das nicht bei allen gekonnt … aber sie ist und bleibt da eine Ausnahme.
Wahrscheinlich auch, weil ich selbst beim Suchen nach negativen Erinnerungen kein einziges enttäuschendes Erlebnis mit ihr in Verbindung bringen kann?
Um Punkt 1 Uhr verließen wir geschlossen als Familie die Hochzeitsfeierlichkeiten, während die junge wilder Meute noch ausgelassen zur Musik der hervorragenden Partyband lauthals singend, essend, trinkend und tanzend mit dem Brautpaar weiterfeierte.
Ich wünsch dem Brautpaar von Herzen nur das allerbeste für den gemeinsamen Lebensweg. Viel Glück, Freude im Eheleben und für die Zukunft von Herzen, Geduld, Mut, Verständnis, mehr als alles andere jedoch Glück & Liebe.
„Guten Tag! – Wer immer Ihr auch seid!"
*Anmerkung: Nur zwei Tage nach der Hochzeit verstarb unerwartet die Oma der Braut*
